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"Krieg als 'weltordnendes' Instrument  
und die deutsche Politik"  
16. / 17. November 2002
im Marx-Engels-Zentrum in Wuppertal

http://www.marx-engels-stiftung.de/

(15 Gehminuten oder H.Stelle Ludwigstraße mit Bus 820, 825, 835, 845 
ab Bussteig 5 vor W'tal Hbf)

  Beginn am Samstag um 11.00 Uhr (pünktlich!; Einlass ab 10.15 Uhr)  
Abschluss am Sonntag um 14.00 Uhr

Krieg als Mittel der Politik ist ganz unverhohlen rehabilitiert. Er wird eingesetzt, als gezielte Drohung und in 'konsequenter' Ausführung. Die vom entfesselten Imperialismus der US-Politik angezielte 'neue Weltordnung' ist in ihren Konturen über Kriege im Irak, in Jugoslawien, in Afghanistan hergestellt worden. Zu dieser Kontur gehört die Kriegsoption. Die in der NATO militärisch verbundenen Staaten haben in dieser Kon­zeption von der Führungsmacht USA aus definierte und von ihr zugeteilte Aufgaben. Aktuell unbestreitbar 'vorn' die USA selbst, England erscheint als atlantisch zuverlässigster Partner - deutsche Politik sucht sich zu positionieren.

Das dieser Skizze innewohnende Thema soll in der Tagung wissenschaftlich und politisch verhandelt werden. Sowohl die Kriegführenden und ihre (gemeinsamen wie divergierenden) Interessen, als auch die bekriegten Regionen und ihre Menschen, sowohl das derzeitige Machtzentrum des Imperialismus und seine Konzeption der Welt als auch seine Nebenzentren, darin vor allem die Bundesrepublik Deutschland und ihre Politik, werden Gegenstand der Debatte sein.

Die Referenten und ihre Themen:

•    PD Dr. Werner Biermann, Paderborn, Politologe: Big Stick – Weltmachtstrategie der USA
auf dem Prüfstand (gemeinsam mit Prof. Dr. Arno Klönne erarbeitet)

   Andreas Fuhs, Berlin, Politologe:
Interessen und Strategie der BRD und der EU im «Great Game» in der Kaspischen Region

  Joachim Guilliard, Heidelberg, Sprecher der Anti-Embargo-Initiative:
Vorgeschichte und Hintergründe des angekündigten Irak-Kriegs

  Lühr Henken, Hamburg: Die Aufrüstung der Bundeswehr zur weltweiten Angriffsfähigkeit

  Sabine Leidig, Karlsruhe, DGB-Kreisvorsitzende: Gewerkschaften und Friedenspolitik

  Dieter Lohaus, Düsseldorf, Redaktion Marxistische Blätter: Die neue Nationale 
Sicherheitsdoktrin der USA

  Rainer Rupp, Saarburg, Dipl. Volkswirt / Journalist:
Der Jugoslawien-Krieg als erster Schritt in die ‹Neue Weltordnung›

  Prof. Dr. Ekkehard Sauermann, Halle/S., Politik- und Erziehungswissenschaftler:
Die Neue Welt Kriegs Ordnung. Methodische Probleme einer Analyse der gegenwärtigen 
   Weltlage

  Dr. Peter Strutynski, Kassel, Politologe, Sprecher des Bundesausschusses
Friedensratschlag:
Wie friedensfähig ist die BRD, wie friedensbereit ist die rot-grüne Bundesregierung?

  Manfred Szameitat, Frankfurt/M., Wirtschaftsjournalist: Krieg ums Öl und Ölprofite

  Prof. Dr. Ernst Woit, Dresden, Philosophiehistoriker, Friedensforscher:
Kolonialkriege für eine ‹Pax Americana›

Koordination: Hermann Kopp • Email: gblomberg@t-online.de • Telefon: 0211.6802828

Bei rechtzeitiger Anmeldung kann über diese Adresse auch eine preiswerte Unterkunft vermittelt werden.

(Diese Tagung sollte ursprünglich am 14./15. September stattfinden; wurde aber wegen der von Attac, gewerkschaftlichen Jugendverbänden und der Friedensbewegung für den 14. September vorbereiteten Großveranstaltung in Köln verschoben.)

 Kostenbeitrag 10 €, ermäßigt 5 €

 

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Inge Holzinger für Friedensforum Duisburg, Stadtsparkasse Duisburg, BLZ 350 500 00, Kto. 33 80 12 107