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Wir gedenken der Opfer von Hiroshima und Nagasaki 
und protestieren gegen die heutige Atom- und Militärpolitik.
Nein zum Krieg! Atomwaffen abschaffen!

Andenken an Hiroshima und Nagasaki 
(10.08.2002) (Medienforum Duisburg, Radio DU)

Stadtbibliothek Duisburg * Deutscher Gewerkschaftsbund Region Niederrhein * Friedensforum Duisburg

Ausstellung 15. Juli - 6. September 2003

Die Atombombe und der Mensch 

Die Ausstellung „Die Atombombe und der Mensch“ wurde vom japanischen Verband der Atombombenopfer, Nihon Hidankyo, erstellt.  Sie will Zeugnis ablegen vom Leid und der Zerstörung, die die Atombombe über die Menschen gebracht hat, in Hiroshima und Nagasaki, aber auch an anderen Orten dieser Welt, wo Kernwaffen getestet werden.

Ein Rückblick

Hiroshima, 6. August 1945, 8:15 Uhr

An diesem Tag wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit eine Atombombe abgeworfen, auf die japanische Stadt Hiroshima. Die Bombe verursachte nie gekannte Zerstörungen durch Menschenhand.

Am Angriffstag starben 45 000 Menschen in der dicht besiedelten Stadt, die Gesamtzahl der Todesopfer wird mit 136 000 angegeben.

"Das große Karthago führte drei Kriege. Nach dem ersten war es noch mächtig. Nach dem zweiten war es noch bewohnbar. Nach dem dritten war es nicht mehr aufzufinden."
Rainer Bischoff zitierte B.Brecht zur Eröffnung der Ausstellung.

Flyer im pdf-Format

 


einige Bilder von der Eröffnung am 15. Juli

Nagasaki, 9. August 1945, 11:02 Uhr

Eine Atombombe mit noch größerer Sprengkraft wurde auf die Hafenstadt Nagasaki abgeworfen. Hier starben sofort 22 000 Menschen, die Gesamtzahl der Opfer betrug
64 000.

Herr Kazuo Soda musste seinen Besuch im August leider absagen. Seine Gesundheit lässt eine solche lange Reise nicht zu.

--> Zum Besuch des Herrn Soda 
in Duisburg 2002

Die Überlebenden, von denen es jetzt nach 58 Jahren nur noch wenige gibt, leiden bis heute an den Verletzungen und Folge­krankheiten durch die Bombenexplosion. Ihre Kinder – zum Teil mit schlimmsten Missbildungen geboren – erkranken oft an den Spätfolgen.

In ihren Familien sind die schrecklichen Tage nicht vergessen.

Gefahren heute

Die Gefahr eines Atomkrieges ist auch heute noch nicht gebannt. Außer den USA, Großbritannien, Frankreich und Russland verfügen auch China, Israel, Indien und Pakistan über einsatzfähige Atomwaffen.

Durch den Atomwaffensperrvertrag von 1970 sollte die Weiterverbreitung von Atomwaffen verhindert werden, doch heute wird immer wieder weiteren Staaten die Arbeit an diesen Waffen nachgesagt.

Die neue Militärdoktrin der USA sieht den vorbeugenden Einsatz von Nuklearwaffen vor. Verharmlosend wird vom Einsatz von „Mini-Nukes“ gesprochen, auch sie setzen radioaktive Strahlung frei, sodass außer den sofortigen Opfern langfristig weitere Menschen durch den radioaktiven Fallout und die Verseuchung der Umgebung umkommen oder lange an den Folgen leiden müssen.

Im Golfkrieg 1991, in Jugoslawien und in Afghanistan wurde Munition mit abgereichertem Uran eingesetzt. Die als Golfkrieg-Syndrom bezeichnete Krankheit
von US-Veteranen und die erhöhten Krebserkrankungen bei Kindern im Kriegsgebiet werden darauf zurück geführt. Wissenschaftler fordern zu untersuchen, wo und in welchem Umfang diese Uran haltige Munition eingesetzt wurde.
 

 

Bilder von der Ausstellungseröffnung am 15. Juli 2003

Rainer Bischoff, NRW-Landtagsabgeordnete und Niederrheinische DGB-Chef:
„Die neue Militärdoktrin der USA sieht den vorbeugenden Einsatz von Nuklearwaffen ausdrücklich vor.“

Der DGB Niederrhein unterstütze die Friedensbewegung, weil Gewerkschaften für die arbeitenden Menschen da seien. Diese seien immer die Verlierer der Kriege.

Jan-Pieter Barbian
Direktor der Stadtbibliothek:
„Die Gefahr eines Atomkrieges ist auch heute noch nicht gebannt.“ 
Inge Holzinger,
Friedensforum Duisburg:
Die Ausstellung solle möglichst überall in der Welt gezeigt werden, um die Weltöffentlichkeit zur Abschaffung aller Kernwaffen zu ermutigen.
Eberhard Przyrembel,
Pax Christi,
Friedensforum Duisburg:
Gegen das Vergessen. Als  Vertreter der katholischen Friedensgruppe Pax Christi setze er sich dafür ein, dass Hiroshima und Nagasaki nicht in Vergessenheit geraten, damit sich ein solches Verbrechen nicht wiederhole.

 

 

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