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ISM-Aktivist Tom Hurndall ist tot siehe -> Gush Shalom: "Nicht schon wieder": Augenzeuge Joe Smith schreibt über die Tötung von Tom Hurndall (13. April 2003) siehe -> Nachruf in der Jungen Welt vom 31. Jan. 04
Gestern erlag der 22jährige britische ISM-Aktivist Tom Hurndall seinen Versetzungen. Tom war in April 2003 in Rafah im Ghazastreifen von einem israelisch Scharfschützen in den Kopf geschossen worden, als er versuchte, zwei kleine palästinensische Kinder aus der Schußlinie zu retten. Seitdem galt er als gehirntot und wurde maschinell am Leben erhalten.
Erst vor kurzen und nur nach monatelangem Druck durch Tom's
Familie wurden
die Untersuchungen zu Tom's Tod neu aufgerollt. Die erste
interne Untersuchung
der israelischen Armee übernahm trotz zahlreicher
gegenteiliger Beweise,
Fotos und Augenzeugenberichte die Version des Soldaten, der auf
Tom geschossen
hatte: Tom hätte Tarnkleidung getragen, sei bewaffnet gewesen
und während
eines Feuergefecht ums Leben gekommen. Jetzt wurde der Soldat
festgenommen und
hat gestanden, bewußt auf einen unbewaffneten Zivilisten
geschossen zu haben.
Hunderte von palästinensischen ZivilistInnen sind in den
letzten drei Jahren
unter ähnlichen Umständen ums Leben gekommen, allerdings
haben ihre
Angehörigen nicht die internationalen Druckmittel, eine
wirkliche Aufklärung von der
israelischen Armee zu erstreiten. Tom's Ermordung war nicht die
Einzeltat
eines fehlgeleiteten Soldaten, wie es jetzt in der israelischen
Presse
dargestellt wird, sondern der Ausdruck der allgemeinen Haltung
der israelischen
Besatzungsarmee gegenüber dem Leben, den Rechten und dem
Eigentum der
palästinensischen Zivilbevölkerung und des Bewußtseins der
Soldaten, daß sie für ihre
Handlungen nicht zur Rechenschaft gezogen werden.
ISM trauert mit der Familie Tom Hurndalls.
Wir hoffen, dass der Prozeß gegen den Soldaten, der Tom getötet
hat, allen
Soldaten der israelischen Armee ein deutliches Zeichen setzt,
dass die
willkürliche oder fahrlässige Tötung von ZivilistInnen nicht
ungestraft bleibt.
Wir rufen dazu auf, die israelischen Wehrpflichtigen und
Soldaten zu
unterstützen, die sich weigern, der illegalen und
menschenverachtenden
Besatzungspolitik der israelischen Regierung weiter zu dienen.
ISM-Berlin
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