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Von der anderen Front: Israel/Palästina

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Die Verstöße, die in den besetzten Gebieten von der israelischen Regierung gegen Menschenrechte und Menschlichkeit tagtäglich begangen werden sind amoralisch und politisch nicht vertretbar. Die Besatzungspolitik steht im Widerspruch zur Menschenrechtscharta der EU. Im Interesse der Glaubwürdigkeit der Charta der Menschenrechte fordern die Jüdische Stimme (Berlin) und das Exekutivkomitee des EJJP (Amsterdam) die europäischen Regierungen, insbesondere die deutsche Bundesregierung auf, ihre konsequente Einhaltung und Umsetzung endlich auch gegenüber Israel einzufordern.

Jüdische Stimme für European Jews
gerechten Frieden in Nahost for a Just Peace
(EJJP Deutschland) (EJJP)


Einladung zur Pressekonferenz

siehe auch -> Brief an den Außenminister der Bundesrepublik Deutschland

Die “Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost – EJJP
Deutschland” stellt sich vor
Zeit: Dienstag, 3. Februar 2004, 11.00 Uhr
Ort: Haus der Demokratie und Menschenrechte im Robert-Havemann-Saal
Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin (Prenzlauer Berg)

Es werden sprechen:
· Richard Kuper (London)
Generalsekretär EJJP
· Leah Carola Czollek (Berlin)
Autorin des Buches “Verständigung in finsteren Zeiten,
Interkulturelle Dialoge statt Clash of Civilization“
· Marianne Degginger (Berlin, St. Gallen)
Überlebende des Naziregimes in Deutschland
· Ruth Fruchtman (Berlin, Kraków)
Schriftstellerin u. Rundfunkautorin, u. A. Radio-Feature “Der
zionistische Traum – das Ende einer Illusion”
Moderation: Prof. Dr. Fanny-Michaela Reisin 
(Jüdische Stimme und Internationale Liga f. Menschenrechte)

Juden und Jüdinnen wollen der Bundesregierung und der EU helfen, die
bedingungslose Begünstigungspolitik gegenüber Israel zu überdenken.
Die Verstöße, die in den besetzten Gebieten von der israelischen
Regierung gegen Menschenrechte und Menschlichkeit tagtäglich
begangen werden sind amoralisch und politisch nicht vertretbar. Die
Besatzungspolitik steht im Widerspruch zur Menschenrechtscharta der
EU. Im Interesse der Glaubwürdigkeit der Charta der Menschenrechte
fordern die Jüdische Stimme (Berlin) und das Exekutivkomitee des
EJJP (Amsterdam) die europäischen Regierungen, insbesondere die
deutsche Bundesregierung auf, ihre konsequente Einhaltung und
Umsetzung endlich auch gegenüber Israel einzufordern.

Im November 2003 wurde in Berlin die “Jüdische Stimme für gerechten
Frieden in Nahost” als Sektion der “European Jews for a Just Peace”
(EJJP) gegründet. Die EJJP ist eine Föderation von 20 vornehmlich
jüdischen Friedensorganisationen aus 10 Mitgliedstaaten der EU. Die
bei der Gründung des EJJP im September 2002 verabschiedete “Erklärung
von Amsterdam” umfasst die Grundsätze und Ziele aller EJJP-Sektionen.
Im Mittelpunkt steht die Aufgabe, in Europa dafür zu wirken, dass von
der EU ein Engagement entwickelt wird, das unmissverständlich auf die
Beendigung der Besatzungspolitik der israelischen Regierung und die
Gründung eines palästinensischen Staats sowie mittelfristig auf eine
Koexistenz beider Staaten als souveräne Politik- und Handelspartner
der EU ausgerichtet ist.

Die Jüdische Stimme erwartet von der bundesdeutschen Regierung, dass
sie mit allen politischen und ökonomischen Mitteln auf einen
Kurswechsel der israelischen Regierung dringt.

Auf der Pressekonferenz wird auch zum jüngsten Skandal Stellung
genommen werden, dass die Bundesregierung und andere Staaten der EU
darauf verzichtet haben, die von der Generalversammlung der UNO im
Dezember 2003 beschlossene Anrufung des Internationalen
Gerichtshofs in Den Haag zu unterstützen, die die Erstellung eines
Gutachtens zu den Rechtsfolgen des Baus der “Trennungsmauer”
jenseits der Landesgrenzen von 1949 zum Gegenstand hatte.

Interview:
Der Generalsekretär der EJJP Kuper steht für telefonische
Interviews in London ab sofort und für persönliche Interviews am
Montag, 2. Februar ab 10.00 Uhr ganztägig zur Verfügung.

Bei Rückfragen:
Fon: 44 05 72 74 oder 01794556486 (Jüdische Stimme, Petra
Mendelsohn)
Fax: 396 21 47 oder 84 10 79 10

 

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