|
|
Internationale
Kampagne für die Rede-und Reisefreiheit von Dr. Mordechai Vanunu: Herr Vanunu möchte zu einer Rundreise nach Deutschland kommen. Ihn soll in Israel ein neues Verfahren erwarten, da er gegen die ihm auferlegten Restriktionen (nicht mit Medien zu sprechen) verstoßen haben soll. Damit sei sein Recht, Israel ab April 2005 zu verlassen, gefährdet.
Reisefreiheit für Vanunu! Bitte um Unterstützung des Appells
Hier ist seine Webseite: http://www.nonviolence.org/vanunu/index.html#write
siehe
hier: Die
Geheimdienste gegen Mordechai Vanunu Bitte
appellieren Sie mit einem Schreiben, wie unten, bis zum 15. April 2005
an die Verantwortlichen in Israel. Es folgt Appell in deutsch /englisch, sowie die Adressen
Bitte
schreibt diesen Brief in Englisch oder schickt ihn als e-mail an folgende
israelische Verantwortliche, damit Vanunu ab Ende April Israel verlassen kann.
(der Brief kann natürlich von Euch verändert werden UND die UNTERSCHRIFT nicht
vergessen): Ophir
Paz-Pines Minister
of the Interior P.O.B.
6158 Kiryat
Ben-Gurion Jerusalem
91061 Tel:
972-2-6701411 Fax:
972-2-6701628 Ms.
Tsippi Livni Minister
of Justice 29
Salah al-Din St. Jerusalem
91010 Fax:
+972 2 628 5438 Email:
sar@justice.gov.il Mr.
Gideon Ezra Minister
of Internal Security P.O.
Box 18182 Jerusalem
91181Fax: +972 2 581 1832
Email:
sar@mops.gov.il
Weitere
Informationen über Mordechai Vanunu aus FreiRaum März/05 Rundreise
mit dem israelischen Whistleblower Mordechai Vanunu, Mai/Juni 2005
Heute
ist es für die Regierungen der Welt ein offenes Geheimnis, dass Israel
Atomwaffen besitzt. Unabhängige Experten schätzen die Menge der Atomsprengköpfe
auf 75-400, womit Israel zur fünft- oder sechstgrößten Nuklearmacht
zählt - genug Atombomben um den gesamten Nahen- und Mittleren Osten
zu zerstören. Diese Offenlegung verdanken wir Mordechai Vanunu, der in
der Plutoniumfabrik Dimona in der Negev Wüste, wie tausende anderer Arbeiter,
arbeitete. 1986 gab Mordechai Vanunu Fotografien aus dem inneren der
geheimen Atomwaffenfabrik an die britische Zeitung "The Sunday Times" weiter.
Dafür wurde er, "in einem illegalen Akt auf fremden Boden", vom israelischen
Geheimdienst aus Italien nach Israel verschleppt. In Israel wurde
Mordechai in einem Geheimprozess zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt, von
denen er allein 11 Jahre in Einzelhaft verbrachte. Er wurde im April letzten
Jahres, mit der offiziellen Auflage nicht mit der Presse sprechen und
für ein Jahr das Land nicht verlassen zu dürfen, entlassen und lebt seitdem
in Jerusalem. Mordechai,
der für seinen aufrichtigen Gang, bereits viele internationale Auszeichnungen
erhalten hat, glaubt an eine Zukunft ohne Gewalt und möchte auch
heute noch seine Überzeugungen frei artikulieren dürfen. Er gab bereits
mehrere Interviews an die ausländische Presse und im Oktober 2004 wurde
auf dem Europäischen Sozialforum in London eine Live- Schaltung mit ihm
organisiert. Wenn der israelische Geheimdienst ihm diesen April nicht in
die Quere kommt, möchte Mordechai im Mai zu den NVV (Nichtverbreitungsvertrag)
Verhandlungen zur Abschaffung von Atomwaffen bei der
UN nach New York. Daran anschließend möchte er für ca. zwei Wochen ab dem
27. Mai an einer Vortragsreise in der BRD teilnehmen, die von und mit Marion
Küpker aus der Gewaltfreien Aktion Atomwaffen Abschaffen organisiert wird.
Im Mittelpunkt der Vortragsreihe sollen die Möglichkeiten stehen, wie eine
atomwaffenfreie Zone im Nahen- und Mittleren Osten erreicht werden kann.
Wenn es die finanziellen Umstände zulassen, möchte Mordechai zudem an den
diesjährigen Gedenkfeierlichkeiten in Hiroshima und Nagasaki teilnehmen,
die zum 60. Mal stattfinden. Gruppen
gesucht Für
diese Rundreise suchen wir Gruppen, die vor Ort eine Veranstaltung mit Mordechai
organisieren möchten und dafür 600 Euro Honorar/Fahrtkosten und private
Unterkunft und Verpflegung aufbringen können. Honorare und Fahrtkosten
müssen davon für zwei Personen gedeckt werden. Es stellt sich zwar
erst ab Mitte April heraus, ob es Mordechai wirklich erlaubt sein wird Israel
zu verlassen, aber eine Vorbestellung eines Raumes kann dann noch rückgängig
gemacht bzw. verschoben werden und für die Mobilisierung ist trotzdem
genug Zeit. Mordechai wird auf jeden Fall zu einem ihm erlaubten späteren
Zeitpunkt die Rundreise durchführen. Atomwaffenpolitik
in Israel Der
israelische Wissenschaftler Prof. Uzi Even arbeitete bereits von Beginn an
von 1962-68 an dem Aufbau der Atomwaffenfabrik Dimona. In den 50er Jahren
gab es einen geheimen Deal über einen Atomreaktor mit Frankreich. Als
der damalige US Präsident J.F. Kennedy über Geheimdienstberichte von einem
israelischen Atomwaffenprogramm erfuhr, befürchtete er ein Wettrüsten im
Nahen- und Mittleren Osten und forderte Inspektionen. Im Mai 1961 fand eine
Inspektion statt, bei der die Inspekteure getäuscht wurden. Es wurde ein
falscher Kontrollraum gezeigt und die Eingänge der sechs darunter liegenden
Stockwerke wurden zugemauert und verputzt. Nach dem Mord an J.F. Kennedy
ließ der Druck auf Israel nach und 1969 gab es zwischen dem israelischen
und dem US-amerikanischen Präsidenten Nixon ein Abkommen, welches
bis heute gilt: Israel darf Atomwaffen besitzen sofern dieses nicht öffentlich
zugegeben wird. Der Fachbegriff hierfür heißt: "Nukleare Doppelgleisigkeit",
ein Luxus, den nur Israel genießt. Daher ist heute das Land
eine "Inspektionsfreie Zone". In Dimona wird das Plutonium hergestellt,
in Yodefat wird es montiert, in Zachariah und Eilabun wird es aufbewahrt
(bereit für die Tel Nof Militärbasis mit F-15 und/oder F-16 Kampfflugzeuge),
in Haifa sind drei Atom U-Boote stationiert und die Bio- und
Chemiewaffenlaboratorien befinden sich in Nes Ziyyona. Auch hat Israel keine
internationalen Verträge über Chemie- oder Biowaffen unterschrieben. Im
israelischen Parlament kam das nukleare Thema im Februar 2000 durch den Abgeordneten
Machoul zur Sprache, der nicht in Vanunu das Problem sieht, sondern
der Politik der israelischen Regierung. 40 Jahre alte Reaktoren werden
normalerweise abgeschaltet, doch Dimona untersteht direkt der Kontrolle
des Ministerpräsidenten und ist deshalb außer Reichweite für das Parlament
oder öffentliche Untersuchungen. Einige Abgeordnete verließen aus Protest
die Rede und Mahoul wurde daran gehindert sie zu beenden. In der westlichen
Hemisphäre gibt es keinen einzigen Staat, der sich darum scheren würde,
das Israel das atomare Wettrüsten im Nahen- und Mittleren Osten begonnen
hat und das einzige Land der Region ist, welches definitiv einsatzbereite
Atomwaffen besitzt und besessen hat. Bereits
1981 zerstörte die israelische Regierung in einem illegalen Luftangriff
einen noch nicht in Betrieb befindlichen irakischen Untersuchungsatomreaktor
um vorbeugend eine Plutoniumproduktion entgegenzuwirken.
Das US-Pentagon verweigert Informationen zu dem israelischen
nuklearen Themenbereich, obwohl Washington mit seinen jährlichen
3 Milliarden Dollar Geldzahlungen genug Druckmittel in der Hand hätte,
sofern gewollt, Israels nukleare Abrüstung zu erzwingen. Von wem in der
Region die tatsächliche Bedrohung ausgeht und wie das dortige Kräfteverhältnis
real aussieht wird an diesem Punkt deutlich. Weitere
Informationen sind über Marion Küpker, marion(et)motherearth.org, und das
GAAA Büro in Stuttgart erhältlich.Gewaltfreie Aktion Atomwaffen
Abschaffen (GAAA) Haußmannstr.
6 70188
Stuttgart Telfon
0711-2155112 Fax
0711-2155214 Email
info(et)gaaa.org
|
|
|
Arbeit
für den Frieden kostet Geld. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende. |