home

über uns

archiv

aktionen

newsletter

kontakt

Friedenszeitung Duisburg
Friedensforum Duisburg im Internet

Hinweis:
Diese Seiten sind optimiert für den Microsoft Internet Explorer. Mit Netscape kann es zu Unübersichtlichkeiten kommen.

*

Friedensforum Duisburg übernimmt keine Verantwortung
für die Inhalte der verlinkten Seiten.

Friedensforum Duisburg                                                       Duisburg, den 30. August 2007

Offener Brief
zu den Entscheidungen über Bundeswehreinsätze in Afghanistan

an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages

Hüseyin-Kenan Aydin, Sevim Dagdelen, Ulrike Flach, Dr. Peter Gauweiler, Bärbel Höhn,
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Winfried Nachtwei, Johannes Pflug, Anton Schaaf,
Andreas Schmidt, Petra Weis und Willy Wimmer,

außer vorstehenden Adressaten übermittelt

den Vorständen der Bundestagsfraktionen,

den Lokalredaktionen der in Duisburg und Mülheim erscheinenden Tageszeitungen und den Redaktionen von FR, ND, SZ und taz sowie Freitag, DER SPIEGEL, DIE ZEIT, Zeit-Fragen, FriedensForum, FriedensJournal und Komitee für Grundrechte und Demokratie

der Krieg in Afghanistan und die von Rotgrün unter dem Druck von Schröders Vertrauensfrage mit­beschlossene deutsche Beteiligung daran waren und sind schreckliches Unrecht. Am Hindukusch wird weder Deutschland noch sonst irgendetwas verteidigt. Die Taliban haben die USA weder angegriffen noch auch nur mit Angriff gedroht. Es ist ein imperialistisch motivierter völkerrechtswidriger Angriffskrieg. Dabei denkt „der Westen“ entgegen in den Medien etablierter Sprachregelung nicht entfernt daran, „Verantwortung für das Land“ zu übernehmen.

Der Krieg ist nicht nur rechtswidrig, sondern auch ohne jede Aussicht. Die ihn betreiben, stecken heillos im Sumpf. Die Lebensumstände der Bevölkerung sind auch nach fast fünf Jahren nicht verbessert. Das deutsche „ISAF“-Kontingent hat kaum Kontakt zu ihr, weil es sich fast ausschließlich um die eigene Sicherheit kümmert. Und es ist nicht zu sehen, inwiefern sich daran etwas ändern ließe.

Höchste Zeit umzukehren! Raus aus der Sackgasse! Das ist seit langem eindeutig Mehrheitsmeinung. Im Interesse breiter Akzeptanz des Prinzips Demokratie ist dringend zu wünschen, dass die Politik dem, was der Souverän will, endlich Rechnung trägt. Darum fordern wir den Deutschen Bundestag auf, Regierungsvorlagen abzulehnen, die auf Verlängerung der Afghanistan-Einsätze zielen, und sich im Sinne anliegender Argumentation des Komitees für Grundrechte und Demokratie dafür auszusprechen, dass die Bundesregierung die infolge Abzugs der Truppen freiwerdenden Gelder zusätzlich zur Finanzierung von Entwicklungsprojekten in Afghanistan bereitstellt. Und Dich/Sie persönlich bitten wir, bei den Fraktionsberatungen dafür einzutreten und im Plenum entsprechend abzustimmen.

Mit freundlichem Gruß

 

             (gez.) Inge Holzinger                                                    (gez.) Christian Uliczka

 

 

 

Arbeit für den Frieden kostet Geld. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende.
Spenden:
Inge Holzinger für Friedensforum Duisburg, Stadtsparkasse Duisburg, BLZ 350 500 00, Kto. 33 80 12 107