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[TOI-Billboard] Zeit der Eskalation - und was hinter den Kulissen vor sich geht
Datum:    10.10.03 18:31:19 (MEZ) - Mitteleurop. Sommerzeit
Von:         otherisr@actcom.co.il

Tel-Aviv, 10. Oktober 2003

   

->> P.S. zu "Zeit der Eskalation"

# Zeit der Eskalation

# Von Haifa nach Ramallah – Beschreibung einer Menschliches Schutzschild Operation

# Ungehorsam in der Armee

-- Ben Artzi Militärgerichtsprozess neigt sich dem Ende zu

-- Uri Ya'acobi auf Vortragsreise in Nordeuropa

-- Berater von KM Bronfman weigert sich Reservedienst in OT abzuleisten

-- Schriftsteller in Unterstützung des Briefes der Piloten (Ha'aretz)

# Kampagne Sichere Oliveernte

-- Aktion geplant für morgen, 11. Oktober

-- Zeitplan für Olivenernte wochentags von Rabbis for Human Rights

-- Internationale berichten über Verhaftung von Erntearbeitern

# Birzeit University völlig unzugänglich gemacht

# Frauen bauen Friedenstempel

# Ein Friedenskonvoi eines trauernden Vaters während der Tage des Zorns

 

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# Zeit der Eskalation

 

Letzten Samstag, der Selbstmordanschlag in Haifa. Jetzt sind sechs Tage vergangen – sechs Tage der Eskalation und nie enden wollende Rache.

 

Heutemorgen sind wir aufgewacht mit der Nachricht einer großangelegten Invasion der Armee in die Stadt Rafah an der ägyptischen Grenze - der größten solcher Aktionen in einer Gaza Streifenstadt seit dem Beginn der zweiten Intifada vor drei Jahren. Das erklärte Ziel der Armee ist es, die Tunnel, die von palästinensischen Schmugglern benutzt werden, zu entdecken und "ein für allemal" zu zerstören. (Mittlerweile sollte die Erfahrung den Armeebefehlshabern gelehrt haben, dass neue Tunnel genauso schnell gegraben werden wie die alten zerstört werden). Bislang hat die "Antischmuggleroperation" das Leben von sechs Palästinensern gekostet. In der Version der Armee waren alle "bewaffnete Terroristen"; palästinensische Quellen erwähnen unter den Toten ein achtjähriges Kind und ein weiteres, das zwölf Jahre alt war.

 

Die Rafahinvasion scheint der letzte eklatant Gebrauch von nackter Gewalt, in einer Woche, die mit der Bombardierung von syrischem Territorium durch die israelische Luftwaffe begann, zum ersten Mal seit dreißig Jahren, und fortgesetzt wurde mit solchen Maßnahmen wie die Wiederverschärfung des Verbots von palästinensischem Verkehr auf den West Bank Highways und der Schließung von Toren in der "Trennenden Mauer", die eigentlich palästinensischen Bauern beschränkten Zugang zu ihren Feldern geben sollten. PM Sharon scheint höchst frustriert darüber, dass ihm verwehrt bleibt, was er wirklich erreichen wollte - nämlich die Deportation oder Tötung des Palästinensischen Präsident Arafat, für den Sharons Hass die Ausmaße einer persönlichen Vendetta erreicht zu scheinen hat.

 

Die Wut des Premierministers manifestiert sich außerdem in Kämpfen der Demagogie, wobei er die Opposition der "Kollaboration mit dem Feind" beschuldigt. Rücksichtslose Maßnahmen wurden auch in innenpolitischen Beziehungen offensichtlich, wie z.B. die nackten offenen Drohungen, den Hafenarbeiterstreik zu brechen und die Macht der  israelischen Gewerkschaften im Allgemeinen zu zerschlagen, oder der massive Einsatz von Polizei um die obdachlosen Menschen zu vertreiben, die ein Protestzeltlager im wohlhabenden Norden von Tel-Aviv errichtet haben.

 

Sharon hat gute Gründe sich unsicher zu fühlen. Seitdem er nun drei Jahre an der Macht ist hat er klar versagt, eine Lösung zu schaffen - weder für den andauernden blutigen Konflikt mit den Palästinensern noch für die tiefe wirtschaftliche Rezession, die weitgehend aus diesem Konflikt entstanden ist. Hinzugefügt werden sollte die immer schärfer werdende polizeiliche Untersuchung über Korruptionsskandale, an die der PM und seine zwei Söhne einbezogen sind.

 

Eine wachsende Zahl von Presseartikeln sagen den drohenden Sturz Sharon voraus und beschreiben den sich entwickelnden Machtkampf zwischen seinen Möchtegernerben. Es kann nur gehofft werden, dass Sharon in seinen letzten Monaten nicht irreversiblen großangelegten Schaden verursacht.

 

In einer Woche von so vielen gemeinsamen Kriegshandlungen, die wirklich die Schlagzeilen der Weltmedien einnahmen, konzentriert sich dieses Billboard auf die Bemühungen von israelischen Friedensaktivisten um etwas Normalität zu schaffen und die Palästinenser bei der schwierigen Aufrechterhaltung ihres Alltagslebens zu unterstützen.

 

    ***

 

# Von Haifa nach Ramallah – Beschreibung einer Menschliches Schutzschild Operation

 

5. Oktober 2003

 

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Yom Kippur 2003 - Von Haifa nach Ramallah

Gush Shalom Aktivisten übernachten in Arafats Amtsitz.

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[Hier kommt eine Beschreibung von Adam Keller und Beate Zilversmidt von ihren Erfahrungen - von dem Schock nach dem Selbstmordanschlag von Haifa bis zur Übernachtung in Ramallah als Teil einer Gruppe, die ein menschliches Schutzschild für Arafat bildet.]

 

Gestern begann wie ein Routinesamstag, mit Nachrichtensendungen, die ihr Augenmerk auf den laufenden Streik in den Seehäfen Israels gerichtet waren, die Okkupation aufs Nebengleis geschoben.

 

Einige Wochen lang hatte es weder größere Ermordungen noch Selbstmordanschläge gegeben – obwohl Menschen auf beiden Seiten in "Routinezwischenfällen" getötete wurden. Und es schien, dass Sharon keine zu große Woge ausgelöst hat als er den siedlungsumschließenden Verlauf der "Separationsmauer" durchsetzte, noch durch die 600 Angebote für neue Siedlungsbebauungen. Die Bush Administration scheint das Interesse zu verlieren an der Vermittlung zwischen den Israelis und Palästinensern, wobei die Road Map bis nach den Novemberwahlen 2004 ins Regal gestellt worden ist.

 

Aber die Samstagssiesta wurde plötzlich erschüttert durch die Druckwellen des schrecklichen Ereignisses in Haifa. Notstandsbulletins unterbrachen die unterhaltsamen Radiosendungen, wobei die blutrünstigen Einzelheiten eines Selbstmordanschlages noch einmal wiedergegeben wurden. Dieser eine forderte das Leben von neunzehn Menschen, wobei ganze Familien ausgelöscht wurden als sie an den Restauranttischen saßen. "Maxim" war ein Platz, der gemeinsam von Juden und Arabern geführt - und besucht - wurde. Sechs der Getöteten waren palästinensische Israelis, so wie es auch viele der Verletzten waren. (Suchte die Täterin - eine 29-jährige Anwältin aus Dschenin, die nach Berichten Vergeltung suchte für einen toten Bruder und Cousin - absichtlich die Gelegenheit an dieser Oase der Koexistenz zuzuschlagen? Oder war "Maxim" zufällig ausgesucht worden, als einen passenden Ort, der mit Menschen bevölkert war?)

 

Etwa zwei Stunden danach sprach der ehrgeizige Gesundheitsminister Danny Naveh im Radio, wobei er die Regierung drängte, "diese Gelegenheit zu ergreifen, um Arafat loszuwerden." (Er versuchte noch nicht einmal vorzutäuschen, dass Arafat irgendetwas mit dem Bombenanschlag zu tun gehabt hätte, für den der Islamische Dschihad die Verantwortlichkeit übernommen hat.) Naves Beispiel folgte eine ganze Schar von ähnlichen Ankündigungen durch Minister, Knessetabgeordnete und Offiziellen, sowie von "nicht offiziellen Undichtigkeiten" von "gut platzierten Quellen" im Büro des Premierministers. Für uns bedeutete dies, dass wir den Schock und die Lethargie abschütteln müssen um in sehr kurzer Zeit eine Gruppe zu mobilisieren zum sofortigen Aufbruch nach Ramallah. Es ist keine leichte Sache, eine Person anzurufen - selbst wenn diese vorher sich gemeldet hatte, dass sie bereit sei, als menschliches Schutzschild zu fungieren - und zu sagen: "Es ist so weit. Sei in einer halben Stunde fertig."

 

Obwohl einige Leute im Feiertagswochenende waren und nicht zu Hause und einige andere kalte Füße bekommen haben, summierte sich doch die Zahl der Freiwilligen. Zusammen mit den Gush Shalomern kamen einige junge Anarchisten, die wenig für Arafat oder irgendeinen anderen Präsidenten übrig haben, aber überzeugt waren, sich gegen einen Zug zu stellen, der darauf abgerichtet ist, das palästinensische Volk als Ganzes zu zerschmettern. In der Zwischenzeit trommelte das ISM seine internationalen Freiwilligen zusammen, die in verschiedenen West Bank Städten und Dörfern verstreut waren. Insgesamt waren um 21:30 Uhr gut dreißig Aktivisten am schwach beleuchteten Treffpunkt außerhalb von Ramallah: Israelis aus Tel-Aviv und Jerusalem, Kalifornier, Kanadier, Briten, Dänen, und ein einzelner Isländer...

 

Wir machten ein paar Pläne für den eventuellen Fall, dass der Weg von der Armee abgesperrt sei, und wir nach Ramallah über Nebenstraßen gelangen müssten - ein etwas riskanter Schritt in der Dunkelheit - aber das Ereignis, an den Militärstraßensperren vorbeizukommen erwies sich als absurd einfach. Eine kurze Fahrt, und da waren wir - an den Toren des Präsidentenamtssitzes, dessen arabischer Name "Muqata'a" Hebräisch sprechenden Menschen wohlbekannt geworden ist.

 

Zwischen den Ruinen von Gebäuden, die in vorangegangenen Überfällen von der israelischen Armee zerstört worden waren, lagen eine ganze Reihe von internationalen Journalisten mit TV-Kameras auf der Lauer, die sich sofort auf Uri Avnery und andere Englisch Sprechende in der Delegation stürzten. Nur ein paar Minuten nachdem wir uns an Soldaten vorbeigeschlichen hatten waren wir inmitten einer spontanen Pressekonferenz.

 

"Wir sind hier als menschliche Schutzschilde um Präsident Arafat zu schützen," wurde Uri Avnery später in Ha'aretz zitiert. "Wir werden hier bleiben für den Fall, dass Sharon eine Aktion durchführt." Und in der Jerusalem Post wurde er zitiert, als er sagte:  [wir sind hier] "zuerst und aller erst um Israel vor der Katastrophe zu bewahren, die eintreten würde, sollte Arafat ins Exil verbannt werden, oder gar getötet. (...) Sollte  Sharon beschließen Arafat zu töten, wäre dies eine noch nie da gewesene historische Katastrophe für das Volk von Israel."

 

Unmittelbar nach den Journalisten wurden wir herzlich von palästinensischen Vertretern und Aktivisten willkommen geheißen. Eine wahre Menge an Getränken und Essen wurde hereingebracht, und da die meisten von uns auf das Abendessen verzichtet hatten, langten wir beim Fladenbrot und Humus zu. Dann wurden wir in den Konferenzraum geführt, der in einen improvisierten Schlafsaal umgewandelt worden war - ein großer Raum mit völlig neue Ausstattung, die diejenige ersetzte, die von der israelischen Armee im September letzten Jahres zerstört worden war.

 

Und dann war da die lange Nacht, die es zu überstehen galt, mit den Versuchen Sharons Absichten aus den mehrdeutigen Berichten zu erkennen, die auf einem krächzenden kleinen Transistorradio verfolgt wurden, und den Ohren offen für jedes alarmierende Geräusch von draußen. Einige der Israelis und Internationalen schlossen sich den wachhabenden Palästinenser an und saßen da und redeten und tauschten beinahe die ganze Nacht Meinungen und Anekdoten aus.

 

Der nächste Morgen nach einer glücklicherweise ereignislosen Nacht brachte uns Verstärkung. Der Meretz Aktivist Latif Dori kam aus Tel-Aviv, und auch eine Gruppe Italiener, die bald ein Partisanenlied anstimmten. (Im israelischen Radionachrichtenmagazin beschwerte sich der Likud Knessetabgeordnete Ehud Yatom: "Ich blieb die ganze Nacht wach und verfolgte die Nachrichten mit der Erwartung von der Vertreibung Arafats zu hören. Ich bin schrecklich enttäuscht, dass es nicht geschehen ist. Und diese Linken, die Arafat ein Schutzschild gewähren, das ist schrecklich, ein schrecklicher Riss in der israelischen Gesellschaft.")

 

Weitere Palästinenser - nicht aus dem Personal des Regierungsgebäudes - fanden sich in der Muqata'a ein. Ruwaida, die Besitzerin einer Boutique in Ramallah, kam extra um den Israelis ihr eigenes Gedicht in hebräischer Übersetzung zu geben, ein herzergreifender Appell einer palästinensischen Mutter an eine israelische Mutter. "Ich gebe dies immer den Soldaten an den Checkpoints; diese Jungens begrüßen mich mit 'Mutti'."

 

Am Nachmittag gab es ein Treffen mit Präsident Arafat und dem designierten Premierminister Ahmed Qurei, dem sich eine gut besuchte gemeinsame Pressekonferenz anschloss. Beide Palästinensische Führer verurteilten scharf den Selbstmordanschlag als ein Verbrechen, das auch gegen das palästinensische Volk gerichtet ist. Latif Dori betonte, dass er gekommen sei, um zu zeigen, dass nicht alle Israelis von der Demagogie eines Menschen, der es ablehnt Frieden zu machen und stattdessen Siedlungen baut, eingenommen seien. Uri Avnery prangerte das Verbrechen in Haifa an: "Wer auch immer dies junge Frau geschickt hat um 19 unschuldige Menschen zu töten, muss gewollt haben, dass die ganze Region in Brand gesetzt wird – indem er Sharon einen Vorwand liefert auf Arafat zu zielen." ISM Koordinator Huwaida Arraf erklärte, dass die Internationalen das Gefühl haben, dass sie dort waren statt der UN Friedenskräfte, die schon längst hätten entsandt werden sollen um das palästinensische Volk zu schützen.

 

Die israelischen und internationalen menschlichen Schutzschilde beschlossen, im Amtssitz über Yom Kippur zu bleiben, zu einem Zeitpunkt, wo eine kompletter israelischer Medienblackout herrscht, der in der Vergangenheit mehr als einmal die Gelegenheit für unangenehme Überraschungen war.

 

P.S.: Gush Shalom veröffentlichte die folgende Anzeige in Ha'aretz, 10. September

 

                DANK AN ALLE!

 

Dank an alle, den Frauen und den Männern, den jungen und den alten, den Israelis und den Internationalen aus vielen Ländern - all den Freiwilligen, die große persönliche Risiken auf sich nahmen um ein irreversibles Desaster für den Staat von Israel zu verhindern.

 

Alle blieben während Yom Kippur und den Tagen vorher und nachher im Amtssitz des Präsidenten in Ramallah um mit ihren Körpern jeglichen Angriffsversuch auf das Leben von Yassir Arafat zu blockieren - eine Tat, welche die Chance auf Frieden für Generationen zerstören würde und ein Blutvergießen von einem Ausmaß, das wir noch nicht gesehen haben, verursachen würde.

 

Gush Shalom

 

Helft uns mit Spenden an

P.O.Box 3322, Tel-Aviv 61033,

Telefon 972-3-5221732.

 

Um unsere Alarmmeldungen & Berichte zu erhalten schreibt an:

info@gush-shalom.org

http://www.gush-shalom.org/ [Hebräisch]

http://www.gush-shalom.org/english/index.html [Englisch]

          ***

 

# Ungehorsam in der Armee

                          **

-- Berater von KM Bronfman weigert sich Reservedienst in OT abzuleisten

 

Refusenik Sanitäter erhält 28 Tage in Militärgefängnis

 

Von Lily Galili

http://www.haaretz.com/hasen/spages/347491.html

 

    **

 

-- Schriftsteller in Unterstützung des Briefes der Piloten (Ha'aretz)

 

Eingesperrte Wut

 

Als Folge auf die Veröffentlichung des Briefes der Piloten gegen die Teilnahme an Missionen in den Territorien, einige der Topschriftsteller der Nation haben sich der Auseinandersetzung angeschlossen.

Von Sara Leibovich-Dar

 

vollständiger Text bei:

http://www.haaretz.com/hasen/spages/348311.html

 

    ***    

 

# Kampagne Sichere Oliveernte

 

-- Aktion geplant für morgen, 11. Oktober

-- Zeitplan für Olivenernte wochentags von Rabbis for Human Rights

-- Internationale berichten über Verhaftung von Erntearbeitern

 

-- Aktion geplant für morgen, 11. Oktober

------- Forwarded message follows -------

From:               Yacov Manor <odsh7@zahav.net.il>

 

Olivenernte 2003

Zeit: Samstag, den 11.10.03

Ort: Chirbet Yannun, Sumeria

 

Treffpunkte:

Jerusalem, the Bell-Garden Parkplatz, und Binianei-Haumma,

Zeit 07:30 Uhr (private Autos und Minibus)

 

Tel Aviv, Arlozorov Zugbahnhof, El-Al Terminal,

Zeit: 08:00 Uhr (private Autos und Minibus)

 

Punkt für das Zusammentreffen:

Kafar Quasem, Tankstelle am Stadteingang,

 

Zeit: 08:30 Uhr

 

Erforderliche Ausrüstung: Arbeitskleidung und Schuhe, Hut, Wasser, Lunchpaket, Ausweis, Kameras

 

Allgemeiner Hintergrund:

Seit Jahren hatten die IDF die Bedürfnisse der palästinensischen Bauern nach einer sicheren Ernte ihrer Oliven ignoriert. Siedler aus einer Anzahl von Siedlungen hatten auf einer konstanten Grundlage die Bauern und die Dorfbewohner in ihrer Nachbarschaft immer wieder schikaniert.

Dieses Jahr war ein neues Problem hinzugekommen in Form der Apartheid Mauer; der Zugang zu den landwirtschaftlichen Flächen durch die vorgesehenen Tore ist problematisch und beinhaltet Schwierigkeiten wie z.B. unregelmäßige Öffnungszeiten, Erwerb von Passierscheinen, und oft hängt die Öffnung der the Passage selbst von der launenhaften Stimmung der diensthabenden Militäreinheit ab.

In diesem Jahr sind Bemühungen mit der Zivilverwaltung gemacht worden, um die Erntezeiten in den Dörfern zu koordinieren und die Passage durch die Zauntore sicherzustellen. Aus unserer bisherigen Erfahrung mit der Situation haben wir keine Zweifel, dass unsere Präsenz und Teilnahme bei der Ernte lebensnotwendig ist.

 

Chirbeit Yannun

Dies ist ein winziges Dorf in Sumeria, in der Nachbarschaft zur Itamar Siedlung und angrenzend an die Givot-Olam Ranch von Avri Ran.

Im vergangenen Jahr waren die meisten der Dorfbewohner als Folge der gewaltsamen Belästigung durch die Siedler der Ranch gezwungen, das Dorf zu verlassen und in die nahegelegene Stadt von Akrabe zu ziehen.

Als Folge der Intervention von Ta'ayush, der “Arabisch-Jüdischen Partnerschaft”, die eine kontinuierliche Präsenz in dem Dorf eingerichtet hat, war die Mehrheit der Dorfbewohner in ihre Häuser zurückgekehrt. Wegen der einzigartigen to Situation von Yannun und unserer ständigen Verpflichtung für das Dorf haben wir beschlossen, mit dem Ernteprojekt dort zu beginnen.

 

Verhaltensprinzipien

Wir werden zu einen Ort kommen, mit dem wir alle gut bekannt sind, Sicherheitsvereinbarungen sind mit dem Bürgermeister von Akrabe und dem Dorfältesten von Yannun getroffen worden. Wir sind dabei, uns an den Militärkoordinator zu wenden um unseren Besuch im Dorf zu ermöglichen.

Wir könnten jedoch mit zwei Problemen konfrontiert werden: a. das Militär wird unseren Zugang verhindern unter dem Vorwand einer “gesperrten Militärzone”, b. dass wir vielleicht mit einem Besuch durch die Siedler beglückt werden.

In beiden Fällen werden die Teilnehmer gebeten, Konfrontationen jeglicher Art zu vermeiden, verbal oder anders. Das Verhandlungsteam, ausgewählt durch die Organisatoren, wird alle Faktoren vor Ort verknüpfen, und ein zusätzliches Team wird mit anderen Faktoren "daheim", wie z.B. Knessetabgeordnete, Anwälte, Presse und Polizei- oder Armeevertretern umgehen.

Es ist höchst wahrscheinlich, dass wir zwischen mehreren Olivenfeldern verstreut werden, und daher wird jede Gruppe ihren eigenen Verantwortlichen und Sprecher haben.

Es ist unbedingt wichtig, den Anweisungen der Organisatoren zu folgen und nicht die festgelegten Erntezonen zu verlassen. Anweisungen bezüglich der Zuteilung zu den Erntegruppen werden vor Ort gegeben.

 

Kontakte:

David Nir - 052-991379

Ehud Krinis 058-893959

Yaakov Mannor 050-733276

 

Private Autobesitzer werden gebeten, zu den Treffpunkten zu kommen.

Die Teilnehmer werden gebeten, sich im Voraus zu informieren bei: 09-7670801 050-73376 052-991379 oder bei odsh7@zahav.net.il einschließlich der Transportbedingungen

 

                                 **       

 

-- Zeitplan für Olivenernte wochentags von Rabbis for Human Rights

------- Forwarded message follows -------

From:               "Rabbis for Human Rights" <info@rhr.israel.net>

Date sent:          Thu, 9 Oct 2003 15:32:42 +0200

 

Ich werde etwas später einen Bericht schicken über die gestrige Aktivität in Jayous.

In der Zwischenzeit sind wir hoffnungsvoll, dass die Sicherheitskräfte den Beginn der Olivenernte erlauben werden wie geplant morgen (Freitag) in Jemain (angrenzend an Tapuach, dies war ein größerer Brennpunkt unserer Arbeit im letzten Jahr.)

Der Plan ist, dass wir Jerusalem um 5:00 Uhr und den Rosh HaAyin Bahnhof um 6:15 Uhr verlassen werden. Wir werden nach Jerusalem gegen 14:30 Uhr zurückkehren. Während Sukkot (Laubhüttenfest) werden wir Ernteaktivitäten am Mittwoch, Donnerstag und jedem anderen Tag haben, für den wir eine Gruppe haben.

Bitte bestellt einen Platz unter 02-5637731 oder 050-607034

 

Khag Sameakh,

Arik

 

Rabbi Arik W. Ascherman

Leitender Direktor

Rabbis For Human Rights

Tel: 972 2 563-7731

Fax: 972 2 566-2815

Handy: 972 50 607034

 

    **

 

-- Internationale berichten über Verhaftung von Erntearbeitern

---------forwarded message follows--------

From:               "International Solidarity Movement" <info@palsolidarity.org>

Date sent:          Thu, 9 Oct 2003 00:03:28 +0200

 

INTERNATIONAL SOLIDARITY MOVEMENT

8. Oktober 2003

Zur sofortigen Veröffentlichung

 

BAUERN / INTERNATIONALE VERHAFTET WEGEN ERNTENS

 

[JAYYOUS, Kalkiliya] Zwei palästinensische Bauern und zwei schwedische Friedensaktivisten wurden Heutenachmittag von israelischen Soldaten bei einer Schikanekampagne gegenüber Bauern, die auf ihrem Recht bestanden, ihr Land zu betreten, verhaftet.

 

Nachdem israelische Soldaten angekündigt hatten, dass sie wieder, den vierten Tag hintereinander, den Bauern den Zutritt auf ihr Land nicht erlauben würden, sind Dutzende von Palästinensern im Verein mit 40 internationalen und israelischen Friedensaktivisten, durch das Tor gedrungen, das die Menschen von Jayyous von ihrem Ackerland trennt, und strömten in die Olivenhaine zur Ernte. Als sie aus ihren Feldern kamen wurde jeder Bauer angehalten, seine/ihre Identitätskarte wurde von den schwer bewaffneten Soldaten eingezogen und die Bauern gezwungen zu warten. Einer der Bauern, Imad Abdelkader Khalid, der versuchte den Soldaten zu eerklären, dass er dringend zu Hause benötigt werde, wurde verbal und körperlich von einem Soldaten misshandelt, der, nachdem er sein M16 Gewehr über Imads Kopf abgefeuert hatte, ihn auf die Kniee zwang, ihn fesselte und die Augen verband.

 

Einem Dutzend der Friedensaktivisten, welche die Situation von der anderen Seite des Zaunes beobachteten, da sie nicht durchgelassen wurden, wurden allen mit Verhaftung gedroht und weiterer Internierung der Palästinenser, wenn sie sich nicht entfernen würden. Die Soldaten gaben den Internationalen 10 Sekunden Zeit, sich zurückzuziehen, aber als sie begannen zurückzugehen, strömten die Soldaten durch das Tor und ergriffen Marthen Gunnarsson und Rickard Wickman, beides schwedische Staatsbürger und Freiwillige beim International Solidarity Movement. Die zwei Friedensaktivisten wurden gefesselt, die Augen verbunden und in einen Militärjeep geworfen.

 

Als die Soldaten entschieden, dass die Bauern alle nach Hause gehen könnten, weigerten sich die Bauern ohne Imad zu gehen und setzten sich auf den Boden. Zwei Soldaten ergriffen Samih Samha, einen Bauern vom Ort und ISM Friedensaktivist, und drei Soldaten gingen auf Majdi Naji zu, einem 18 Jahre alten Bauern, der den Tag bei der Ernte mit seiner Mutter verbracht hatte. ISMerin Huwaida Arraf, die zusammen mit den Bauern saß, griff nach Majdi um zu versuchen ihn zu schützen und zu verhindern, dass er mitgenommen würde, und beide Huwaida und Majdi wurden über den Boden geschleift bevor es ihr gelang, ihn völlig abzudecken. Majdi kam sicher davon und Huwaida wurde von drei Soldaten geschleppt und auf die andere Seite des Tores geworfen. Die Soldaten begannen dann die Internationalen, die aus einer Gruppe von Männern und Frauen jeglichen Alter, einschließlich einer Zahl von älteren Menschenrechtskämpfern, bestanden, mit Tränengas zu bekämpfen; die Soldaten lachten als sie 5 Tränengaspatronen über der Gruppe, die versuchte die sichere Rückkehr der Bauern von ihrem Land abzusichern, abfeuerten. Ein Jeep voll mit New York Times Journalisten wurde ebenfalls mit Verhaftung durch die israelischen Soldaten bedroht falls sie das Gebiet nicht verlassen würden.

 

Zu der Zeit, wo dies geschrieben wird, 7 Stunden später sind Samih, Morton, Rickard, und Imad  freigelassen worden. Aber wir brauchen immer noch eure Hilfe!

 

Das israelische Militär hat heute eine Verfügung erlassen, dass den Bauern von Jayyous es in den nächsten 10 Tagen nicht ermöglicht sein wird, zu passieren um zu ihren Ländereien zu gehen – komplette Abriegelung. Natürlich ist dies völlig willkürlich und kann sich ändern oder verlängert werden, je nachdem wie es der israelischen Besatzung passt. Ist dies das, was Präsident Bush meinte, als er sagte, dass Palästinenser nicht unter dieser Mauer leiden sollten? Bitte schreibt an eure gewählten Abgeordneten!

 

Bitte bombardiert auch das Israeli District Coordinating Office (DCO) in der Kalkilya Region (verantwortlich für den Öffnungsplan der Tore für die Bauern) mit Telefonanrufen, wo ihr gegen diese Behandlung von palästinensischen Bauern protestiert. Lasst sie wissen, dass ihr verfolgt, was sie tun und leisten, um dieses brutale System von Apartheid und Menschenrechtsverletzungen bloßzustellen:

 

DCO: +972 9 775 9217/8

 

Israelisches Verteidigungsministerium:

Fax: +972-3-696-27-57 / +972-3-691-69-40

 

Für weitere Informationen:

Huwaida: +972-67-473-308

Laura: +972-58-628-014

(Schwedisch) Morton: +972-67-972-316

 

*Bilder erhältlich unter www.palsolidarity.org; wir hoffen, dass wir bald auf der Site Video ermöglichen können.

 

    ***

 

# Birzeit University völlig unzugänglich gemacht

------- Forwarded message follows -------

Date sent:          Fri, 10 Oct 2003 11:14:57 +0200 (IST)

From:               Jacob Katriel <jkatriel@techunix.technion.ac.il>

 

Ich leite den [Link für die] Pressemitteilung der Unterzeichner der Petition aus dem letzten Jahr in Sachen der Birzeit University weiter, mit der Entschuldigung bei mehrfachen Posterhalt.

 

Jacob

 

http://www.birzeit.edu/news/2003/newsalert.html

 

    ***

 

# Frauen bauen Friedenstempel

 

------- Forwarded message follows -------

Date sent:        Tue, 30 Sep 2003 16:16:41 +0200

From:               Bat Shalom <batshalo@netvision.net.il>

Subject:            BAT SHALOM SUCCAH october 15-16

 

Einladung zum Bat Shalom Tabernakel

Megiddo Ausfahrt, 15.-16. Oktober 2003

 

Legitimiert die Staatsanghörigkeit in einem demokratischen Land

 

Mahnwache gegen Okkupation, Rassismus und die nationale Wirtschaftspolitik

Täglich von 16:00-17:00 Uhr

 

Mittwoch, 15.10

17:00-19:30 PM – Konsequenzen aus der Orr Kommission über die Staatsangehörigkeit von Palästinensern in Israel.

 

Podium:  Neta Ziv:  Fakultät in der Juraabteilung an der Universität von Tel-Aviv

               Arabia Mansor:  Gruppenfacilitator

               Molly Malekar: "Bat Shalom" Direktorin

               Jafar Farach: Direktorin "Masawa Center"

 

Donnerstag, 16.10

10:00 Uhr – 12:00 Uhr: Gleiche Staatsbürgerschaft: Frauen und die Zerstörung der Wohlfahrt in Israel - Treffen und Gespräch mit alleinerziehenden Müttern.

Marsela Adrai: Ein einziger reisender Protestkern gegen den wirtschaftlichen Terror

    Orna Zaken: "Achoti"

    Karman Abu Tabaa: "Yadid" Nazereth

 

17:00-19:30 Uhr: Zwischen Souveränität auf nationaler Grundlage und Demokratie:

"Staatsbürgerschaftsgesetz" und das Recht auf Rückkehr.

    Eröffnungsvortrag: Debby Lerman - Bat Shalom

    kleine Gruppendiskussionen unter Betreuung ermöglicht durch:

    Sahira Shalbi und Sari Aharoni

    Tamara Traubmann und Nisrin Mazawi

    Rada Murcos und Sonia Zarachi

 

Kurztouren zur "Separationsmauer" in der Gegend von Salam werden täglich stattfinden zwischen 13:30 - 15:30 Uhr

 

Für Fahrtmöglichkeiten und weitere Informationen: 04-6407011, 054-557767, 053-966281

            ***

# Ein Friedenskonvoi eines trauernden Vaters während der Tage des Zorns siehe den Artikel von Uri Ash

http://www.haaretzdaily.com/hasen/spages/345224.html

 

--

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àðçðå ùåìçéí ä"áéìáåøã" ø÷ áàðâìéú

ìøùéîä áéðìàåîéú. àáì éù ìê äàåôöéä

ìá÷ù - îäùåìç äàåøéâéðìé - àú äè÷ñè áòáøéú

 

        The Other Israel, das Magazin der Friedensbewegung

        pob 2542, Holon 58125, Israel; ph/fx: +972-3-5565804;

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