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Die heutige Tötung einer 34 Jahre alten Israelin und ihrer 4 Töchter ist in der Tat tragisch. Jeder Tod ist tragisch. Aber der Tod einer Israelin und ihrer Kinder muss im Kontext gesehen werden mit dem palästinensischen Kind, das gestern getötet worden ist, mit der palästinensischen Mutter von 10 Kindern, die in der vergangenen Woche getötet worden ist.
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Dorothy Naor <dor_naor@netvision.net.il> Date
sent: Sun, 02 May
2004 23:37:10 +0200 Ihr
Lieben alle, Die heutige Tötung einer 34 Jahre alten Israelin und ihrer 4 Töchter ist in der Tat tragisch. In den englischsprachigen Zeitungen, in denen ich nachgeschaut habe, wir davon ausführlich berichtet -- in den USA durch die NY Times, die Washington Post, den SF Chronicle, die Chicago Tribune, den Herald Tribune; in England durch den Independent und den Guardian; in Australien durch den Sidney Morning Herald (3. Mai); und in Toronto durch den Globe und die Mail. Im Gegensatz dazu berichtet von den oben genannten Zeitungen nur die New York Times über die gestrige Tötung eines 8 Jahre alten palästinensischen Jungen durch die IOF. Nach diesem Vorwort folgen die heutigen Ha'aretz Berichte über beide Ereignisse. Jeder Tod ist tragisch. Aber der Tod einer Israelin und ihrer Kinder muss im Kontext gesehen werden mit dem palästinensischen Kind, das gestern getötet worden ist, mit der palästinensischen Mutter von 10 Kindern, die in der vergangenen Woche getötet worden ist, und mit den Statistiken, die ich vor ein paar Tagen angeführt habe: d.h., der Monat April sah 59 getötete und 345 verwundete Palästinenser. Von den 59 Getöteten wurden dabei 45 innerhalb von 2 aufeinanderfolgenden Wochen zwischen dem 16.-29. April getötet, was die Tötung von Dr. Rantisi (17. April) mit einschließt. Heuteabend fügte Israel 4 weitere zu der wachsenden Gesamtsumme von Palästinensern für den Mai (der gerade erst begonnen hat) hinzu durch ihre Exekution in Nablus in dem Auto, in dem sie unterwegs waren. Die IOF waren heuteabend auch damit beschäftigt, Gebäude im Gaza Streifen zu zerstören und eine Rakete abzufeuern in das oberste Geschoss eines 15-stöckigen Gebäudes. Über all dieses darf man nicht vergessen, dass, während die meisten Israelis ihrem Alltag und ihren täglichen Pflichten und Vergnügungen (einschließlich der Runde der Letzten Vier im Basketballturnier) nachgehen, tun dies die Palästinenser nicht. Sie leiden unter den ständigen Schikanen der IOF und der Siedler; aber die meisten dieser Vorfälle schaffen es nicht, in die Medien zu gelangen. Der
Weg zur Beendigung der Gewalt liegt nicht darin, sie zu eskalieren, sondern
darin, zu versuchen Differenzen über den Weg von Dialogen und Verhandlungen zu
lösen statt der Anwendung von Gewalt. Dies jedoch erfordert Führer, die sich
mehr um Menschenleben kümmern als um Land. Leider trifft dieses Kriterium für
die meisten israelischen Regierungen, und insbesonders auf die gegenwärtige,
nicht zu. Und da Gewalt Gewalt verursacht, können wir mit einer israelischen
Eskalation rechnen, welche die ähnliche palästinensische Antwort mit sich
bringt. Mit
traurigen Grüßen, Dorothy New
Profile Ha'aretz,
Sonntag, 2. Mai 2004 Palästinenser:
IDF tötet 8-jährigen Jungen in Gaza http://www.haaretz.com/hasen/spages/422395.html Hebräisch: http://www.haaretz.co.il/hasite/pages/ShArtPE.jhtml?itemNo=422586 Von
Arnon Regular und Ha'aretz Mitarbeitern
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