|
|
Es wurde einfach als selbstverständlich angesehen, dass die Armeeeinheit den Traktor ohne ersichtlichen Grund wegnehmen konnte und dass der Offizier der Siedlersicherheitsdienstes sich an die Soldaten wenden und eine private Unterhaltung führen konnte, während wir, ganz zu schweigen von den Palästinensern, Abstand zu halten hatten. [4] -------
Forwarded message follows ------- From:
"Rabbis for Human Rights" <info@rhr.israel.net> To:
<info@rhr.israel.net> Subject:
Harvest Report/killing in Harres Date
sent: Mon, 3 May
2004 00:24:51 +0200 [Für
Hebräisch nachfragen bei <info@rhr.israel.net>] Liebe
Mitglieder und Freunde, Am
Freitag organisierten RHR und Ta'ayush etwa 30 Aktivisten um bei der Weizen- und
Roggenernte in den Süd-Hebron Hügeln zu helfen. Wir ernteten gemeinsam mit den
Einwohnern von Gaoweis, die vor drei Monaten vor dem Verlassen ihrer Häuser
eingeschüchtert worden waren als ein neuer Außenposten, “Khavat Itamar,”
neben ihren Wohnungen eingerichtet wurde. Bislang wurden sie verjagt, wenn sie
versuchten zu ernten. In der vergangenen Woche haben sie sich mit der
Zivilverhaltung koordiniert. Nichtsdestoweniger kam eine Einheit der
Sicherheitskräfte vorbei und verhaftete einen älteren Mann. Der Offizier der
Zivilverwaltung kam und der Mann wurde freigelassen, aber die Erntearbeiten
waren noch nicht abgeschlossen. Wir halfen auch Einwohnern des palästinensischen
Susya und einer Familie aus Yatta, deren Traktor vor ein paar Tagen konfisziert
worden war als sie versucht hatten zu ernten. Der Grund für die Konfiskation
bleibt immer noch ein Geheimnis. Die Felder waren nicht in der Nähe von
irgendeiner Siedlung oder einem Außenposten. Sie lagen auch weit weg von dem
militärischen Außenposten, der den Traktor konfiszierte. Als wir ankamen,
fragten die Soldaten nach, ob es erlaubt sei zu ernten. Trotz der Ankunft eines
Vertreters der Siedlersicherheit gaben uns die Soldaten die Erlaubnis, so lange
sie uns sehen konnten (zu unserem Schutz). Der Kommandeur sagte ebenfalls, dass
die Familie den Traktor zurückerhalten würde. Jedoch, als wir die Ernte
beendeten, stellte sich heraus, dass alle, die eine Vollmacht zur Freigabe des
Traktors hatten, bereits ins Wochenende gegangen waren und dass, trotz der
Tatsache, dass das geerntete Getreide auf dem Feld bleiben müsste, der Traktor
erst am Sonntag zurück gegeben würde. Heute (Sonntag) haben wir
Koordinationsgespräche mit der Zivilverwaltung geführt, damit die Familie den
Traktor um 12:00 Uhr abholen könne. Als der Vertreter der Familie erschien,
teilte man uns mit, dass er den Traktor erst “in einem Monat” erhalten könne.
Selbst der Angestellte der C.A. war schockiert und der Vertreter der Familie
wartete stundenlang in der Sonne als er versuchte, den verantwortlichen Offizier
aus Konferenzen zu erwischen, um herauszufinden, warum dies so geschehen sollte.
Schließlich versprach er die Familie persönlich zu begleiten um den Traktor
morgen zu bekommen. Wir werden abwarten und sehen. Auf dem Weg zurück zu den anderen hielten wir an, um die Linsenfelder eines Mannes zu dokumentieren, der sagte, dass Horden aus der Siedlung Susya sie zerstört haben. Wir machten uns für unsere Abfahrt fertig als zwei Siedler sich einem Ta'ayush Aktivisten näherten, der dabei war, Informationen über Khavat Itamar aufzuzeichnen. Sie zerbrachen seinen Stift, schubsten ihn und versuchten, sein Werkzeug zum Eintragen von geographischen Daten wegzunehmen. Es dauerte eine halbe Stunde bis die Polizei erschien (Sie kommen nahezu sofort, wenn Siedler sie anfordern). In der Zwischenzeit stellte sich der zweite Siedler in den Weg eines zweiten Aktivisten, der in Richtung der Khava ging und, nachdem der Aktivist erfolglos versucht hatte, an ihm vorbeizugehen, um eine Konfrontation zu vermeiden, folgte ein Herumschubsen. Zu diesem Zeitpunkt erschien die Polizei und natürlich rannte der Siedler los und beschwerte sich zuerst. Der Ta'ayush Aktivist wurde festgenommen und der Siedler, der die Beschwerde vorgebracht hatte, musste ebenfalls zur Polizeistation. Obwohl wir ursprünglich die Polizei gerufen hatten, wurde der Siedler, der den Vorfall initiiert hatte, zurückgelassen um nach eigenen Ermessen vorbeizukommen, weil “jemand den Außenposten bewachen musste.” Wie viele Aspekte der Okkupation wurden am Freitag für selbstverständlich betrachtet? Es wurde einfach als selbstverständlich angesehen, dass die Armeeeinheit den Traktor ohne ersichtlichen Grund wegnehmen konnte und dass der Offizier der Siedlersicherheitsdienstes sich an die Soldaten wenden und eine private Unterhaltung führen konnte, während wir, ganz zu schweigen von den Palästinensern, Abstand zu halten hatten. Obwohl Khavat Itamar illegal ist selbst nach den Vorstellungen der gegenwärtigen Regierung (und selbst wenn sie “legal” wäre, wäre dies eine Verletzung der Road Map und all der erklärten Verpflichtungen der Regierung.), war es für die Armee und die Polizei klar, dass jemand dort dableiben musste, um sie zu beschützen. Tatsache ist, dass nach meinem Rechtsverständnis die rechtmäßigen Grundstückseigentümer das Recht haben, ihr Land, das unberechtigt besetzt worden ist, zu betreten und sich selbst von dem zu bedienen, was auf ihrem Land gewachsen ist. Jedoch hat die Okkupation ihre eigenen Regeln, und die Sicherheitskräfte werden immer den Weg des geringsten Widerstandes wählen. Bis zu dem Zeitpunkt, dass ein Preis für ihre Aktionen zu bezahlen ist (Würden israelische Aktivisten jedes Mal auftauchen, wenn ein neuer Außenposten auf palästinensischem Land im Begriffe ist, aufgebaut zu werden, um gewaltfrei die Errichtung des Außenpostens zu verhindern, die Produkte zugunsten der rechtmäßigen Eigentümer zu ernten, usw., würde vielleicht die potentiell explosive Situation die Sicherheitskräfte überzeugen, dass es in ihrem Interesse ist, nicht zuzulassen, dass die Außenposten errichtet werden.) werden die Sicherheitskräfte weiterhin die Errichtung von Außenposten ignorieren. Weiter
unten findet ihr die Schilderung des Beschusses des Dorfes von Harres durch die
Sicherheitskräfte, wobei der Neffe unseres Freundes Noaf Suf getötet wurde.
Noaf sagte zu mir heute, “Was können wir machen? Dies ist unser Leben.” Möge
sein Gedenken ein Segen sein. Heutemorgen
verhandelte das Hohe Gericht die Abschlussargumente bezüglich des Verlaufs der
Barriere nordwestlich von Jerusalem. Rechtsanwalt Muhammed Dahle, jüdische
Nachbarn und der Rat für Frieden und Sicherheit kamen mit dreidimensionalen
topographischen Modellen. Die Richter drückten weiterhin ihre Frustration gegenüber
der Vorstellung aus, dass die verschiedenen Generäle sich nicht einigen
konnten, und dass das Gericht sich gezwungen sieht, sich mit
Verteidigungsangelegenheiten zu befassen. Der Beschluss wird zu einem noch nicht
bekannten Termin bekannt gegeben. Ich
ging nach dem Gerichtstermin nach Biddu um einige Dokumente zu sammeln, die im
Zusammenhang stehen mit der Benutzung des 12 Jahre alten Jungen und mir als
menschliche Schutzschilder vor zwei Wochen. Sowohl die örtliche Klinik als auch
das Gemeindeverwaltungsgebäude sind mit Bildern von Menschen bedeckt, die von
den Sicherheitskräften geschlagen werden, und den daraus resultierenden
Verletzungen. Der Kontrast zwischen den Aktionen der Sicherheitskräfte in Biddu
und, zum Beispiel, Budrus, ist auffällig. In Budrus waren die Sicherheitskräfte
nicht gewillt zu schlagen, zu schießen und zu töten. In Biddu stieß selbst
der kürzliche Frauenmarsch auf Prügel, Tränegas und Gewalt. Selbst innerhalb
dieser verrückten Realität der Okkupation gibt es Auswahlmöglichkeiten, die
gemacht werden können. B’Vrakha, Arik P.S. Jemand
hat seinen Pullover im Bus liegen gelassen. Wir
haben auch einen Gehstock, der im Bus am 15. April (Biddu) liegen gelassen
worden ist, und eine Flauschjacke wurde in meinem Auto liegen gelassen auf der
Fahrt nach Zeita im Februar (Mit Arutz 2). Rabbi
Arik W. Ascherman Vorsitzender Rabbis
For Human Rights Tel:
972 2 563-7731 Fax:
972 2 566-2815 Handy:
972 505 607034
~~~ |
| |||||||||
|
Arbeit
für den Frieden kostet Geld. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende. |