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Gute Drachen sorgen für gute NachbarschaftBeit Surik und Mevasseret Zion In Mevasseret Zion haben wir morgen Nachmittag ( 24.6.04) eine gemeinsame Veranstaltung, um Beit Surik und die anderen arabischen Dörfer zu unterstützen, die beim Obersten Gerichtshof einen Antrag gestellt haben, damit die Route des Sicherheitszaunes geändert wird. Nach dem ursprünglichen Plan würde der Zaun die Häuser von ihren Terrassen und Feldern trennen. Hier folgt eine Presseerklärung. Am Donnerstag (24.6.) wird man in Mevasseret Zion und Beit Surik um halb Fünf Drachen fliegen lassen. Es ist ein Akt der Solidarität und ein Zeichen für gut nachbarliche Beziehungen zwischen den beiden Gemeinden. Kinder und Erwachsene werden gemeinsam Drachen bauen und fliegen lassen: die Bewohner von Mevasseret neben dem Wasserturm von Mevasseret und die Bewohner von Beit Surik auf dem gegenüberliegenden Hügel. Es ist eine von mehreren Aktivitäten, die schon statt gefunden haben, als die Bewohner von Mevasseret entdeckten, dass die vorgeschlagene Strecke des Sicherheitszaunes ganz nah an den Häusern von Beit Surik verlaufen soll und so die Bewohner daran hindert, ihre Felder und Obstbäume zu erreichen. Die Felder und die Obstbaumplantagen sind eine wichtige, in einigen Fällen die einzige Einnahmequelle. Wegen der erwarteten negativen Einwirkung auf ihr Leben haben die Dörfer Beit Surik, Katana, Bidu, Beit Sira, Al Qubeiba und sechs andere Dörfer, die durch den Zaun in eine Enklave eingeschlossen sind, beim Obersten Gerichtshof einen Antrag gestellt, damit die Route geändert wird. Mevasserets Bewohner fürchteten, dass ein Zaun auf dieser Strecke nur Verzweiflung und Zorn schaffen würde und dass er, statt Frieden zu fördern, die relative Ruhe, die seit 37 Jahren zwischen den beiden Gemeinden geherrscht hat, zerstören würde. Deshalb baten sie den Gerichtshof, sich dem Antrag der arabischen Dörfer anschließen zu dürfen. Während der Gerichtsberatungen sagten hochrangige Militärs (im Ruhestand) und Leute der Polizei aus. Sie behaupteten, dass der Plan der Zaunstrecke nicht nur äußerst unüberlegt ist – er würde auch den Wunsch nach Sicherheit nicht erfüllen. Sie schlugen eine andere Strecke vor, die die israelischen Bürgern mit Sicherheit versieht und so wenig wie möglich das Leben und Einkommen der Dorfbewohner beeinträchtigt. Die Beratungen endeten im Mai, doch noch hat der Gerichtshof keine Entscheidung getroffen. Die Bewohner dieses Gebietes von beiden Seiten haben schon eine Anzahl gemeinsamer Veranstaltungen durchgeführt, um Unterstützung für die Änderung des Zaunes zu erhalten. Es gab Versammlungen der Bewohner beider Orte und gemeinsame Touren zur vorgeschlagenen Zaunstrecke. Es hat sich eine Beit Surik/ Mevasseret-Frauengruppe gebildet. Vor zwei Wochen besuchte man die Al-Sheik-Familie, deren Haus auf der vorgeschlagenen Strecke steht und die schon eine Zerstörungsorder erhalten hat. Die Drachenfliegaktion ist eine von mehreren geplanten Aktionen. Alle sind eingeladen. (Aus
dem Englischen: Ellen Rohlfs) |
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