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Internationale
Veröffentlichung, 3. Oktober 2004 [Obwohl
sie nicht auf den unmoralischen Charakter des Einsatzes von Raketen und Panzern
gegen bewohnte Gebiete eingehen, drücken die heutigen Leitartikel in zwei der
wichtigsten israelischen Tageszeitungen scharfe Kritik an Sharons Politik aus.
Lest auch Avnerys Analyse von antisemitischen Mythen in eine Weltkrise, die als
Kern den israelisch-palästinensischen Konflikt hat.] [2]
Eine Operation ohne Sinn
Im Gaza "muss die Regierung von Israel handeln, um die Situation zu
beruhigen"
Ha'aretz Leitartikel mit einem Zitat des Verteidigungsministers gegen die
Regierungspolitik [3]
-> Eier in einem Korb
Uri Avnery über alten und neuen Antisemitismus, Neo-Konservative und wie
sich die Erdöl-Lobby hinter ihnen versteckt
~~~ [1]
Sharon führte Israel in den einzigen Krieg, der keine
Reaktion war auf eine reale Bedrohung - Ofer Shelach im Leitartikel der heutigen
Ausgabe der Yediot Aharonot Eine
unilaterale Illusion Yediot
Aharonot Leitartikel, 3. Oktober 2004 - von Ofer Shelach Übersetzung
von Adam Keller Der Staat von Israel hat immer schon Unilateralismus hervorgebracht - im Frieden und im Krieg, in vorwärtsweisender wie in rückschrittlicher Bewegung) als eine unvermeidbare Notwendigkeit, uns aufgezwungen durch die Absenz eines Partners (oder der Unwürdigkeit des existierenden Partners). In der Tat kann jedoch gesagt werden, dass Unilateralismus eine angeborene Natur ist. Schließlich ist unser nahezu offizielles Motto David Ben Gurions Lieblingsspruch "Es kommt nicht darauf an, was die Nichtjuden sagen, es kommt darauf an, was die Juden tun." Besonders, wenn die in Frage kommenden Nichtjuden Araber sind, ganz besonders, wenn es die Araber sind, die nebenan wohnen. Unilateralismus ist, in erster Linie, eine psychologische Bedingung. Die meisten von uns nehmen Israel wahr als "eine Villa im Dschungel", eine zivilisierte Insel inmitten eines Meeres von fanatischem und hinterwäldlerischen Fundamentalismus. Zu dieser Selbstwahrnehmung wir eine Frustration hinzugefügt wegen der Tatsache, dass Israels Macht nicht ausreicht, das Schicksal Israels zu bestimmen. Der
größte Prophet des Unilateralismus ist Ariel Sharon. Als Verteidigungsminister
hat Sharon Israel in den einzigen Krieg geführt, der nicht eine Reaktion war
auf etwas, was als wirkliche Gefahr wahrgenommen worden war, sondern ein
unilateraler Versuch, mit Gewalt die innere Situation in einem arabischen Land
zu verändern und die gesamte Region neu zu formen. Wie wir uns alle daran
erinnern, endete dieser Versuch in einem totalen Fehlschlag. Aber
Sharon - und viele andere, einschließlich der meisten Premierminister seitdem -
haben nicht die Lektion von 1982 gelernt. Wieder und wieder hören wir von
unilateralen Schritten, welche die Grundprobleme von Israel lösen. Wieder und
wieder wird uns gesagt, dass wir alles selbst entscheiden können, und dass der
Feind keine andere Wahl habe als die Realität zu akzeptieren. Dieses
Denkmuster ist sogar noch dominanter in Israel seit Juli 2000. Die Vorstellung
des "Nicht-Partners" hat nicht nur eine Erzählung geschaffen, in der
wir Recht haben und die andere Seite die Verbrecher sind, sondern hat auch eine
gesamte Weltsicht organisiert, die sich in Übereinstimmung findet mit diesem
tief verwurzelten Unilateralismus in der israelischen Seele. Wenn es keinen
Partner gibt, dann haben wir das Recht dazu - wir müssen es sogar - Dinge
unilateral zu tun. Dies ist, was Ehud Barak nach dem Scheitern von Camp David
gesagt hat. Dies ist, was Sharon seit mehr als einem Jahr sagt, seitdem er sich
endgültig damit abgefunden hat mit dem Bau des Trennungszauns und den Gaza
Disengagement Plan auf den Tisch legte. Entsprechend
dieses Charakteristikums seiner Persönlichkeit genauso wie unserer kollektiven
Neigung beharrt Sharon auch darauf, das Gaza Disengagement als etwas zu
vermarkten, für das "die Palästinenser heftig zu zahlen haben."
Jedes Mal wenn irgendein Palästinenser etwas Gutes über das Disengagement zu
sagen findet, wiederholt der PM, dass es nicht so ist, dass das Disengagement
schlecht ist für die andere Seite und ihr durch unsere Macht aufgezwungen wird.
Diese Vermarktungstaktik zeigt, wie sehr der PM von der Illusion des
Unilateralismus eingefangen ist - und wie sehr er annimmt, dass wir alle von ihr
eingefangen sind. Aber
die Realität hat ihre eigenen Pläne, mit allem gebührenden Respekt für die
kollektive israelische Psychologie. In der vergangenen Woche hat uns die Realität
wieder und wieder gezeigt, dass ein unilateraler Schritt in den meisten Fällen
eine Illusion ist. Es ist eine Illusion, dass die Menschen auf der anderen Seite
des Zauns ihre Meinungsverschiedenheiten beilegen würden wegen der Realität
unserer erreichten Schöpfung. Es ist eine Illusion anzunehmen, dass die Hamas
es uns möglich machen wird, die Entflechtung als einen Sieg zu präsentieren.
Es scheint, dass es eine Illusion ist zu glauben, dass die Hamas sie uns überhaupt
umsetzen lässt unter anderen Umständen als das wir unter Beschuss davon
rennen. Am
Ende dieses Monats soll der politische und legislative Prozess der Entflechtung
des Gaza seinen Höhepunkt erreicht haben. Zum Beginn des selben Monats ist die
Armee tiefer einbezogen innerhalb des Gazas als je zuvor. Niemand hat bisher
eine Lösung präsentiert für das Szenario, dass die Qassam Raketen über die Rückzugslinien
hinweg verfolgen werden, und dass von der Armee verlangt werden wird, dass sie
sofort in die Territorien zurückkehrt, die sie geräumt hat, und sogar noch
tiefer. Niemand hat uns bisher erklärt, wie dieser Unilateralismus
funktionieren soll. Aber nur ein paar wagen es, die neuen Kleider des Königs
aufzureißen und zu sagen, dass ohne eine Vereinbarung mit den Palästinenser
(was bedeutet mit Yassir Arafat, direkt oder indirekt), es weder einen Rückzug
noch eine Entflechtung geben wird. [2]
Eine Operation ohne Sinn
Im Gaza "muss die Regierung von Israel handeln, um die Situation zu
beruhigen"
Ha'aretz Leitartikel mit einem Zitat des Verteidigungsministers gegen die
Regierungspolitik "Der
Einsatz von Panzern in dicht besiedelten Wohngebieten soll das Leben der
Soldaten schützen. Aber die Erfahrung hat gezeigt, dass solch eine Taktik
notwendigerweise die Zahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung erhöht." Eine
Operation ohne Sinn Ha'aretz
Leitartikel, Sonntag, 3. Oktober 2004 http://www.haaretz.com/hasen/spages/484069.html Hebräisch:
http://www.haaretz.co.il/hasite/pages/ShArtPE.jhtml?itemNo=484083
~~~ [3]
Eier in einem Korb
was in einem Rat an die israelische Regierung gipfelt, "nicht all
ihre
Eier in einen einzigen Korb zu tun." http://www.gush-shalom.org/archives/article324.html Hebräisch:
http://www.gush-shalom.org/archives/article324_heb.html
~~~ #
Ihr
könnt immer noch spenden für die Familien, die in Rafah, Gaza Streifen
obdachlos gemacht worden sind. Die
Kampagne wird koordiniert von Anat Matar, und die Spenden werden an den
Menschenrechtsaktivisten Khalil Shahin in Rafah geschickt. Spendet,
indem ihr einen Scheck schickt, ausgestellt an Anat Matar, an: Anat
Matar, 33
Bernstein-Cohen Street, Ramat
Hasharon 47213, Israel -
oder fragt sie, wie man per Banküberweisung spenden kann <matar@post.tau.ac.il>
oder Telefon: 972-3-5408977 Bisherige
Ergebnisse der Kampagne - in Hebräisch/Arabisch/Englisch unter: http://taayush.tripod.com/new/20040914-rafah.html#vulgar # "Machen
Sie die israelisch-palästinensischen Friedensgespräche zu einem Thema mit
vorrangiger Priorität" der
"Offene Brief an den nächsten Präsidenten" von den amerikanischen
Juden kann unterzeichnet online werden auf online http://openletter.btvshalom.org # Die
Entführte Agenda - Das Dilemma der Friedensbewegung in Zeiten der Krise Lest
dazu mehr im Leitartikel der THE OTHER ISRAEL September Ausgabe: http://otherisrael.home.igc.org/ed.html # Wahrheit
gegen Wahrheit - gegensätzliche Sichtweisen über die Geschichte des Konflikts
in 101 Schritten Hebräisch:
http://www.gush-shalom.org/Docs/Truth_Heb.pdf Englisch:
http://www.gush-shalom.org/Docs/Truth_Eng.pdf # Boykotliste
von Siedlungsprodukten (neu aktualisiert) Jetzt
auch mit Liste der Siedlungen Hebräisch:
http://gush-shalom.org/Boycott/boycheb.htm Englisch:
http://gush-shalom.org/Boycott/boyceng.htm -- http://www.gush-shalom.org/
(Hebräisch) http://www.gush-shalom.org/english/index.html
(Englisch) http://www.gush-shalom.org/arabic/index.html
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