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Internationale
Veröffentlichung 4.
Oktober 2004 [1]
"Reden - Nicht bomben!" - Hunderte protestieren in Tel-Aviv [2]
-> "Die Illusion des 'in die Tiefe gehenden
Eindringens'" - ein Einwohner aus Sderot meldet sich zu Wort [3]
-> Offener Brief an den Verteidigungsminister in
Sachen Einberufungsbefehl
*** "Reden
- Nicht bomben!" - Hunderte protestieren in Tel-Aviv Wieder
einmal der trostlose Parkplatz gegenüber dem Verteidigungsministerium in
Tel-Aviv, der Ort, an dem wir uns einfinden, wenn der Horror die
Fernsehbildschirme füllt. Gut dreihundert Menschen, die eine Vielfalt von
Gruppen repräsentieren, kamen dort heute hin um wieder einmal mehr ihren
Schock, ihre Angst und ihre Empörung auszudrücken. "Wir
sind hierher gekommen, weil Zivilisten zu Dutzenden jeden Tag getötet werden, Häuser
in Mengen zerstört werden, Bäume und ganze Haine zu einer Wüste gemacht
werden, in einer Meisterleistung an primitiver Rachsucht, die unmoralisch, gefährlich
ist und das Gegenteil von den erklärten Zielen der Regierung erreicht"
sagte Uri Avnery in die Kamera von Associated Press. Auf der gegenüberliegenden
Seite versammelten sich Polizei und Sicherheitsdienste in Massen als ob es darum
ginge, das Tor des Ministeriums vor einem Ansturm von wildgewordenen
Demonstranten zu verteidigen. Es war Gush Shalom gewesen, welche die Initiative ergriffen hatten eine Protestveranstaltung zu organisieren, trotz eines Gefühls der Sinnlosigkeit "aber dies ist immerhin noch das Wenigste, was wir tun können, und wir müssen es tun", und nach und nach kamen die anderen und schlossen sich an. Courage to Refuse war unübersehbar mit ihren "Es wird nicht aufhören, wenn wir nicht verweigern" Transparenten. Die Anarchisten kamen direkt von ihrer Konfrontation mit den Mauer - Errichtern in Beit-Awa, wo sie Polizeiknüppeln und Tränengas ausgesetzt waren. Die Hadash Kommunisten trugen Che Guevara T-Shirts während sie Schilder schwenkten mit "Schluss mit der Okkupation und ihren Verbrechen". Von Jaffa kam eine große Gruppe von Arabern, viele von ihnen mit Angehörigen im Jabaliya Flüchtlingslager, dem Brennpunkt der Armeeausschreitungen. Zwischen all diesen wurden die Gush Shalom Zwei-Flaggen Embleme hochgehalten zusammen mit dem Text: "Sderot und Jabaliya - beides Opfer der Okkupation." - Eine schwangere Frau mit einem Schild "Mama, was macht dein Junge in Gaza?" Alex Maor, Vater des kürzlich freigelassenen KDVlers Adam Maor fragte "Vati" die selbe Frage. An seiner Seite, eine große Karikatur von Sharon wie er auf einem Panzer reitet mit Bildunterschrift "Tod und Zerstörung im Dienste der Okkupation." Der
altgediente Latif Dori hielt ein Schild in Hebräisch und Arabisch "Sharon,
du hast die Friedenstaube ermordet!" An seiner Seite waren junge Leute,
welche die europäische Regenbogen Friedensfahne schwenkten. In der Zwischenzeit
rannte der Sprecher von Gush Adam Keller, der gerade erst zurückgekommen war
von einer USA Tour von Küste zur Küste und sich kaum vom Jet-Lag erholt hatte,
zwischen Journalisten hin und her, wobei er mit sich das Plakat schleppte
"Tayas Amitz Lo Maftzitz!" (ein mutiger Pilot bombardiert nicht). Nachdem
eine ganze Schar von jungem Menschen angekommen war begann das Rufen.
"Frieden - Ja! Okkupation - Nein!", "Stoppt das Töten - Beginnt
das Verhandeln!", "Soldat, hör zu - Du kannst verweigern!",
"Alle Ministers, Kriegsverbrecher!", "Soldat Stopp!
Kriegsverbrechen!", "Pilot Stopp! Kriegsverbrechen!" ("Ein
Pilot kann nicht mitten in der Luft stoppen" rief jemand, woraufhin der
Spruch ergänzt wurde um "Pilot, Kehr um!"). In der Zwischenzeit erörterten
Organisatoren von verschiednen Gruppen die Idee eine Folgeaktion für den
kommenden Samstag (9. Oktober). Auf
dem Weg zum Bus, eine plärrende Nachrichtsendung im Fernsehen aus einem nahe
gelegenen Café: "Armeestreitkräfte haben in Rafah versehentlich ein 13
Jahre altes Mädchen auf dem Heimweg von der Schule erschossen." Das arme Mädchen
war verdächtigt worden, Sprengstoff in ihrer Schultasche zu haben. "Es ist
das erste Mal in dieser Woche, dass sie nicht sagen, dass sie einen weiteren
Terroristen getötet haben." bemerkte ein Aktivist. [Fotos
in Kürze unter http://www.gush-shalom.org/english/index.html]
***
*** Spenden
für die Familien, die in Rafah, Gaza Streifen obdachlos gemacht worden sind. -
Die Kampagne wird koordiniert von Anat Matar, und die Spenden werden an den
Menschenrechtsaktivisten Khalil Shahin in Rafah geschickt. Schickt einen Scheck,
ausgestellt an Anat Matar, an: Anat
Matar, 33
Bernstein-Cohen Street, Ramat
Hasharon 47213, Israel -
oder fragt sie, wie man per Banküberweisung spenden kann <matar@post.tau.ac.il>
oder Telefon: 972-3-5408977 Bisherige
Ergebnisse der Kampagne - in Hebräisch/Arabisch/Englisch unter: http://taayush.tripod.com/new/20040914-rafah.html#vulgar # Wahrheit
gegen Wahrheit - gegensätzliche Sichtweisen über die Geschichte des Konflikts
in 101 Schritten Hebräisch:
http://www.gush-shalom.org/Docs/Truth_Heb.pdf Englisch:
http://www.gush-shalom.org/Docs/Truth_Eng.pdf # "Machen
Sie die israelisch-palästinensischen Friedensgespräche zu einem Thema mit
vorrangiger Priorität" der
"Offene Brief an den nächsten Präsidenten" von den amerikanischen
Juden kann unterzeichnet online werden auf online http://openletter.btvshalom.org # Die
Entführte Agenda - Das Dilemma der Friedensbewegung in Zeiten der Krise Lest
dazu mehr im Leitartikel der THE OTHER ISRAEL September Ausgabe: http://otherisrael.home.igc.org/ed.html # Boykotliste
von Siedlungsprodukten (neu aktualisiert) Jetzt
auch mit Liste der Siedlungen Hebräisch:
http://gush-shalom.org/Boycott/boycheb.htm Englisch:
http://gush-shalom.org/Boycott/boyceng.htm -- http://www.gush-shalom.org/
(Hebräisch) http://www.gush-shalom.org/english/index.html
(Englisch) http://www.gush-shalom.org/arabic/index.html
(ausgewählte Artikel in Arabisch) mit \\
Fotos von kürzlichen Aktionen \\
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