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Thema:    [GushShalom] Massenhafte Olivenernte / ein düsterer Avnery + Levy ein bisschen weniger düster

Datum:    24.10.04 16:24:50 (MEZ) - Mitteleurop. Sommerzeit

Von:        otherisr@actcom.co.il

GUSH SHALOM - pob 3322, Tel-Aviv 61033 www.gush-shalom.org/

 

"Die Frauen sind überarbeitet, weil sie versuchen, die Arbeit allein zu machen, die gewöhnlich von den ganzen Familien gemacht wird. Dazu kommt noch, dass die Armee es ihnen nicht erlaubt, durch das Tor zwischen dem Dorf und ihren Bäumen zu gehen. Sie müssen erst ein paar Kilometer zu einem anderen Tor gehen und dann von dort mehr oder weniger wieder zurück. Das ist ganz schön schwer auf dem Rückweg, wenn sie die Oliven tragen müssen, wisst ihr."

 

ISM: Aufruf für Freiwillige, die Olivenernte zu unterstützen
Aufgrund des Ramadan und natürlicher Umstände hat sich die Olivenernte in den besetzten Gebieten dieses Jahr nach hinten verschoben. Internationale Freiwillige werden daher auch im November und Anfang Dezember noch zum Schutz und zur Unterstützung der Olivenernte gebraucht. 
Wenn genügend Interessierte zusammenkommen, kann ein Vorbereitungstraining in Deutschland angeboten werden. In Palästina gibt es ein obligatorisches zweitägiges Training, so dass Freiwillige auch nach individueller Beratung und Vorbereitung fahren können.
Interessierte bitte ism-germany(et)gmx.net kontaktieren.
Die Kampagne zur unterstützung der Olivenernte wird von folgenden Gruppen getragen: 
International ISM und IWPS (nördliche Westbank)
YMCA und Alternative Tourism Group (Raum Bethlehem)
Israelische Gruppen: Rabbis for Human Rights, Anarchists Against the Wall, Gush Shalom und Ta'ayush

 

[1] ES HAT SPASS GEMACHT, ABER ES IST EIN SKANDAL - OLIVENERNTE

[2] Zwei linke Ansichten über die rechte Bedrohung

     Avnery: Auf dem Weg zum Bürgerkrieg // Levy: Lasst sie es ablehnen

[3] Gaza nicht genug, Unilateralismus Wahnsinn

 

[Wegen eines Computerproblems erhaltet ihr die Nachricht einen Tag später]

 

ES HAT SPASS GEMACHT, ABER ES IST EIN SKANDAL - OLIVENERNTE

 

23. Oktober - Einige Hundert Aktivisten tauchten auf zur Olivenernte, am Treffpunkt in Qafr Qasem aus dem Bus und privaten Autos strömend. Organisiert von Gush Shalom, unter der Schirmherrschaft der Ernte Koalition, wurde die Aktion zum mobilisierenden Aufruf für diejenigen, die von der Siedlergewalt, wie sie vor einer Woche im Fernsehen zu sehen war, schockiert und verärgert waren. (Es war auch eine passende Gelegenheit, auf die Siedler zu stoßen, ohne sich auf die Seite von Sharon und seinem elenden Disengagement Plan zu stellen.)

 

Als alle versammelt waren hatte Yakov Manor von der Koalition eine bedenkliche Nachricht: "Wir haben ursprünglich beabsichtigt, heute zu den Dörfern von Salem und Dir al-Hateb, östlich von Nablus zu gehen. Aber es stellte sich heraus, dass es dort kaum noch irgendetwas zu ernten gibt. Die Dorfbewohner sind eine Lange Zeit von der Pflege ihrer Bäume ausgeschlossen worden, so dass jetzt, wo es ihnen zuguterletzt gestattet ist dorthin zu gehen, es dort nicht viele Oliven. Der Zugang über das ganze Jahr hinweg ist wichtig. Dies ist ein Skandal! Aber heute werden wir woanders hingehen."

 

Etwa die Hälfte von uns machte sich auf den Weg zum Dorf Zeita, nahe der Grünen Linie, das von den meisten seiner Länder durch den/die berüchtigte(n) Zaun/Mauer rundherum abgetrennt worden ist. Der andere Teil, einschließlich des gegenwärtigen Schreibers, machte sich auf zu den Dörfern von Yasouf und Jama'in, die das Missgeschick haben, direkte Nachbarn der Siedlung Tapuach zu sein, einem Bollwerk der gewalttätigen Anhänger des verstorbenen Rabbi Kahane.

 

Einige Familien von Yasouf haben ihre Olivenbäume sehr nahe am Eingang der Siedlung (oder vielmehr: die Siedlung wurde in der Nähe geschaffen, wo diese was Familien ihre Bäume hatten). "Sie dürfen nicht mehr als 50 Meter von der Straße weggehen," sagte der Kommandeur des kleinen Militärtrupps. "Die Straße ist unsere taktische Achse, wir können Sie nicht mehr als 50 Meter entfernt beschützen. Das heißt, wir können es, aber es steht nicht im Einklang mit meinen Anweisungen." Da die meisten der Bäume der Familien, an denen wir interessiert waren, sich in diesem Perimeter befanden, schien es nicht der Mühe wert, darüber zu diskutieren.

 

Wir gingen entschlossen an die Arbeit, wobei sich Uri Avnery (81) wie in den vergangenen Jahren im Baumklettern als agil erwies und wirklich jede letzte Olive pflückte. Am Boden unter ihm engagierte sich ein Anarchist, der aus der Ukraine eingewandert war, in einer intensiven Diskussion über russische Literatur mit zwei Akademikern von der Universität von Tel-Aviv, während die Hände die Arbeit taten.

 

Etwa zwei Stunden reichten aus, um mit diesem Fleck fertig zu werden – zur offensichtlichen Erleichterung der Soldaten. Dann machten wir uns auf den langen Weg zu den Hainen von Jama'in, auf der anderen Seite von Tapuach. Den kürzesten Weg, direkt über den Kamm, haben wir nicht genommen. Vor zwei Jahren hat sich Tapuach selbst ausgedehnt durch einen Außenposten, einer dieser "nicht genehmigten Außenposten", die Sharon vor langer Zeit versprochen hatte zu entfernen... Die Alternativroute war ein langer und sich windender Ziegenpfad, wozu wir nahezu eine Stunde unter der brennen Sonne benötigten.

 

Wir passierten eine beträchtliche Anzahl von noch ungeernteten Bäumen, die Zweige voll mit saftigen blau-schwarzen Oliven. Dies jedoch war ein weniger gefährliches Gebiet, wo die Palästinenser alleine zurecht kommen konnten. Unser Ziel, das wir erreichten nachdem wir von Terrasse zu Terrasse geklettert waren, war unmittelbar unter der Hügelspitze, wo "Tapuach-West" seine 3 Wohnwagen hat, umgeben von Stacheldraht.

 

Als wir auf die Lichtung herauskamen, wo eine große Familiengruppe wartete, duckte sich ein drei Jahre alter Junge weg. "Ich habe versucht, Fahdi zu sagen, dass ihr gute Menschen seid, aber er scheint dem nicht zu trauen," sagte entschuldigend Salah, der Vater. Aber David, mit seinem breiten Lächeln und dem langen Haar braucht nicht lang um das Eis zu brechen, und bald waren sie dabei, urkomisch Fangen zu spielen. "Ich habe zu Hause eine kleine Schwester," sagte David.

 

"Dieser Platz sieht so friedlich aus," sagte einer der Israelis als wir uns an die Olivenpflückroutine begaben. "Friedlich? Heute ist er es, aber wenn ihr auf diesen Pfad dort drüben schaut, das ist der Pfad, über den sie am letzten Dienstag von dort herunter kamen, mit ihren Gewehren und Hunden, und jagten zwei meiner Cousins. Einer von ihnen fiel hin und brach sich das Bein," erzählte Salah.

 

Über Telefon bleiben wir in Kontakt mit den Leuten, die nach Zeita gingen. Die Situation dort ist nicht weniger paradox. Der Zaun trennt das Dorf von seinen Ländern, und nur ein paar Dorfbewohner, meistens Frauen, ist es gestattet, das Tor zu passieren. Unsere Gruppe konnte jedoch leicht von der israelischen Seite des Zauns dorthin gelangen und mit den Frauen zusammenkommen. "Sie sind überarbeitet, weil sie versuchen, die Arbeit allein zu machen, die gewöhnlich von den ganzen Familien gemacht wird. Dazu kommt noch, dass die Armee es ihnen nicht erlaubt, durch das Tor zwischen dem Dorf und ihren Bäumen zu gehen. Sie müssen erst ein paar Kilometer zu einem anderen Tor gehen und dann von dort mehr oder weniger wieder zurück. Das ist ganz schön schwer auf dem Rückweg, wenn sie die Oliven tragen müssen, wisst ihr." Heute wenigstens hatten sie die Mithilfe von einigen Hundert israelischen Aktivisten, die sie begleiteten und für sie die Oliven trugen bis zum Tor, an dessen anderer Seite ihre Männer warteten. Es wird einen Einspruch beim Obersten Gerichtshof geben wegen dieser untragbaren Schikanen durch die Armee. [Bericht von Adam Keller.]

 

[2] Zwei linke Ansichten über die rechte Bedrohung

     Avnery: Auf dem Weg zum Bürgerkrieg // Levy: Lasst sie es ablehnen

 

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Uri Avnery: Auf dem Weg zum Bürgerkrieg

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Englisch: http://www.gush-shalom.org/archives/article327.html

 

Hebräisch: http://www.gush-shalom.org/archives/article327_heb.html

 

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Guidon Levy: Lasst sie es ablehnen

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http://www.haaretz.com/hasen/spages/492467.html

 

Hebräisch: http://www.haaretz.co.il/hasite/pages/ShArtPE.jhtml?itemNo=492506

 

[3] Gaza nicht genug, Unilateralismus Wahnsinn

 

Gush Shalom wird sich morgen nicht an der Pro-Disengagement Demo in Jerusalem beteiligen, die am Israel Museum um 19.15 Uhr beginnt, aber einzelne Aktivisten beabsichtigen dorthin zu kommen mit dem Spruch: Gaza nicht genug, Unilateralismus Wahnsinn

 

# Palästinensisches Olivenöl, neue Ernte - Kontakt Hava Keller

 

Hochwertiges Olivenöl!

Produziert in der Hebron Gegend. Zwei Liter - 50 Schekel

(zusätzliche Spenden erwünscht)

Hava Keller - 03-5227124

 

# GAZA EMERGENCY - Online Spenden von MECA möglich gemacht für Rafah, Beit Hanoun, Jabaliya und das Krankenhaus in Gaza Stadt

 

Die Not bleibt groß.

Bitte sendet die großzügigste Spende, die ihr heute geben könnt.

 

Ihr könnt eure Spende online machen unter: http://mailhost.groundspring.org/cgi-bin/t.pl?id=83622:2097447&cmid=8515:2097447&OrgID=2236

Oder schickt einen Scheck mit dem Verwendungszweck "GAZA EMERGENCY" an:

MECA, 901 Parker Street, Berkeley, CA 94710 USA

für weitere Informationen:

Tel.: 510-548-0542; www.mecaforpeace.org

 

# [NB: JETZT AUCH IN SPANISCH:]

 

# Wahrheit gegen Wahrheit - Das in Einklangbringen von gegensätzlichen Sichtweisen über die Geschichte des Konflikts in 101 Schritten

Hebräisch: http://www.gush-shalom.org/Docs/Truth_Heb.pdf

Englisch: http://www.gush-shalom.org/Docs/Truth_Eng.pdf

Russisch: http://www.gush-shalom.org/russian/book_web.pdf

 

Kontakte, wo man eine Übersetzung in Spanisch Niederländisch oder Deutsch erhalten kann [und teilt uns bitte noch weitere mit!] über <info@gush-shalom.org>

 

# Boykotliste von Siedlungsprodukten (neu aktualisiert)

   Jetzt auch mit Liste der Siedlungen

Hebräisch: http://gush-shalom.org/Boycott/boycheb.htm

Englisch: http://gush-shalom.org/Boycott/boyceng.htm

 

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http://www.gush-shalom.org/ (Hebräisch)

http://www.gush-shalom.org/english/index.html (Englisch)

http://www.gush-shalom.org/arabic/index.html (ausgewählte Artikel in Arabisch)

 

mit

\\ Fotos von kürzlichen Aktionen

\\ die wöchentliche Gush Shalom Anzeige

\\ die Kolumnen von Uri Avnery

\\ Geschichte von Gush Shalom & Aktionschronik

\\ Positionspapiere & Analysen (als "WORD Dokumente")

\\ und eine Menge mehr

 

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N.B.: Auf der Gush Shalom Website Links für:

Artikel und Dokumente in Deutsch, Französisch und Spanisch

 

http://www.gush-shalom.org

 

Um unsere hebräischen Presseerklärungen zu erhalten [meistens WORD Dokumente - nicht immer dieselben wie in Englisch] schreibt an:

gush-shalom-heb-request@mailman.gush-shalom.org

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Archiv von Email Berichten:

https://mailman.gush-shalom.org/pipermail/gush-shalom/2004/thread.html#start

 

Wenn ihr Gush Shalom's Aktivitäten unterstützen wollt, dann könnt ihr einen Scheck oder Bargeld - gut eingewickelt in ein Extra-Papier - senden an:

Gush Shalom

pob 3322,

Tel-Aviv 61033

Israel

 

oder fragt nach Spenderorganisationen in eurem Land, welche Spenden zugunsten von Gush Shalom annehmen

 

Bitte gebt eure Email Adresse zur Bestätigung des Empfangs an. Weitere offizielle Empfangsbescheinigungen nur auf Anfrage.

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Wenn ihr dies als weitergeleitete Nachricht erhalten habt und Euch für den Verteiler anmelden wollt, schreibt eine Email an:

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