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siehe auch: Israel: Refusenik-Front * * * NEUESTES -> AUF DER HAUPTSEITE
Gush
Shalom: YA’ALON – RAUS! (Anzeige
in Haaretz v. 10.12.04)
Ich
warte auf eine Situation, in der ich wieder
aufrecht und erhobenen Hauptes sagen kann: ich bin ein Israeli. Das
Belieben eines Kommandeurs, eine Reihe
Häuser zu zerstören, Bäume zu entwurzeln, private Autos mit Panzern zu
zermalmen oder eine Mauer/ einen
Zaun dorthin zu setzen, wo es einem passt, und die Leichtigkeit, mit der
Kommandeure das Töten von Kindern und unschuldigen Zivilisten dulden, ist für
die israelische Gesellschaft erniedrigend. Unter
solchen Umständen sind freie Wahlen unmöglich. Wir
warnen noch einmal: Hört nicht auf das, was Sharon sagt –
seht auf das, was er tut All diese Kinder tötete
ich im Gaza Streifen, und alle von ihnen tötete ich aus Versehen. Das heißt,
ich wusste, dass dort Kinder waren, und ich wusste, dass ich einige von
ihnen töten würde, aber da ich wusste, dass es aus Versehen sein würde, fühlte
ich mich nicht so unter Druck gesetzt. Weil jeder Fehler macht. Es
kann wenig Zweifel geben, dass die Regierung von George W. Bush ein Desaster
für die israelisch-palästinensische Arena gewesen ist. Der quasi
Blankoscheck, den Bush Ariel Sharon gegeben hat, war ein zentraler Faktor
beim Verfall und dem eskalierenden Blutvergießen, das die vergangenen vier
Jahre bis zu und einschließlich der vergangenen Wochen gekennzeichnet hat. Blut,
Tränen und Olivenernte & viele nicht erzählte Kämpfe (Gush
Shalom, 12.10.2004) Das militärische Denkmuster "basiert auf der
Annahme, dass jeder Palästinenser ein potentieller Selbstmordattentäter
und jedes Haus eine potentielle Basis für einen Anschlag ist-
"Wir
betreten nun eine Periode der Debatte und Auseinandersetzung. Wir werden
viele Demonstrationen von vielen Menschen und Gruppen haben, die etwas
Dringendes zu sagen haben, und ich kümmere mich nicht darum, ob sie rechts
oder links sind, gegen die Errichtung des Zauns oder gegen die Räumung der
Siedlungen protestieren. Aus der Vorgehensweise der Strafverfolgung in
diesem Fall, glaube ich, werden wir es erleben, dass sie alle zu Dutzenden
in diesen Gerichtssaal hineinmarschieren werden. Es kann sein, dass wir
einen besonderen Gerichtshof für Demonstranten einrichten müssen, wie es
bereits einen speziellen Gerichtshof für die Abschiebung von
Migrantenarbeitern gibt. Wenn es das ist, was Sie wollen, schön! Nun, ich
gebe der Strafverfolgung eine Woche Bedenkzeit, wollen sie wirklich in
diesem Fall einen Prozess beantragen. Wenn sie es immer noch wollen werde
ich dann meine Entscheidung über den Antrag der Verteidigung mit Bezug auf
das Naturrecht bekannt geben. Bis dahin kann jeder nach Hause gehen." [GushShalom] Die Woche
die vorüberging, mit Dank an Sharon // Ernte aktualisiert
(30.09.2004) Machen
wir uns keine Illusionen: Sharon wird jedes Mittel anwenden -
offene genau so wie verdeckte -
um eine „moderate“ palästinensische Führung zu Fall
zu bringen. Sein natürlicher Verbündeter ist HAMAS, der jede
Verhandlung mit Israel ablehnt. Wo
immer er auch nach seinem Tod begraben werden
mag, es wird der Tag kommen, an dem seine sterblichen Überreste durch eine
freie palästinensische Regierung zu den muslimischen heiligen Stätten in
Jerusalem überführt werden. Wenn
man keinen Frieden will und mehr an Groß- Israel interessiert ist, dann
braucht man keinen Arafat. Im
Gegenteil. Aber wenn man daran denkt, dass für Israels Entwicklung
und Gedeihen der Frieden lebenswichtig ist, dann braucht man ihn
dringend. „Meine Hand ist die einzige Hand, die ein Friedensabkommen mit
Israel unterzeichnen kann,“ sagte Arafat einmal. Da
dies so ist, gibt es für Arafat keinen Ersatz: er ist der einzige palästinensische
Führer mit der turmhohen moralischen Autorität, die nicht nur nötig wäre,
um einen Friedensvertrag mit Israel zu unterzeichnen, sondern – was
noch wichtiger ist – um sein Volk von der Richtigkeit desselben zu
überzeugen.
Die
Saat für einen Bürgerkrieg wurde gesät, als die erste Siedlung in den
besetzten Gebieten errichtet wurde. Damals sagte ich zum
Ministerpräsidenten in der Knesset: „Sie legen eine Landmine. Eines Tages
werden Sie sie demontieren müssen. Als früherer Soldat möchte ich Sie
davor warnen, denn das Demontieren von Landminen ist ein sehr unangenehmer
Job.“ Seitdem sind Hunderte von Minen gelegt worden. Und noch immer werden
die Minenfelder ausgeweitet. "Die
Frauen sind überarbeitet, weil sie versuchen, die Arbeit allein zu machen,
die gewöhnlich von den ganzen Familien gemacht wird. Dazu kommt noch, dass
die Armee es ihnen nicht erlaubt, durch das Tor zwischen dem Dorf und ihren
Bäumen zu gehen. Sie müssen erst ein paar Kilometer zu einem anderen Tor
gehen und dann von dort mehr oder weniger wieder zurück. Das ist ganz schön
schwer auf dem Rückweg, wenn sie die Oliven tragen müssen, wisst
ihr."
Als
vor 50 Jahren ausländische Korrespondenten mich über die Glaubwürdigkeit
der offiziellen IDF-Statements befragten, pflegte ich zu sagen, unsere Armee
lüge nicht. Man sollte ihren Kommuniques glauben, solange nicht das
Gegenteil bewiesen wird. Diese Zeiten sind längst vorbei. Wenn mir heute
dieselbe Frage gestellt wird, rate ich, nicht ein einziges Wort von
Armeemeldungen zu glauben, solange nicht das Gegenteil bewiesen wird. "Wir
sind hierher gekommen, weil Zivilisten zu Dutzenden jeden Tag
getötet werden, Häuser in Mengen zerstört werden, Bäume und
ganze Haine zu einer Wüste gemacht werden, in einer
Meisterleistung an primitiver Rachsucht, die unmoralisch, gefährlich
ist und das Gegenteil von den erklärten Zielen der Regierung
erreicht" sagte Uri Avnery in die Kamera von Associated
Press. Der Premierminister muss sein Konzept aufgeben, dass es keinen Gesprächspartner gibt. Er muss diese "pragmatischen Kräfte" in der Behörde finden und mit ihnen reden unter den Auspizien und mit der Unterstützung der Vereinigten Staaten, Europa und Ägypten. Es macht keinen Sinn, die Armee in den Gaza Streifen zu schicken wann immer eine Qassam fällt. Es ist eine Illusion zu glauben, dass die Lösung für Gewalt der Einsatz von mehr Gewalt ist. -> "Die Illusion des 'in die Tiefe gehenden Eindringens'" - ein Einwohner aus Sderot meldet sich zu Wort (Gush Shalom, 6.10.04) Ich werde mich nicht bereit erklären, Hass in eine weitere Generation unserer palästinensischen Nachbarn zu pflanzen. Ich erkläre mich nicht bereit, Anteil zu haben an dem, was ich als einen fatalen Schlag gegen die Sicherheit des Staates und der Nation von Israel betrachte und als eine Übertretung der Regeln von menschlicher und jüdischer Moral. -> Offener Brief an den Verteidigungsminister in Sachen Einberufungsbefehl (Gush Shalom, 6.10.04) GAZA
- Wir töten und werden getötet. Sie töten und werden getötet Wenn
die Menschen nicht reden, töten sie. Aufruf zur Demo am 5. Oktober Sharon
führte Israel in den einzigen Krieg, der keine Reaktion war auf eine reale
Bedrohung. Was
wird geschehen, wenn die Amerikaner anfangen, nach den Ursachen des
Terrorismus islamischer Fanatiker zu fragen. Wird es dann vielleicht einige
geben, die behaupten, die Amerikaner seien nur wegen Israel in den
„Zusammenprall der Zivilisationen“ mit der islamischen Welt geraten? Und
wenn die USA in eine wirklich
tiefe wirtschaftliche Depression fällt, werden dann nicht jüdische Namen
– wie die des Chefs der Federal Reserve – genannt werden? Man
sollte diese Gefahren nicht übertreiben. Im Augenblick sind sie kaum am
Horizont auszumachen. Aber ich würde den Führern jüdischer Organisationen
in den USA raten, etwas mehr Zurückhaltung zu üben. Machtrausch kann
leicht zu gefährlichen Exzessen führen. Wir
töten und werden getötet. Sie töten und werden getötet. Wenn Menschen
nicht reden - töten sie und werden getötet.
Gush Shalom: Gemeinsame Aktion: Gute Drachen sorgen für gute Nachbarschaft (23. Juni 2004) Die
EU mit ihren 25 Mitgliedstaaten, die Regierung der russischen Föderation
und die Organisation, die die ganze Welt repräsentiert, haben, klein
beigebend, das Edikt von Bush, dem Diktator der Welt, der wiederum Sharons
Gefangener ist, akzeptiert. Sharon entschied vor langem, dass der gewählte
Präsident des palästinensischen Volkes, zusammen mit der ganzen palästinensischen
Führung, „irrelevant“ ist. 55%
der Westbank werden israelisch sein. Die palästinensischen Enklaven werden
nur noch 45% - also 10% des ehemaligen historischen Palästina ausmachen. Vielleicht
hatte Abraham Lincoln recht, als er sagte, man könne nicht alle Leute die
ganze Zeit zum Narren halten, aber viele Leute können sicher sehr lange
Zeit betrogen werden. Man schaue nur auf Ariel Sharon . Zuweilen
gelingt es jemandem, „seine Welt in einem Augenblick zu
gewinnen“, wie es in einer alten hebräischen Redensart heißt. Dies
geschah dem Justizminister Josef („Tommy“) Lapid, als er folgende Worte
äußerte: „Diese alte Frau erinnert mich an meine Großmutter!“ Diese
alte Frau, eine Bewohnerin des Flüchtlingslagers Rafah, deren Haus von der
israelischen Armee zerstört wurde, wurde durch ein Foto verewigt, als sie
in verzweifelter Suche nach ihren Medikamenten die Ruinen ihres Hauses
durchwühlte. Eine
reguläre Armee, auch wenn sie noch so stark ist, kann keine Guerillakämpfer
besiegen, die von einer verzweifelten Bevölkerung unterstützt wird. Im
Gegenteil, je mächtiger eine Armee ist, umso geringer sind ihre
Erfolgsaussichten. Sie kann Dutzende, ja, Hunderte töten, ganze Stadtteile
zerstören, viele Menschen aus ihren Häusern vertreiben und eine kleine
Nakba verursachen – nichts wird helfen. Ein Guerillakrieg kann nur durch
Kompromisse und eine friedliche Lösung beendet werden. Man
kann Palästinenser en masse töten, ganze Stadtteile zerstören, wie es im
Augenblick geschieht. Aber man kann nicht gewinnen. Langsam begreift dies
die Öffentlichkeit. Uri
Avnery: Der
Golem wendet sich gegen seinen Schöpfer. Gedanken zum Referendum
(4. Mai 2004) Gush Shalom: 8 verhaftet, 3 im Krankenhaus nachdem Polizei T-A Rafah Protestdemo auflöst (20.05.04) Die
heutige Tötung einer 34 Jahre alten Israelin und ihrer 4 Töchter ist in
der Tat tragisch. Jeder Tod ist tragisch. Aber der Tod einer Israelin und
ihrer Kinder muss im Kontext gesehen werden mit dem palästinensischen Kind,
das gestern getötet worden ist, mit der palästinensischen Mutter von 10
Kindern, die in der vergangenen Woche getötet worden ist. Es
wurde einfach als selbstverständlich angesehen, dass die Armeeeinheit den
Traktor ohne ersichtlichen Grund wegnehmen konnte und dass der Offizier der
Siedlersicherheitsdienstes sich an die Soldaten wenden und eine private
Unterhaltung führen konnte, während wir, ganz zu schweigen von den Palästinensern,
Abstand zu halten hatten.
Jedes
Geschehen – ob groß oder klein – erscheint ohne Ausnahme im kollektiven
Gedächtnis beider Völker auf
verschiedene, ja, gegensätzliche Art. Die Folge davon ist, dass alles, was
jetzt gesagt wird, alles was von einer Seite vorgeschlagen wird, in den
Ohren der andern verdächtig und
bedrohlich klingt. Deshalb wird jede Verhandlung zur Schlacht, und
jedes Gipfeltreffen verstärkt nur den gegenseitigen Hass. Auf
diese Weise ist ein Teufelskreis entstanden: ohne Entfernen der Seifenblasen
kann es keinen Frieden geben – ohne Frieden ist es unmöglich, die
Seifenblasen aufzulösen. Vor
zwei Tagen feierten wir U N S E R E Unabhängigkeit: vor drei Tagen erwähnten
wir den Trauergedenktag und all die Medien waren voll von Schilderungen des
Schmerzes und der Sorge der Verwandten. -> Trauriger Brief an Freunde am Unabhängigkeitstag (Gush Shalom, 29. April 2004) „Wach
auf, Welt! Höre Israel, wach auf! Israelische Soldaten machten Brutalität
zur Lebensweise der Palästinenser. Dann richteten sie ihre tödlichen
Waffen gegen internationale
Friedensaktivisten und nun brutalisieren sie Israelis, die ihre Art und
Weise missbilligen. Wer wird die erste sein, die getötet wird? Vanunu
ist in der Lage, die enge Partnerschaft mit den USA bei der Entwicklung von
Israels nuklearer Rüstungsindustrie aufzudecken.
Vanunu scheint der riesigen Supermacht schweren
Schaden zufügen zu können. Die
Online der englischen Ausgabe von Ma'ariv führt zur Zeit eine Umfrage
durch "Was sollte mit Vanunu gemacht werden?" - in der eine
der Optionen "getötete werden" ist. [GushShalom] Vanunu und die amerikanische "Connection" + Aktionsanzeigentafel (24. April 2004) Die Ermordung von
Rantisi in Gaza ist ein weiterer Akt von tödlicher Provokation. Sie könnte
vielleicht die 200 000 eingeschriebenen Mitglieder der Likud Partei
beeindrucken, deren Stimmen Sharon benötigt, aber sie gefährdet das
Israelische Volk, dem Sharon ein Vermächtnis von Hass und Blutvergießen
hinterlässt, das noch viele Jahre andauern könnte nachdem seine eigene
Karriere zu einem Ende gelangt ist. Avnery über Sharon und
den anti-israelischsten amerikanischen Präsidenten, den es je gegeben hat (Gush
Shalom)
"Kooperation mit der Hamas ist eine grundlegende Bedingung um die Selbstmordanschläge zu beenden, Wann immer eine israelische Regierung, ganz gleich Likud oder Arbeitspartei, sich einer politischen Sackgasse gegenüber sieht und gezwungen ist, eine Zug zu initiieren, um andere Pläne zu verhindern, die als gefährlich betrachtet werden, kommt der Absetzung aus dem Gaza Plan als ein billiges, magisches Mittel auf. Wer genau ist an dieser riesigen Masse von Armut, Hass und Verzweiflung interessiert? ->
Meron Benvenisti Der
"Befreite" Gaza wird ein riesiges Gefängnis werden, abgeschnitten von
der Welt, völlig abhängig von der Gnade von Sharons Gefängniswächtern. Aber da es schließlich doch, nach allem, was gesagt und getan wurde, wirklich einen palästinensischen Partner für bedeutsame Verhandlungen und
Frieden gibt, ist Sharons unilaterales Rückzugskonzept eine künstliche
Alternative, welche die wahren Möglichkeiten für das Hinbewegen auf eine
Erledigung sabotiert. [GushShalom] Petition: Öffnet die Tore, damit Nahrungsmittel in den Gaza kommen können! (07.04.04)
Zur
Ermordung von Scheich Yassin:
Spontaner
Protest am Verteidigungsministerium + Ha'aretz Bericht (Gush Shalom): Mehr als
25 Verletzte bei Anti-Zaun Protest nahe Dir Kadis + Einige
verletzt und verhaftet in Kharbatha Bani Harith (ISM Bericht)
Wenn
der Frieden kommt, werden wir uns alle - Juden, Christen und Muslime - in
Jerusalem treffen. Ich weiß, dass Sie - genau wie ich - davon träumen.
Hoffen wir, dass wir beide dies noch erleben werden. Die Abna
al-Balad Aktivists - die sich im Hungerstreik befinden, nachdem sie nun
bereits im Untersuchungsgefängnis der Shabak sind - brauchen Unterstützung
von außerhalb um ihre Haftbedingungen zu verbessern. Festgehalten
ohne Anklage; 21 Tage lang daran gehindert, sich mit ihren Anwälten zu
treffen; einer "intensiven Vernehmung" unterworfen, einschließlich
Entzugs von Schlaf, schmerzhafte Fesselung mit Handschellen an einen Stuhl
und weitere Formen von "gemäßigtem physischen Druck" ...
Scheich Yassin wurde praktisch geboren, um eine Rolle als heilig
gesprochener Märtyrer zu erfüllen: eine religiöse Persönlichkeit, ein
Gelähmter im Rollstuhl, körperlich gebrochen, aber nicht in seinem Geist;
ein Militanter, der viele Jahre im Gefängnis verbrachte; ein Führer, der
seinen Kampf fortsetzte, nachdem er wie durch ein Wunder einen früheren
Attentatsversuch überlebte; ein Held, der feige aus der Luft ermordet
wurde, als er die Moschee nach dem Gebet verließ. Selbst ein genialer
Schriftsteller hätte keine Figur erfinden können, die besser geeignet wäre,
von Milliarden Muslimen dieser und
der kommenden Generationen verehrt zu werden. Das
Schicksal des Staates Israel liegt jetzt in den Händen einer Gruppe von
Leuten, deren Weltanschauung primitiv und
deren Wahrnehmungsvermögen zurückgeblieben ist. Sie sind unfähig, die
psychischen, emotionalen und politischen Dimensionen dieses Konfliktes zu
verstehen. Dies ist eine Gruppe bankrotter politischer und militärischer Führer,
die in allen ihren Handlungen versagten. Sie versuchen nun, ihre Misserfolge
durch eine katastrophale Eskalation zuzudecken. Ein
Akt eines pyromanischen Feuerwehrmannes, des Methode des Auslöschens des
Feuers des Terrorismus darin besteht, Fässer mit Benzin darauf zu gießen,
ein Akt, der in der nahen Zukunft das Leben von Dutzenden oder Hinderten von
israelischen Staatsbürgern kosten könnte. Ich hoffe, dass dies auch
bei uns geschieht. Es stimmt, da stehen noch ein paar Leute
Schlange: Tony Blair und George W. Bush. Was José Maria Aznar in
Spanien geschehen ist, müsste auch mit ihnen passieren – so hoffe ich
wenigstens. Dann sollte mit einer Menge Mut und Glück auch der vierte in
diesem Bunde an der Reihe sein
– und Ariel Sharon, noch ein Mann des Blutvergießens und der Lügen, wird
hinausgeworfen.
Wenn
Hunderte von „Terroristen“ für einen lebenden Gauner und drei tote
Soldaten entlassen werden können,
vielleicht war dann ihre Haft für die Sicherheit
des Staates gar nicht wirklich nötig? Vielleicht ist die andauernde
Verhaftung von 7000 weiteren sinnlos.
Und wenn es so ist, warum wurden sie nicht um der Sache des Friedens willen
entlassen, um die Position von Arafat 1993 oder die von Abu Mazen
vor noch nicht langer Zeit zu stärken ?
...Zu
all diesem kommt nun noch die Mauer. Zuerst wurde sie als
Sicherheitszaun dargestellt, und man setzte voraus, dass er mehr oder
weniger der 1967er- Grenze, der Grünen Linie, folgen würde. Aber
bald wurde ersichtlich, dass er weit in die Westbank hineinreichen und
dabei große Teile Land annektieren und so das Ziel der Road Map –
ein lebensfähiger palästinensischer Staat – zu einer Farce machen
würde. Ich kann nicht an den Ungerechtigkeiten teilnehmen,
die unser Land durch die IDF ausübt. Ich bin keine Pazifistin; meine
Ablehnung gilt der Okkupation. [GushShalom] Nicht in unserem Namen! letzte Gelegenheit zu unterzeichnen & mehr (20. Febr. 2004) Die
Sharon Regierung hat beschlossen, nicht vor dem Internationalen
Gerichtshof in den Haag aufzutreten, der von der Vollversammlung der
Vereinten Nationen gebeten worden ist zu entscheiden, ob die
Trennmauer rechtens sei. Dies ist eine Entscheidung von Feiglingen Heute
sagen wir der Regierung von Israel: Ihr baut diese üble Mauer nicht
in unserem Namen! Wir, die
Unterzeichneden, Staatsbürger von Israel, weisen die Behauptung der
Sharonregierung vollkommen zurück, dass der “Separationszaun”,
der in den okkupierten Territorien errichtet wird, die Absicht hat,
unsere Sicherheit und Schutz zu verteidigen. ... Eine
surrealistische Szene - das Plädoyer von Oberst Major Ochana,
stellvertretender Kommandeur des Israelischen Militärpolizei Corps.
"Seit dem Zeitpunkt, an dem diese Fünf im Januar im Militärgefängnis
Nr. 6 erschienen sind , unterminiert ihre Anwesenheit die Disziplin
und gute Ordnung in dem Gefängnis völlig. Der Gefängniskommandant
und der gesamte Mitarbeiterstab sind hauptsächlich mit ihnen beschäftigt
und haben keine Zeit und Energie übrig für die restlichen fünfhundert
Gefangenen. Sie sind politische Aktivisten mit ihrer eigenen
Handlungsordnung, völlig unpassend für die Bedingungen eines Militärgefängnisses,
das von militärischer Disziplin geleitet wird. Daher beantragen wir,
dass sie unverzüglich in ein Zivilgefängnis verlegt werden." Ben Artzi: immer noch "nicht Pazifist",
aber wie es jetzt scheint, vor seiner Freilassung Es
scheint manchmal als ob der Gaza Streifen zum Zentralschießstand der
Israelischen Verteidigungsstreitkräfte geworden sei, zum
Feuerzielgebiet und Truppenübungsplatz der IDF. Die Waffen, die dort
verwendet werden, besitzen eine zweifelhafte Legalität, den Regeln
des Engagement fehlt das Element der Zurückhaltung, und
einschneidende Maßnahmen, deren Anwendung sich Israel nicht in der
West Bank einfallen ließe, sind selbstverständlich in einer Region,
die bei Weitem weniger Terrorismus produziert als die West Bank. Stoppt das Töten! Samstag Jerusalem: gemeinsamer Marsch + Demo gegen die Mauer (Gush Shalom vom 4. Febr. 2004) Dies ist der
"Wilde Westen", ein Soldat ist hier König und hasst Einmischung in
seine Autorität. Es
ist jetzt bekannt geworden, dass der Shabak (Allgemeiner
Sicherheitsdienst) eine Schwarze Liste besitzt mit Hunderten von Namen
von Friedensaktivisten, die als Staatsfeinde zu behandeln sind. Shin
Bet kommt zurück. Der
entscheidende Teil jedes Nachrichtendienstes ist weniger das
Sammeln von Informationen als die Auswertung. Wie wird aus
Mosaiksteinchen ein Bild? Das ist eine Sache der Beurteilung und
der Intuition, die beide einem allgemeinen „Konzept“
unterliegen. Dies ist eine psychologische Gestalt im Kopf des
Geheimdienstchefs. Und da die Geheimdienstchefs durch die
politischen Führer bestimmt wurden, ist es kein Wunder, dass
ihre Konzepte beinahe immer zu den Konzepten der Führer passen. DRINGEND
- EURE INTERVENTION IS NOTWENDIG FÜR DIE
HOFFNUNGSBLUMEN-FRIEDENS-SCHULE! Über
3.000 israelische und palästinensische Demonstranten
marschierten gestern in Solidarität zusammen in Abu Dis zu der
Betonmauer, die nicht irgendeine Grenze markiert, sondern ein
riesiges Gefängnis schafft. MASSENKUNDGEBUNG IN ABU DIS Rede
von Uri Avnery im Auftrag von Gush Shalom anläßlich
einer israelisch-palästinensischen Massendemonstration gegen die Mauer in
Abu Dis am 7. Februar 2004 Einige
Tage sind vergangen, dass Sharon etwas über den Rückzug aus dem Gaza
Streifen brabbelte, und wir sind wieder inmitten des Teufelskreises des
Blutvergießens; 14 Menschen aus Gaza durch die Israelische Armee getötet;
weit mehr verletzt; keine israelischen Opfer soweit; die Rufe nach
Vergeltung bereits in der Luft. Ben
Gurion gab 22% Palästinas auf, um die anderen 78 % zu behalten, anstelle
nur der von den UN zugesprochenen 55 %. Menahem Begin gab den ganzen Sinai
auf, um Ägypten aus dem Krieg zu halten, damit er sich auf die Übernahme
der Westbank konzentrieren konnte. Sharon ist bereit, den ganzen
Gazastreifen und 45% der Westbank „aufzugeben“, um 55% der Westbank an
Israel anzuschließen. Uri Avnery: Trauern gehört zu Israel (31. Jan. 2004) Rechtfertigung der Mauer beim Internationalen Gerichtshof: Nicht in unserem Namen! + Brief an die Regierung + Anhang (Statement für den Gerichtshof in den Haag) + Übersetzung der Presseerklärung für die israelische Presse (Gush Shalom, 29. Jan. 2004) Der
Teufelskreis des Blutes dreht sich wieder +++ Nur mit Gewalt? - wöchentliche
Anzeige von Gush Shalom in Ha'aretz (Gush Shalom vom 29. Jan. 2004) Niemand
wurde in al Nabi Saleh getötet; lediglich 500 alte und junge Menschen
wurden gezwungen stundenlang in der Kälte zu stehen – inmitten der Nacht.
Die Kinder, die dort im Regen standen, in der Reichweite des Scharfschützen
auf dem Wachturm, werden sich daran ihr ganzes Leben erinnern. Die Fünf
Refuseniks rücken ins Gefängnis ein, der Protest geht weiter, neue
schmutzige Tricks der IDF, die Fünf legen Berufung ein Ein bahnbrechender Konsens - Editorial Übersicht von The Other Israel 111-112 von Adam Keller (Gush Shalom vom 25. Jan. 2004) Rangordnung
der Prioritäten. Anzeige in Ha'aretz vom 23. Jan. 2004. "Meine
eidesstattliche Erklärung für den Haag" Yossi Sarid in Ha'aretz
Die
Haltung gegenüber Israel wird langsam negativer. Nicht viel
blieb von dem Image des „tapferen, kleinen Staates, der von
Feinden umgeben ist“, und der „einzigen Demokratie im Nahen
Osten“. Wir werden immer mehr als die brutalen Besatzer
gesehen, als ein Staat, der internationale Gesetze und
moralische Normen verletzt. Die „Trennungsmauer“, die
Checkpoints und all die anderen Elemente der Besatzung sind
dabei, unsern guten Namen zu zerstören, und die Vorladungen zum
Internationalen Gerichtshof (in Den Haag) tun uns auch keinen
guten Dienst.
Nur
eine Autostunde von Tel Aviv entfernt liegt eine große palästinensische
Stadt im Sterben – und so wird ein weiteres Ziel der Besatzung
realisiert. Eine Staub- und Sandwolke hüllt die Stadt ein. Die wahren
Wunden liegen aber viel tiefer als die äußere Zerstörung: eine
wirtschaftliche, kulturelle und soziale Struktur löst sich auf und
es gibt eine Generation, die nur ein Leben der Leere und der
Verzweiflung kennt.
Verzweifelte
Bewohner warfen Matratzen und Decken
aus den Fenstern des zweiten Stocks als Balken und Mauern um
sie herum herunterstürzten. Eine Frau, die nur ein paar Meter von
einem Bulldozer entfernt stand, winkte eine weiße Fahne bei dem
vergeblichen Versuch , den Abriss hinauszuzögern und Zeit zu
gewinnen, ihr ab und Gut zu retten. Ein weinendes Mädchen half ihrer
Mutter eine Matratze zu tragen. Das
erschreckendste Ding in diesem Interview ist nicht die Logik der
gemeinsamen Zerstörung, die Morris vorstellt. Das erschreckendste
Ding ist, dass diese Logik in Ha'aretz hineinkriecht und aus der
Titelseite seines anerkannten Freitagssupplement herausguckt. Der
Interviewer und die Herausgeber hielten es für angebracht Morris zu
interviewen. Sie würdigen die Tatsache, dass er das Vokabular der
politischen Korrektheit hat fallen lassen und sagt, was viele denken,
aber nicht zu sagen wagen. Wenn es hier eine kranke Gesellschaft gibt,
dann ist die Veröffentlichung dieses Interviews zur gleichen Zeit ein
Symptom der Krankheit und dessen, was sie fördert. Jemand der
Israel wegen gewisser Akte kritisiert, kann deswegen nicht des
Antisemitismus verklagt werden. Aber jemand der Israel hasst, weil es
ein jüdischer Staat ist, ist ein Antisemit. Es ist nicht immer einfach
zwischen diesen beiden Arten zu unterscheiden, weil schlaue Antisemiten
vorgeben, bona fide Kritik an Israels Aktionen zu üben. Aber jede
Kritik an Israel als Antisemitismus hinzustellen, ist falsch und
kontraproduktiv. Es schadet dem Kampf gegen Antisemitismus. Vor
kurzem stand eine Mutter aus Zentralisrael verzweifelt in der Nähe
der Tür zur Intensivstation, wo ihre 10 Jahre alte Tochter wegen
einer Hirnblutung behandelt wurde. Der Vater eines palästinensischen
Kindes, der ihren Kummer bemerkte, brachte ihr etwas Tee, den er
selbst gemacht hatte und begann eine Unterhaltung mit ihr. Die beiden
saßen da, erzählten sich gegenseitig ihre Sorgen und trösteten sich
gegenseitig. "Willkommen in Abu Dis
Ghetto" Malerin wegen Aufwiegelung festgenommen - Kate Raphael
von IWPS wurde Aufenthalt nach dem Recht auf Rückkehr verweigert - Nächste
Woche (24.1): eine große Pro-Genf Demo in Tel-Aviv So haben all die Bemühungen
zusammen Aqaba etwas Zeit gebracht, um es zu ermöglichen, dass der
Rechtsstreit effektiv sein kann. British
Airways entfernt Werbetafeln aus den Siedlungen als Folge einer
internationalen Kampagne British
Airways Werbetafeln in West Bank Siedlung. Brief von Gush Shalom an
die Fluggesellschaft British Airways (13. Jan. 2004)
ISRAELISCHE
ARMEE BESETZT TULKAREM CAMP.
Es wird
erwartet, dass Hunderte von Reservisten und Unterstützern an der
Demonstration teilnehmen, unter ihnen Hochschulprofessoren, Personen aus
dem öffentlichen Leben und Knessetabgeordnete.
Und
je mehr Bushs Feinde behaupten, dass der Irakkrieg ein einziges großes
Fiasko war, um so mehr wird Bush daran interessiert sein, zu zeigen,
dass der Krieg ein Riesenerfolg war. Er hat einen Neuen Mittleren Osten
geschaffen (leider ohne Shimon Peres). Die bösen Staaten, der Iran,
Syrien und Libyen haben ihre schlimmen alten Wege aufgegeben und sich
der Pax Americana angeschlossen. Alle Massenvernichtungswaffen sind
abgeschafft worden - nur nicht in Israel. Am
21. April, in 105 Tagen, werden sich die Tore des Shikma Gefängnisses
öffnen und der Atomspion Mordechai Vanunu wird nach 18 Jahren in die
Freiheit entlassen. Aber je näher seine Entlassung kommt umso mehr
nimmt die Verwirrung und Unsicherheit im Rechtsestablishment zu. Es ist eine
Tradition, die bis in die Zeit des Libanonkriegs – bevor viele der
heutigen Verweigerer geboren worden waren – zurückgeht, auf den Berg
gegenüber dem Militärgefängnis Nr. 6 in Atlit zu
klettern, von wo die Protestierenden vom Gefängnis aus gesehen
(und gehört) werden können. Aber das Urteil aus der vergangenen Woche,
das fünf junge Leute dazu verurteilte, ein ganzes Jahr dort hinter
diesen grauen Gefängnismauern zu verbringen gab dem heutigen Protest
das Gefühl einer besonderen Dringlichkeit, und ziemlich viele Menschen
waren gekommen, die auf dem Berg bislang nicht zu sehen gewesen
waren. Nicht in unserem Namen (Anzeige v. 9. Jan.) und Yoni
Ben Artzi vorläufig zu Hause Zum
drakonischen Urteil gegen Die Fünf ->> siehe
Übersicht Nablus
befindet sich seit den vergangenen 10 Tagen unter Belagerungszustand, während
das Balata Flüchtlingslager seit den letzten 18 aufeinander folgenden
Tagen unter Belagerung ist. Wir haben soeben erfahren, dass wirklich
jeder einzelne Zugang/Ausgang von Balata völlig abgeriegelt worden ist.
Keine Nahrungsmittel und Medikamente dürfen hinein. Medizinische
Helferteams werden behindert und gelegentlich völlig daran gehindert,
zu passieren. ->> Dringender
Appell aus Nablus: Dies ist eine humanitäre Krise! (Gush
Shalom, 4. Jan. 2004) Das
ist die Quintessenz von Sharons Botschaft. Die Mutter allen Übels ist nicht
die Besatzung, sondern der Widerstand gegen die Besatzung. Solange es dort
Widerstand - „Terror“ genannt – gibt, muss die Unterdrückung
verstärkt werden. Und so lange es Terror gibt, hat es keinen Zweck,
Verhandlungen zu führen. Vier
internationale Aktivisten und vier israelische Aktivisten wurden heute
verhaftet, während sie versuchten die Bulldozer in dem West Bank Dorf
Budrus am Entwurzeln von Bäumen zu stoppen.
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Arbeit
für den Frieden kostet Geld. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende. |