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Aktualisierung: 20. Mai 2004

Israel: Refusenik-Front

->> Zur Entstehung dieser Rubrik (5. Jan. 2004)
->> Refuseniks (israelische Kriegsdienstverweigerer)
in den Rundbriefen von Gush Shalom

In solchen geschichtsträchtigen Zeiten muss ein gesunder Mensch sich erheben gegen das System, das die fortgesetzte Unterdrückung möglich macht. Ich habe die moralische Verpflichtung – nicht die Wahl sondern die Verpflichtung – abzulehnen, an der Okkupation teilzunehmen und gegen die Institutionen zu kämpfen, die solche grundlegende Menschenrechte aufkündigen. 
-> Daniel Tsal weigert sich in eine Okkupationsarmee einzurücken (Gush Shalom, 12. April 2004)

Wir werden nicht zum Schweigen gebracht werden. Unsere Stimme wird in der gesamten Nation zu hören sein: Zieht euch aus den Territorien zurück! Stellt den moralischen Charakter der IDF wieder her! Setzt diesem sinnlosen Blutvergießen ein Ende, BRINGT DIE JUNGENS ZURÜCK NACH HAUSE!
-> Courage to Refuse: David Zonsheine verhaftet (19.05.2004

In solchen geschichtsträchtigen Zeiten muss ein gesunder Mensch sich erheben gegen das System, das die fortgesetzte Unterdrückung möglich macht. Ich habe die moralische Verpflichtung – nicht die Wahl sondern die Verpflichtung – abzulehnen, an der Okkupation teilzunehmen und gegen die Institutionen zu kämpfen, die solche grundlegende Menschenrechte aufkündigen. 
-> Daniel Tsal weigert sich in eine Okkupationsarmee einzurücken (Gush Shalom, 12. April 2004)

 

Reaktion auf die Ermordnung von Scheich Yassin:
Bitte um finanzielle Unterstützung der Kampagne
"Das Blutvergießen wird nicht aufhören, bevor wir nicht verweigern"
(22. März 2004)

 

Eine surrealistische Szene - das Plädoyer von Oberst Major Ochana, stellvertretender Kommandeur des Israelischen Militärpolizei Corps. "Seit dem Zeitpunkt, an dem diese Fünf im Januar im Militärgefängnis Nr. 6 erschienen sind , unterminiert ihre Anwesenheit die Disziplin und gute Ordnung in dem Gefängnis völlig. Der Gefängniskommandant und der gesamte Mitarbeiterstab sind hauptsächlich mit ihnen beschäftigt und haben keine Zeit und Energie übrig für die restlichen fünfhundert Gefangenen. Sie sind politische Aktivisten mit ihrer eigenen Handlungsordnung, völlig unpassend für die Bedingungen eines Militärgefängnisses, das von militärischer Disziplin geleitet wird. Daher beantragen wir, dass sie unverzüglich in ein Zivilgefängnis verlegt werden."
-> Adam Keller:
Die Fünf: ein Knochen in der Kehle des Militärgefängnisses (Gush Shalom, 18. Febr. 2004)

Refusing for Israel: An alle, welche die REFUZ Petition zur Forderung der Freilassung der 5 israelischen Verweigerern aus Gewissensgründen aus dem Gefängnis unterzeichnet haben (15. Febr. 2004)

FTA vom 2. Febr. 2004: Refusnik: Wir weigern uns... ein Teil der Okkupation zu sein" - die äußerst  beeindruckende Rede, die Yonathan Shapira, Mit-Initiator des Piloten-Briefes und deshalb Blackhawk-Pilot "a.D.", an der Ben-Gurion-Universität hielt. Der englische Wortlaut findet sich auf der budhdistischen Friedens-Site von Duckdaotsu 24.01.2004 (Shapira): "We Refuse to Take Part in the Occupation" http://www.duckdaotsu.org/refusenik.html

Die Fünf Refuseniks rücken ins Gefängnis ein, der Protest geht weiter, neue schmutzige Tricks der IDF, die Fünf legen Berufung ein
-> Refusenik-Update: Die Schlacht für Freiheit des Gewissens und gegen die Okkupation (Gush Shalom, 25. Jan. 2005)

Verweigernde Reservisten erhalten nicht die IDF Gehaltsentschädigung für ausgefallenes Einkommen. Viele von ihnen müssen eine Familie ernähren. Mit ansteigender Zahl von Verweigerern lehrt sich der Keren Yesh Gvul (spezieller Notfond für Entschädigungen) rapide. Wenn ihr wollt, dass die Refusniks auch in Zukunft wenigstens etwas erhalten, dann schickt einen Scheck an:
"Keren Yesh Gvul", POB 10276, Jerusalem 91102, Israel.
Weitere Informationen unter http://www.yesh-gvul.org/

Stufe um Stufe werden Soldaten, Kommandeure, die ganze Nation, korrumpiert. Die Werte, mit denen wir einst großgeworden sind - ‘Reinheit der Waffen’, Wert des Lebens, Respekt vor dem Menschen als Abbild Gottes - sie sind zum lächerlichen Witz verkommen.
-> “Ich gebe Ihnen meinen Rang zurück” - Brief an den israelischen Armeestabschef (9. Jan. 2004)

Es wird erwartet, dass Hunderte von Reservisten und Unterstützern an der Demonstration teilnehmen, unter ihnen Hochschulprofessoren, Personen aus dem öffentlichen Leben und Knessetabgeordnete.
-> Demonstration am Freitag, 16. Januar 2004: Piloten und Kommandos schließen sich Courage to Refuse an (13. Jan. 2004)

Es ist eine Tradition, die bis in die Zeit des Libanonkriegs – bevor viele der heutigen Verweigerer geboren worden waren – zurückgeht, auf den Berg gegenüber dem Militärgefängnis Nr. 6 in Atlit zu  klettern, von wo die Protestierenden vom Gefängnis aus gesehen (und gehört) werden können. Aber das Urteil aus der vergangenen Woche, das fünf junge Leute dazu verurteilte, ein ganzes Jahr dort hinter diesen grauen Gefängnismauern zu verbringen gab dem heutigen Protest das Gefühl einer besonderen Dringlichkeit, und ziemlich viele Menschen waren gekommen, die auf dem Berg bislang nicht zu sehen gewesen waren. 
-> Hunderte demonstrieren auf dem Hügel, der über dem Militärgefängnis Nr. 6 liegt (Gush Shalom, 11. Jan. 2004)

Möglichkeit zum Protest per Mail: über die Homepage von Sie verlassen die Friedenszeitung Duisburg Jewish Voice for Peace

4. Januar 2004: 
Drakonisches Urteil gegen Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen:
zwölf Monate hinter Gittern, zusätzlich zu den bereits abgeleisteten vierzehn

"Gush Shalom drückt seine Empörung über die harte Bestrafung der fünf mutigen jungen Okkupationsverweigerer aus - an dem selben Tag, an dem die Armee mitteilt, dass der Soldat, der auf den Demonstranten Gil Na'amati schoss und ihn schwer verwundete, nicht in irgend einer Weise verfolgt oder bestraft werden wird."

"Die Armee fürchtet sich vor unseren Idealen. Ideale des Friedens und der Freiheit sind eine große Bedrohung für Generale."
-> Adam Keller: Letzter Tag im Gericht (Gush Shalom, 5. Jan. 2004)

Eltern-Forum der Kriegsdienstverweigerer: Helfen Sie, Die Fünf freizubekommen! Schreibt an Brigadegeneral Gil Regev. Er hat die Befugnis, die Ausführung oder Nichtausführung des Urteils zu genehmigen. Regevs Faxnummer ist +972 3 569 2933.
-> Musterbrief auf deutsch und englisch (5. Jan. 2004)

Eltern-Forum der Kriegsdienstverweigerer: Fünf KDVler zu Gefängnisstrafen verurteilt um eine Generation von Rekruten für die israelische Armee abzuschrecken - Neue Petition (5. Jan. 2004)

Eltern-Forum der Kriegsdienstverweigerer: -> Kurze Zusammenfassung von dem, was im Gericht am 4. Januar 2004 geschah (5. Jan. 2004)  

Ein Militärjustizsystem, das indifferent geblieben ist gegenüber den Hunderten von Vorfällen des Unrechts und Tötens von unbewaffneten palästinensischen Zivilisten, beweist nun seine Ergebenheit gegenüber der Herrschaft des Rechts durch seine barbarische Behandlung von fünf jungen Menschen wegen des "Vergehens", dem Gewissen treu zu bleiben und sich zu weigern Hand anzulegen an der blutigen Kampagne der Repression.  
->
Yesh Gvul:

Eltern-Forum am 6. Januar: DRINGEND: Bitte helft die 5 KDV-ler freizubekommen! 

P. Rainer Fielenbach: Laßt die jungen israelischen Kriegsdienstverweigerer nic ht allein! (5. Jan. 2004)

Sie dürfen sich nicht allein gelassen fühlen. Besonders wir Deutsche wissen um den hohen Wert moralischen Handelns, wurden doch gerade diese moralischen Werte im 2. Weltkrieg in unserem Namen tausendfach mit Füßen getreten.
-> Günter Schenk: Unterzeichnen Sie die Petition! (5. Jan. 2004)

 

 

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