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Diese Rubrik wird am 16. März 2003 eingerichtet, damit wir nicht aus den Augen verlieren, was die Regierung Scharon im Schatten des Irak-Kriegs treibt

Von der anderen Front: Israel/Palästina

-->> neueste Beiträge auf der Hauptseite

->> Übersetzungen der Rundbriefe aus Israel

->> Protest gegen die Apartheidmauer

Spendenaufruf: Hilfe für junge Gefangene

Besuchen Sie auch ...

Die offizielle Seite der palästinensischen Graswurzelbewegung gegen die Apartheidmauer www.stopthewall.org sucht ÜbersetzerInnen. 
(englisch-deutsch; arabisch-deutsch)
Melde Dich,
wenn Du (auch nur einmalig) Infomaterial, Analysen, AugenzeugInnenberichte von den Baustellen der Mauer und dem breiten Widerstand dagegen übersetzen möchtest.
->mehr  

Herr Vanunu möchte zu einer Rundreise nach Deutschland kommen. Ihn soll in Israel ein neues Verfahren erwarten, da er gegen die ihm auferlegten Restriktionen (nicht mit Medien zu sprechen) verstoßen haben soll. Damit sei sein Recht, Israel ab April 2005 zu verlassen, gefährdet.
-> Internationale Kampagne für die Rede- und Reisefreiheit von Dr. Mordechai Vanunu: Reisefreiheit für Vanunu! Bitte um Unterstützung des Appells (02.04.05) 

„Nun, seid Ihr befreit worden?“ fragten wir einen Tul Karemer Bewohner. „Man sagt es,“ antwortete er.
-> Amira Hass: Ist Tul Karem befreit worden? (Haaretz, 23.03.05)

Da 40% der palästinensischen Wirtschaft und die vom Tourismus abhängige Wirtschaft sich rund um Jerusalem befindet, wird der E-1-Plan das wirtschaftliche Herz aus dem palästinensischen Staat herausschneiden und ihn in nichts anderes als in ein paar nicht lebensfähige „Indianerreservate“ verwandeln.
-> Jeff Halper, ICAHD: E-1 :Das Ende eines lebensfähigen Staates (hier seit 03.04.05)

Die palästinensische Öffentlichkeit und Führung zweifelt nicht daran, dass Israel und die Palästinensische Behörde nun mit einer genau definierten Schlacht um Jerusalem beschäftigt sind. Wenn  in etwa vier Monaten der Abzugsplan ausgeführt wird, wird der Mauer-und Zaunbau rund um Ost-Jerusalem abgeschlossen sein und etwa 250 000 Araber werden von der Palästinensischen Autonomiebehörde abgeschnitten sein.
-> Danny Rubinstein: Die Schlacht um die Hauptstadt (Haaretz, 31.3.05)

Während die Aufmerksamkeit der Welt sich auf die Abzugspläne im Gazastreifen konzentriert, intensiviert die Regierung von Israel einseitige Programme, die die Kontrolle über Jerusalem und andere Teile des besetzten Gebietes verstärken.
-> WCC Genf: Offener Brief über den Status von Jerusalem ( 31.03.2005)

Wir rufen beide, die Israelis und die Palästinenser auf,  Gottes Angesicht  im Anderen zu erkennen  und die Menschlichkeit des anderen zu akzeptieren und einander die Menschen-, Bürger-, Religions- und politischen Rechte anzuerkennen. Haben wir erst die uns gemeinsame Menschenwürde und  für uns alle die gleichen Rechte anerkannt, werden Frieden und Gerechtigkeit Wirklichkeit // Haben wir  erst einmal anerkannt, dass wir alle Menschen sind und die gleichen Rechte haben, werden Frieden und Gerechtigkeit Wirklichkeit.
-> Michel Sabbah, Riah Abu El-Assal u.a.:  Palästinensische Christen sterben aus, um (wo anders) in Würde und Freiheit zu leben. Ein Appell aus Jerusalem an die Welt, Ostern 2005

 

Am frühen Morgen entdeckten palästinensische Hirten von At-Tuvani, dass der Hügelhang mit winzigen grünen Giftkügelchen bedeckt war. Das Gift war unter Büsche gestreut, unter denen die Schafe gewöhnlich grasen. Das Gift war auch nahe einer größeren Wasserquelle des Dorfes gestreut.
-> ISM-Bericht:  Palästinensischer Hügelhang  in der Nähe der Siedlung Maon vergiftet (22.03.05)

Das Jerusalemer Verwaltungsgericht verkündete am Dienstag im Falle des aus den USA stammenden Rabbiners einen Schuldspruch. Er hatte versucht, Bulldozer daran zu hindern, ein illegal gebautes palästinensisches Haus in Jerusalem zu zerstören. Für uns, sagt Arik Ashermann, ging es bei dieser Gerichtsverhandlung wirklich nur um die Menschen, die hier keine Stimme haben, um die Opfer der Hauszerstörung. Und deshalb werden wir direkt vom Gericht aus dorthin gehen, um eines dieser Häuser wieder aufzubauen.“
-> Haaretz: Gericht erklärt Rabbiner für schuldig, eine Hauszerstörung  unterbrochen zu haben (22.03.05)

Ich möchte vor einer gedankenlosen Verwendung dieser irreführenden Analogie zwischen israelischer Politik und dem ehemaligen Apartheidregime Südafrika warnen. Es ist theoretisch falsch und politisch schädlich. Der Zionismus hat niemals beabsichtigt, einen Palestinostan für die palästinensischen Araber zu schaffen. Von Anfang an planten sie, sie loszuwerden, um einen rein jüdischen Land Israel zu schaffen 
-> Moshe Machover: Ist es Apartheid? (News from Within, Jerusalem, Jan. 2005)

Shamai Leibowitz: Ein Aufruf , die Besatzung zu beenden (hier: 27.03.05)

Ich versuche wieder etwas, das fast unmöglich scheint: Ich möchte den Bann des Schweigens durchbrechen, der einen Teil der deutschen Presse zu fesseln scheint, wenn es um die katastrophale Politik Israels gegenüber dem palästinensischen Volk und ihre Folgen geht.Unrecht bleibt Unrecht
->
Offener Brief von Reuven Moskovitz*, Jerusalem: Die Friedenspläne von Scharon und Bush sind nichts wert. Deutschland und die EU müssen eine eigene Position gegenüber Israel entwickeln (17.11.2004)

Sie sagte: es gibt kein Geld, wenn euch die Schuhe drücken, schneidet sie vorne auf. Dies haben wir zum Essen – bis morgen gibt es nichts mehr. Nein, wir haben keine Orangen – sie haben die Bäume abgesägt. Ich weiß nicht warum. Vielleicht haben die Bäume die Panzer bedroht.
-> Lisa Suhair Majaj: Was sie sagte. Gedicht (Nov. 2004)

Die Schnitzereien aus Olivenholz der Bethlehemer Christen werden ab dem 25.11.04 im Karmelitenkloster Straubing zum Verkauf angeboten. Das Angebot umfaßt wertvolle, geschnitzte Krippen, Kleinkrippen, moderne Schnitzarbeiten von biblischen Motiven, Christbaumanhänger, Kreuze, usw. Da auf der politischen Ebene im Heiligen Land vorerst keine Änderung zu erwarten ist, verbleibt uns aber sehr wohl dieser Weg,  unseren Mitchristen zu helfen und ihnen unsere Solidarität zu zeigen.
-> P. Rainer Fielenbach:
Bethlehem leidet große Not oder "Das Normale ist schlimm genug" (22.11.2004)

Die Partner in Bethlehem schätzen die zugesandten Wünsche und Gebete sehr -  als persönliche und als spirituelle Geste des Trostes und der Hoffnung zu Weihnachten, aber auch als eine Möglichkeit, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Isolation und Stagnation zu lenken, die Sperren und Besatzung in den palästinensischen Gemeinden verursachen. Die Wünsche und Gebete werden gedruckt und ausgehändigt als persönliche Botschaften, als Unterrichtsmaterial (z.B. an Schulen) und im Kontext von interreligiösen Gebeten (in Gebetshäusern).
-> Aktion: "Weihnachtswünsche für Bethlehem" 
von Pax Christi International, Internationalem Versöhnungsbund, dem Netzwerk Church and Peace und Justitia et Pax
(Nov. 2004)

Zu dem Training sind alle herzlich eingeladen, die überlegen, als

Freiwillige mit ISM (International Solidarity Movement) nach Palästina /

Israel zu gehen.
-> ISM: Vorbereitungswochenende in Berlin im Dezember 2004

 

ISM informiert und bittet um Unterstützung der Kampagne: -> Stoppt die Hexenjagd! Die Organisation der Arbeiter ist ein unantastbares Grundrecht! (20.11.2004)

Soda-Club wird allein in der BRD in über 10.000 Kaufhäusern (Marktkauf, OBI...) und anderen Vertriebsstellen verkauft. Vertrieben wird Soda-Club in u.a. Österreich (>1600 Händler), Holland (>1600 Händler), Schweiz und England. Ich fürchte, auch bei vielen Palästina-Freunden steht bereits so ein Gerät.
-> AK Palästina Tübingen: Israelischer Exportschlager: Soda-Club ein Produkt aus Maale Adumin (Westbank-Siedlung) (19.11.2004)

 

Dr. Reiner Bernstein: Die "Genfer Initiative" und was daraus geworden ist - ein Bericht (23. Okt. 2004)

Wir nehmen Abschied von dir. Noch ringst du mit dem Tod, der dich mitnehmen will in seine Welt. Doch glaube mir, dein Traum von einem freien Palästina wird in uns weiter leben. 
-> Faten Mukarker, Beit-Jala/Bethlehem: Abschied oder dein Traum wird weiter leben (06.11.2004)

Es war das Schicksal Arafats, im Leben wie im Tode  ein Symbol zu sein. Ministerpräsident Sharon hat dies anscheinend begriffen, als er erklärte, dass Arafat,  so lange er selbst lebe, nie in Jerusalem beerdigt werden könne. In aller Eile musste der kranke Arafat noch einmal   gedemütigt werden:  Sharon  versah das Schicksal Arafats, das er mit vielen Palästinensern teilt,  mit  einem klaren Symbol: sie haben keine Heimat und keinen Friedhof, in dem sie mit ihren Vorfahren vereinigt sein können.
-> Meron Benvenisti: Unser Schatten (Haaretz, 5.11. 2004)

Sie sitzt auf einer Couch und lehnt sich an viele Kissen, ihr geschwollenes Bein hat sie hochgelegt und den gebrochenen Arm so gut wie möglich auf die Seite gelegt. Kim Lamberty gibt zu, dass sie schon bessere Zeiten gesehen hat. Obwohl die 44 jährige Friedensaktivistin jetzt wieder in der Lage ist, zu gehen und die meisten Verletzungen von ihrem Gesicht und Körper verschwunden sind, so ist es ein schwieriger Monat gewesen, wie sie sagt.
-> Daphna Berman: Eine andere Art von Heiligland-Kreuzfahrern (Haaretz, 15.10.04)  

ISM: Aufruf für Freiwillige, die Olivenernte zu unterstützen (27.10.2004)

Das Hauptmotiv für den Krieg gegen uns, ist  der starke Wunsch, das grausame Joch der Besatzung abzuschütteln. Die Checkpoints, die Demütigungen, die Unterdrückung und die Masseninhaftierung sind die wahre Infrastruktur des Terrorismus. Alles andere ist Nebensache. Palästinensischer Terror hat seine Ursprünge nicht in irgendwelchen  externen  Befehlsposten. Er kommt aus den Trümmern in den Gebieten, er kommt aus den Herzen der Kinder, die mit ansahen, wie ihre Eltern gedemütigt und wie auf ihrem Leben  herumgetrampelt wurde.
->
Gideon Levy: Der Grund des Terrors liegt hier (Haaretz  05.09.04)

 

Empfehlung der Friedenszeitung Duisburg: Unterstützen Sie ISM-Polen (22.06.04)
"Unsere Anwesenheit vor Ort wird zu einem symbolischen Beweis der Ablehnung der israelischen Politik durch die polnische Öffentlichkeit."

 

wpe8.gif (24797 Byte)Verlauf der israelischen Sperranlage um Qalqiliya übertragen auf Bergheim
(P. Rainer)

Ansichten:
 Die Mauer
(PowerPoint)
Zur Verfügung gestellt von P. Rainer 

Free Mordechai Vaanunu

 

Gila Svirsky: Wir brauchen die Hilfe von verantwortungsvollen Leuten aus aller Welt, um die drohende Vertreibung einer ohnmächtigen Gemeinde von Hirten und Bauern zu verhindern, die in Höhlen in den besetzten Gebieten leben und kaum Kontakt zur Außenwelt haben. 14 israelische Organisationen haben sich zusammen geschlossen, um ihnen zu helfen und sponsern eine Petition:
-> Stoppt die Vertreibung der Palästinenser aus den südlichen Hebronhügeln! (3. Sept. 2004)

Für Sie alle, die Sie dies lesen, ist ein Nach-Hause-kommen eine Selbstverständlichkeit. Für die meisten Palästinenser ist dies nicht der Fall. Mehr als 40 000 Palästinenser haben in den vergangenen  vier Jahren ihr Zu-Hause verloren. Etwa 11 000 palästinensische Wohnungen  sind seit 1967 in den besetzten Gebieten  zerstört worden. Tausende von unschuldigen Familien leben unter ständiger Bedrohung, dass ihre Wohnung und ihr Leben zerstört wird.
->
Amos Gvirtz, ICAHD ( Israeli Center against  House Demolitions): Zerstörte Häuser in den besetzten Gebieten 2000-2004 (August 2004)

Der erste Tag im „Mikarov“-Projekt ist für die Gruppe besonders anstrengend, „Mikarov“ ist Hebräisch und bedeutet „aus der Nähe“ oder „verwandt“ – das Projekt zeigt Israelis das Leben von Palästinensern in der nördlichen Westbank.
->
IWPS-Bericht: Aus der Nähe: Israelis entdecken das besetzte Palästina (24.05.04)

Die Welt schaut schweigend zu, Medien in Deutschland berichten lediglich sporadisch, man möchte glauben eher peinlich  berührt, alle mal immer "ausgewogen", indem einer Meldung über menschenrechtswidrige Übergriffe mindestens zwei oder drei Meldungen entgegengestellt werden, aus denen die angebliche "barbarische" Grausamkeit der palästinensischen Resistance, deren Unwillen zum Frieden hervorgehen bzw. hervorgehen sollen.
-> Günter Schenk:
Folter auch in israelischen Gefängnissen(9. Mai 2004)

Ein Jude an die
zionistischen Kämpfer – 1988

was wollt ihr eigentlich?
Wollt ihr wirklich die übertreffen
die euch niedergetreten haben
vor einem Menschenalter
in euer eigenes Blut
und in euren eigenen Kot?

 

Wollt ihr die alten Foltern
jetzt an die anderen weitergeben
mit allen blutigen
dreckigen Einzelheiten
mit allem brutalen Genuss
der Folterknechte
wie unsere Väter sie damals
erlitten haben?

 

Wollt jetzt wirklich ihr
die neue Gestapo sein
die neue Wehrmacht
die neue SA und SS
und aus den Palästinensern
die neuen Juden machen?

 

Aber dann will auch ich
weil ich damals vor fünfzig Jahren
selbst als ein Judenkind
gepeinigt wurde
von euren Peinigern
ein neuer Jude sein
mit diesen neuen Juden
zu denen ihr
die Palästinenser macht

 

Und ich will sie zurückführen helfen
als freie Menschen
in ihr eigenes Land Palästina
aus dem ihr sie vertrieben habt
oder in dem ihr sie quält
ihr Hakenkreuzlehrlinge
ihr Narren und Wechselbälge
der Weltgeschichte
denen der Davidstern
auf euren Fahnen
sich immer schneller verwandelt
in das verfluchte Zeichen
mit den vier Füßen das
ihr nun nicht sehen wollt
aber dessen Weg ihr heut geht!

Erich Fried

Die  geistige Haltung und charakterliche Stärke dieser Leute, bei denen ich die letzten 12 Stunden verbrachte, waren wirklich beeindruckend. Es stimmt, Gott hält diese palästinensischen Familien in seinen Händen und gibt ihnen die Stärke, die sie brauchen, um ihr tägliches Leben fortzuführen, auch wenn ihnen ihr Land und ihre Kinder genommen werden. Als  Besucher, der gleich wieder gehen wird, fühle ich mich irgendwie schuldig. Wie kann ich in mein angenehmes Leben in den USA wieder zurückkehren und vergessen, was ich hier erlebt habe? Ich kann es nicht. Ich muss allen sagen, denen ich begegne, wovon ich Zeuge wurde. ...
->
Christian Peace Team: Rüdes Erwachen (Bericht aus Hebron, 22. April 2004)

Die Tötung Yassins ist  auf verschiedenen Ebenen ein Verbrechen. Eine unbewaffnete Person zu töten, ist ein Verbrechen. Eine alte, hilflose Person im Rollstuhl zu töten, ist ein verachtenswertes Verbrechen. Aber Yassins Mord, der Mord an einem religiösen und politischen Führer, ist ein Verbrechen von wirklich besonderer Art.
-> Ran Ha Cohen: Wer gewann den 2. Weltkrieg? (09.04.2004)

Wenn es also nicht nur einige "antideutsche" Spinner sind, die ein unbedingtes und kollektives Schweigen zur Politik Israels fordern, sondern auch Politiker wie Joschka Fischer die Kettensäge im Kopf akzeptieren, wird der Nahe Osten mehr und mehr zur größten Gefahr für die Welt werden. Wie man bei der Liquidierung von Jassin sah, bezieht die gesamte arabische und islamische Welt ihre Aggression gegen den so genannten "Westen" durch eine Fokussierung auf den Nahost-Krieg. Was dann auf uns zukommt wird möglicherweise die jetzt Schweigenden zu demnächst Jammernden und Schreienden werden lassen.
-> Michael Spies, Düsseldorf: Im Nahen Osten nichts Neues ... Warum die plötzliche Aufregung? (26. März 2004)

Wir, wir alle, sollen weiter auf den Straßen gehen, in den Cafes sitzen, in Bussen fahren, in den Märkten und Supermärkten einkaufen, aber dieser Haufen von Leuten, der uns mitten in die Gefahr bringt, wird in gepanzerten Fahrzeugen und in verborgenen Korridoren geschützt, dazu kommt eine verstärkte Menge treuer, hingebungsvoller Gorillas.
-> B. Michael: „Leben – um den Tod herum“, Yedioth Achronot, 23.März 2004

Sie verlassen die Friedenszeitung Duisburg Michael Pröbsting: Zuckerbrot und Tötungen. Israel sucht nach effizientester Methode zur Unterdrückung der Palästinenser (Teil 1) (jW, 17. März 2004)

Sie verlassen die Friedenszeitung Duisburg Michael Pröbsting: Kolonialer Würgegriff.Israel sucht nach effizientester Methode zur Unterdrückung der Palästinenser (Teil 2 und Schluß) (jW, 18. März 2004)

Unter den augenblicklichen Umständen zu schweigen, bedeutet Zustimmung.
-> Lev Grinberg: Symbolischer Völkermord (23. März 2004)

Eine Frage, die sich aufdrängt, wagt kein Politiker ­ schon gar nicht in Deutschland - zu stellen: wer gab Schron Grünes Licht für die systematische Vernichtung des palästinensischen Volkes?
-> Maher Fakhoury: Das ist wieder der wahre Scharon
(23. März 2004) 

Es ist eine der Gefahren der Anwendung der Politik der gezielten Tötung, dass darob vergessen zu gehen droht, dass auch Terroristen primär zu verhaften und in einem fairen Verfahren vor ein Gericht zu stellen sind.
-> Patrick Sutter: Die gezielte Tötung von mutmasslichen Terroristen. Versuch einer Einordnung in das humanitäre Völkerrecht (hier im Netz seit dem 17. März 2004)

Bei einem Telefon-Interview mit Dr.Eyad El-Sarraj, z.Zt in London, klang er geschockt, aber nicht überrascht, als er erfuhr, dass zwei 18-Jährige aus dem Jabalya-Flüchtlingslager in Gaza am 14.3.04 die Selbstmordattentäter in Ashdod waren.
->
Die traumatisierten Kinder Palästinas. Interview mit Dr. Eyad Sarraj (18.03.04, Dt. Ellen Rohlfs)  

Bald wird das Tor verschlossen sein. Auch dieses. Eine riesige Platte wird mit der anderen verbunden, wie Legoblöcke. Und der Beton wird alles absperren. Hier gibt es keine Debatte: das ist eine Mauer – kein Trennungszaun. Eine Mauer. Ein mächtiges Bauwerk – zweimal so hoch wie seine historische Schwester, die Berliner Mauer.
-> Gideon Levy:
Ein Schlag gegen die Mauer (Haaretz, 7. Febr. 2004)

'Der Gefangenentausch von Köln fand trotz des gestrigen Mordes der Israelischen Armee an 13 Palästinensern in Gaza und angesichts fortgesetzter Tötungsaktionen der Armee statt'
-> Günter Schenk: Kölner Gefangenentausch: Berichterstattung. Offener Brief an die Redaktionen (31. Jan. 2004)

Zwei große deutsche Tageszeitungen haben nach anfänglicher Zustimmung die Veröffentlichung dieses Nachrufs als bezahlte Todesanzeige wegen des „politischen Inhalts“ abgelehnt. 
-> Nachruf: Für Tom Hurndall (junge Welt, 31. Jan. 2003)

Die Verstöße, die in den besetzten Gebieten von der israelischen Regierung gegen Menschenrechte und Menschlichkeit tagtäglich begangen werden sind amoralisch und politisch nicht vertretbar. Die Besatzungspolitik steht im Widerspruch zur Menschenrechtscharta der EU. Im Interesse der Glaubwürdigkeit der Charta der Menschenrechte fordern die Jüdische Stimme (Berlin) und das Exekutivkomitee des EJJP (Amsterdam) die europäischen Regierungen, insbesondere die deutsche Bundesregierung auf, ihre konsequente Einhaltung und Umsetzung endlich auch gegenüber Israel einzufordern.
-> Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost (EJJP Deutschland): Einladung zur Pressekonferenz am 3. Februar in Berlin

Als Juden und Jüdinnen, wohnhaft in der Bundesrepublik Deutschland, halten wir den Bau dieser Mauer für äußerst menschenrechtswidrig und bitten Sie, effektiv dagegen einzuschreiten.
-> Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost (EJJP Deutschland): Brief an den Außenminister der Bundesrepublik Deutschland (29. Jan. 2004)

Ich fordere Sie daher, sehr geehrter Herr Außenminister Fischer, nachdrücklich auf, eine klare Position für Deutschland zu beziehen, die sich auf die Seite des Völkerrechtes stellt und die von Israel erbaute Mauer und "Zaunanlage" in der jetzigen Form als völkerrechtswidrig verurteilt.
-> P. Rainer Fielenbach: 30. Januar 2004 - Mauer- Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (29. Jan. 2004)
 

Mauer-Gutachten des Internationalen Gerichtshofs: Unterstützt die Bundesrepublik die Klärung von Rechtsfolgen des israelischen Mauerbaus? (Hintergrund-Text zur Diskussion, Stand: 23. Januar 2004)

Statistik der Getöteten  - siehe besonders die Altersangaben (351  = 12,6% Kinder von 15 Jahren und jünger! http://www.palestinemonitor.org/index.html und http://www.palestinemonitor.org/factsheet/Palestinian_killed_fact_sheet.htm

Nicht mal ein Wohnwagen ist bisher geräumt worden: Allen Friedensinitiativen zum Trotz regiert im Nahen Osten derzeit die große Stagnation 
-> Frankfurter Rundschau: Klassentreffen in Tel Aviv. (24. Jan. 2004)

Selten hat sich der Werkstattbesitzer Wael Basseh so ohnmächtig gefühlt wie an diesem Morgen. "Du wachst auf und siehst, wie sie eine Gefängnismauer vor dir aufbauen." Der schwere Kran vis-à-vis macht mit lautem Rasseln unmittelbar deutlich, dass das kein Albtraum ist. Dutzendfach liegen neun Meter hohe Betonsegmente auf dem staubigen Erdreich, um emporgehievt und mit ihren Sockeln im Boden versenkt zu werden. Stück für Stück wächst die Mauer.
-> Frankfurter Rundschau:
Tiefer Schnitt (24. Jan. 2004)

Sie zerstörten mein Haus und die Möbel darin, sie töteten meinen Sohn und das Kind meines Sohnes, sie vertrieben uns von der Erde, wohin soll ich gehen? Ich werde jetzt auf dem Schutt schlafen. Ich werde nie von hier fortgehen. Nein, nein, nein ich werde nicht gehen. Ich werde hier sterben in dieser Ecke, in der ich sonst immer gesessen habe.
-> In Rafah geht der Krieg unbeobachtet und unverhindert weiter. Bericht von Mike, 22. Januar 2004

Eines Tages werden wir die Fragen beantworten müssen, die jetzt noch nicht auf der öffentlichen Tagesordnung stehen: wer gab uns das Recht, das Schicksal eines anderen Volkes zu kontrollieren? Mit welchem Recht haben wir jahrelang Millionen Menschen wie in einem Gefängnis gefangen gehalten? 

-> Gideon Levy: Wo Hass und Verzweiflung geschürt werden (Haaretz, 18.1.04 )

Solange 37 Jahre vorübergehen und die Besatzung nur immer brutaler wird, solange das israelische Bewusstsein nicht völlig verhärtet und nicht die Ungeheuerlichkeit der Bosheit verinnerlicht, solange gibt es keinen anderen Weg, als die Welt um Hilfe aufzurufen.
-> Gideon Levy:
Schrei geliebtes Land! (10. Jan. 2004)

Eine Freundin aus Israel erzählte mir neulich, dass sie auf einem Schild  im Büro eines Offizier gelesen hat: „Halte sie in Unsicherheit!“ 
->
Paula Abrams-Hourani (Frauen in Schwarz, Wien): Eindrücke einer Reise ins Westjordanland (13. Januar 2004 )

Alles in allem: um der Palästinenser willen, aber vor allem um unsretwillen: je schneller wir die Besatzung beenden und die (besetzten) Gebiete verlassen, um so besser wäre es für uns. Ich schreibe dies, weil es unmöglich ist, dies weiterhin mit anzusehen und still zu bleiben.  
-> Shlomo Lahat: Nährboden für Hass (Haaretz, 5.1.04)

Gestern erlag der 22jährige britische ISM-Aktivist Tom Hurndall seinen Versetzungen. Tom war in April 2003 in Rafah im Ghazastreifen von einem israelisch Scharfschützen in den Kopf geschossen worden, als er versuchte, zwei kleine palästinensische Kinder aus der Schußlinie zu retten. Seitdem galt er als gehirntot und wurde maschinell am Leben erhalten.
-> International Solidarity Movement: ISM-Aktivist Tom Hurndall ist tot (14. Jan. 2004)

Heute wurden in der Altstadt von Nablus drei junge Palästinenser bei "Zusammenstößen" mit der israelischen Armee getötet, ein weiterer wurde gehirntot erklärt, zahlreiche andere wurden zum Teil schwer verletzt. 
-> International Solidarity Movement: Widerstand unter Besatzung (3. Jan. 2004)

"Diese Figuren sind aus Glas gemacht, und zwar aus Scherben weggeworfener Flaschen und aus Glassplittern von Fenstern, die bei der israelischen Invasion von Bethlehem zerstört wurden. Menschliche Hände suchten sie aus dem Schutt heraus. Von den Ärmsten der Armen der Bethlehemer Region wurden sie gesammelt und zur Kunstwerkstätte des Internationalen Zentrums von Bethlehem gebracht."
->P. Rainer Fielenbach OCarm.: Scherben-Segen - Mit Glas-Engeln aus Bethlehem (1. Jan. 2004)

Ohne Vorwarnung sei auf sie geschossen worden, berichtete ein schwedischer Parlamentsabgeordneter, der in der Nähe von Ramallah an einer Demonstration gegen den Mauerbau beteiligt war und von der israelischen Polizei verhaftet wurde.
Sie verlassen die Friedenszeitung Duisburg Werner Pirker: Die Gesetzlosen. Israel will Besiedlung des Golans verdoppeln (jW, 2. Jan. 2004) 

Der frühere Arbeitsminister Norbert Blüm bereiste auf eigene Faust und Kosten ein von Israel besiedeltes und besetztes Territorium. Mit ihm unterwegs Rupert Neudeck, der Gründer von Cap Anamur, und Winfried Seibert, Rechtsanwalt in Köln.
-> Norbert Blüm: Unter Palästinensern. Warum ich Scharon bekämpfe (Rheinischer Merkur, 1. Jan. 2004)

Es ist klar für jeden, der sich mit dem Nahostproblem beschäftigt, dass Sharon seine Politik fortsetzen wird, solange die USA und die Europäer - vor allem Deutschland - weiter nach der Pfeife Sharons tanzen. 
-> Maher Fakhoury: Wissen Sharon und seine Regierung, was Frieden bedeutet? (27. Dez. 2003)
Sonderseite:

Weihnachten 2003 in Bethlehem

Am 21. Dezember 2003 richteten dreizehn Reservisten der Elitekommandoeinheit Sayeret Matkal des Generalstabs der israelischen Verteidigungsstreitkräfte einen Brief an Premierminister Scharon, in dem sie ihre Weigerung ankündigen, weiterhin in den besetzten palästinensischen Gebieten Dienst zu tun.
-> Wer wagt, gewinnt (jW, 24. Dez. 2004)

„Wir wollen nicht, dass unser Planet ein Schlachtfeld toter Kinder wird. Wir müssen unsere Stimmen erheben, die Stimmen von Müttern, und alle anderen Stimmen zum Schweigen bringen. Wir müssen jeden dazu bringen, die Stimme Gottes zu Abraham sagen zu hören ‚Strecke deine Hand nicht gegen das Kind aus".
->
Leah Tsemel: Eine Besatzung, die Kinder dazu bringt sich umzubringen /ZNet, 5. Dez. 2003)  

Sonderseite: 

Weihnachten 2003 in Bethlehem

Die MAUER MUSS WEG. Zur Pressekonferenz von Dr. Norbert Blüm, Rechtsanwalt

Thomas Immanuel Steinberg: Sie verlassen die Friedenszeitung DuisburgScharons Hexenküche. Eine verwerfliche Studie über Antisemitismus in Europa (16. Dez. 2003)

Dror Etkes schreibt jeden Tag die Landkarte der Siedlungen von Juden im Westjordanland neu: Hügel werden besetzt, Container aufgestellt, Zäune gezogen - die Landnahme seiner Landsleute in palästinensischem Terrain
-> "Es wird gebaut wie nie zuvor": Späher im Auftrag der Wahrheit
(SZ, 12. Dez. 2003)

Der Zionismus ist in gar keiner Weise berufen, gegen den Antisemitismus zu kämpfen und hat kein Recht, die Shoa zu instrumentalisieren .
-> Piere Stambul:
Die Juden, der Zionismus und Israel (Dez. 2003)

Victoria Buch: Was Sharon meint, wenn er von Sicherheit des Staates spricht. Rede bei der Demonstration von Peace Now am 29. Nov. 2003 jetzt auf deutsch!

Noch immer sehe ich die graue, überdimensionale Mauer vor mir, als wir Ende Oktober km-lang an ihr vorbeifuhren: eine Gefängnismauer? Nein, eine ganze Stadt - Kalkilia - liegt dahinter -aber wir sahen nichts von ihr, absolut nichts. Seitdem geht mir die Mauer nicht mehr aus dem Sinn. Sie war für uns kein Hindernis, wie gesagt, wir fuhren nur vorbei. Und die Bewohner der Stadt? Gefängnisinsassen? Seitdem denke ich über Mauern nach und erinnere mich an Mauern, über die ich gelesen und die ich selbst gesehen habe.
->> Ellen Rohlfs: Von Mauern und Zäunen (Dez. 2003)

Olivenöl aus Palästina

"Man braucht kein Genie sein, um zu wissen, daß die von einer ein-Tonnen-Bombe verursachten Zerstörungen massiv sind, also hat jemand da oben die Entscheidung getroffen, sie abzuwerfen, wohlwissend, daß sie Gebäude zerstören würde", sagte er. "Jemand hat die Entscheidung getroffen, unschuldige Menschen zu töten. Da sind wir die Terroristen. Das ist Vergeltung."
->> Verweigernde israelische Piloten: ---> Staatsterrorismus (4. Dez. 2003)

An den Checkpoints haben junge Leute die Gelegenheit „die Herren zu spielen“. Und Macht und Gewalt auszuspielen, wird legitimiert – und dies ist ein viel grundsätzlicherer Beweggrund als politische Ansichten und Werte, die man von zu Hause mitbringt. Sobald Gewaltanwendung legitimiert, ja sogar belohnt wird, besteht die Tendenz, so weit als möglich  zu gehen und diese Impulse so weit als möglich auszukosten. Es geht um die Befriedigung des Machttriebes jenseits dessen, was die Situation erfordert. Heute würde ich dies sadistische Impulse nennen.
->> Gideon Levy: Ich schlug einen Araber ins Gesicht. Ha'aretz, 22. November 2003)  

Johannes Zang: Hinter Mauern wächst kein Friede (die Tagespost, 18. Nov. 2003)

Auf die Frage, wo die Einwohner Ramyas denn nun ihre Tiere weiden sollen, antwortet der Bürgermeister Carmiels: "Nicht in meinem Garten."
Zu kaufen: Ein Video-Film (arabisch-hebräisch mit deutschen Untertiteln)  über Ramya, ein arabisches Dorf im Norden Israels, in Galiläa. Israel 2000. (18. Nov. 2003)

Reiner Bernstein: Geneva Accord: Ein Zeichen der Hoffnung für Palästinenser und Israelis (13. Nov. 2003)

An die anderen Menschen, die Palästinenser, die eingeengt und in ihren Rechten beschnitten wurden, trauen wir uns deshalb auch heute noch nicht so richtig zu denken. Wir schauen weg. Und, schon wieder begehen wir Unrecht, weil wir nicht die Zivilcourage aufbringen, Unrecht beim Namen zu nennen. Wollten wir nicht mutiger sein als unsere Elterngeneration? Wollten wir nicht aus unserer Geschichte lernen und den Mund aufmachen?
->>
Dr. Bärbel Krumme: Apartheid im Heiligen Land (Oktober 2003)

Eine Analyse der Genfer Initiative: Die eins Komma fünf Staatenlösung. Gabriel Ash, 31.10.2003 , Yellow Times, USA

Symbolische »Strafe«. Israel kündigt nach Kürzung von US-Kreditgarantien beschleunigten Mauerbau an (jW 29. Nov. 2003)

Notgeburten in Sichtweite des Postens. Westjordanland: Weg zum Krankenhaus versperrt. UN-Bevölkerungsfonds mahnt (jW 25. Nov. 2003)

Ich glaube, wir leben an einem Wendepunkt. Auf der einen Seite sind Zerstörungen, auf der anderen Rettung und Erneuerung. Aber der Spielraum zwischen den beiden Möglichkeiten wird immer enger. Die Gefahr einer Zerstörung ist näher als je zuvor. In solch einer Situation kann ich nicht länger schweigen, auch wenn es weder angenehm noch populär ist. Ich muss etwas tun, was in meiner Macht steht, damit Israel wieder zu sich selbst zurückkehrt, dass Israel die Besatzung aufgibt und nach Hause kommt.“
->>
Am Vorabend der Zerstörung. Ein Interview mit Avraham Burg. Avi Shavit, Haaretz, 14.11.03

ZNet: ->> Wann wird die Realität endlich berichtenswert? Kristen Ess, 18. Nov. 2003

Wir beide glauben an Frieden, an die Versöhnung zwischen beiden Völkern. Wir glauben nicht nur daran, wir arbeiten daran, wir kämpfen dafür, jeder auf seine Art. Wir glauben an den Grundsatz: Verfluche nicht die Dunkelheit, zünde eine Kerze an. Zusammen mit unseren Mitarbeitern, mit den Tausenden von Friedensaktivisten beider Völker, haben wir schon viele Kerzen angezündet.
Uri Avnery: Anti-Semitismus: Festrede bei der Lew-Kopelew-Preis-Verleihung 
in Köln am 16. Nov. 2003

"All jenen, die sich anmaßen, für alle Juden einer Nation oder gar der Welt zu sprechen, rufen wir entgegen: NICHT IN UNSEREM NAMEN!" Pressemitteilung über die Gründung einer deutschen Sektion der Föderation European Jews for A Just Peace vom 9. November 2003, gefolgt von der Abschlußerklärung des Treffens der jüdischen europäischen Friedensgruppen "Sage nicht, du habest nichts gewußt!" in Amsterdam 2002.
->> "Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost". (9. Nov. 2003)

Wir rufen Sie dazu auf, Israel daran zu hindern, sein expansionistisches brutales Projekt auszuführen: Rachels Grab und das umliegende Land zu annektieren, so den Hauptzugang zur Stadt zu schließen, der die beiden heiligen Städte Jerusalem und Bethlehem verbindet, und so unsere Stadt erwürgt und das Kommen von Touristen und christlichen Pilgern ganz und gar verhindert.
->> Dringender Appell aus dem Bethlehemer Rathaus und von den Bürgern Bethlehems (8. Nov. 2003)

In Jayyous wurden die Tore in der Apartheid-Mauer, durch die Bauern zu ihrem Land auf der anderen Seite gehen, sieben Tage lang nicht aufgemacht. (Fast das ganze Bauernland von Jayyous ist auf der anderen Seite der Sperranlage). Eines Tages zerbrachen die Bauern, als ein Akt von Widerstand, das Schloss am Tor. Nach ungefähr einer Woche wurden sieben Familien die ganze Nacht lang auf der Westseite der Sperranlage ohne Essen oder Dach über dem Kopf zurückgehalten, um sie zu zwingen, der Armee zu sagen, wer das Tor beschädigt hat.
->> IWPS-Info: Was heißt "Absperrung"? (10. Nov. 2003)

An jedem Morgen, an dem Kinder einen weiteren Schultag versäumen, weil die Soldaten das Tor des Trennungszaunes nicht öffnen wollen, für jeden Mann, der mit verbundenen Augen und in Handschellen an einem Checkpoint abgeführt wird, weil er verdächtig aussieht, für jedes Kind, das nachts wegen des unaufhörlichen Schießens und dem Panzerlärm nicht schlafen kann, wird ein Kämpfer geboren. Einer der Widerstand leistet mit Steinen, einer Waffe oder mit seinem Körper. All diese von jemand anderen kontrollierten Augenblicke des Lebens gehen so lange, bis man aufschreit und zurückschlägt. All diese von jemand anderen kontrollierten Augenblicke des Lebens gehen so lange, bis man aufschreit und zurückschlägt. Sie werden offensichtlich - und plötzlich erfüllst du ihre Erwartungen, plötzlich bist du in der Falle. Eine Falle, die sie genau für dich geschaffen haben, in die du hineinfällst oder hineingestoßen wirst – je nach dem. (...) Du wirst in ihren Augen, in ihren Worten niemals etwas anderes als ein Terrorist sein, der von Hass, Religion und Fanatismus motiviert wurde.
->> Flo Razowsky:
Die Seite, die ich sehe: Gedanken während der Olivenernte (Westbank, 7. Nov. 2003)

Persönlicher Beitrag der Webmistress:
"Ist diese Position anti-jüdisch? Nein, das ist sie nicht."
Übersetzung von zwei Kapiteln aus: "Von Jude zu Jude: Warum wir uns der israelischen Besatzung in der West Bank und Gaza entgegen stellen sollen" (aus: A Jewish Voice for Peace, Berkeley 2002)

Robert Fisk: Aus Angst als Antisemiten verleumdet zu werden, stimmen wir den schrecklichsten Taten im Nahen Osten zu (April 2001)

Odyssee durch die israelischen Gefängnisse
->>
P. Rainer Fielenbach: Der jüngste Gefangene - ein Kind zwischen Amboß und Hammer (2. Nov. 2003)

Die Palästina-Solidaritätsgruppen rufen auf: WEG MIT DER APARTHEIDMAUER SCHLUSS MIT DER BESATZUNG IN PALÄSTINA AKTIONSTAG AM SAMSTAG 29.11.2003 (30. Okt. 2003)

Women Against the Wall: Nur eine Grenze auf der “Grünen Linie” zwischen Israel und Palästina wird Frieden und Sicherheit bringen (23. Oktober 2003)

Ich mache einen Kompromiss mit meinem Traum, nach Hebron zurückzukehren, damit ich frei in einem neuen Israel leben kann. Und mein palästinensischer Bruder muss seinen Traum der Rückkehr nach Jaffa aufgeben, um ein rechtschaffenes und würdiges Leben in Nablus zu führen. Nur diejenigen, die fähig sind, einen Kompromiss mit ihren Träumen einzugehen, können zusammensitzen, um einen Kompromiss zugunsten ihrer Völker zu schließen.
->> Avraham Burg: Ein Brief an meine palästinensischen Freunde (The Jerusalem Times, 10.10.02) (hier seit 1. Nov. 2003)

P. Rainer Fielenbach aus Bethlehem: Nur ein Palästinenser! - Wettlauf gegen den Tod (14. Oktober 2003)

"Die palästinensischen politischen Gefangenen unter israelischer Besatzung". Zusammenfassung der Veranstaltung mit dem ADDAMEER-Rechtsanwalt Mahmoud Hassan in Duisburg (9. Okt. 2003)

Anfang September 2003 besuchte Ariel Sharon Indien. Am Grabe Gandhis legte er voller Andacht Blumen nieder. Glaubte er wirklich, hier einen Verwandten im Geiste zu grüßen? Der folgende Bericht gibt darauf eine Antwort. 
->>
Civimed Initiative. Intifada: Bilanz 28.9.2000 ­ 23. 8.2003. Aus dem Französischen von Ellen Rohlfs

Seit wann ist Okkupation zu relativieren? EINSEITIGE WAHRNEHMUNG EINES "ASYMMETRISCHEN KONFLIKTS" [*] Auch das deutsch-jüdische Verhältnis blockiert eine Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern. Michael Schneider in "Freitag", 26. Sept. 2003

STOPPT DEN MAUERBAU!
Wer hier zurückweicht, der macht den ersten Schritt zur Tolerierung des größten Verbrechen des Staatsterrors der Gegenwart . Verweigert sich die deutsche Friedensbewegung diesem internationalen Protest?   
->> Gerd Höhne: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen? oder Verliert die deutsche Friedensbewegung ihre Glaubwürdigkeit? (5. Okt. 2003)

Auch heute gefährdet der Zionismus die jüdischen Menschen in der ganzen Welt wie keine andere Kraft. Denn die aggressive und verbrecherische israelische Politik bedroht nicht nur die AraberInnen, sondern auch Juden und Jüdinnen, die in Israel, aber auch ausserhalb leben. So kann kein Zweifel bestehen, dass die gegenwärtige weltweite Zunahme an anti-jüdischen Gefühlen direkt und indirekt mit den israelischen Kriegsverbrechen und mit dem Missbrauch des NS-Judeozids als Rechfertigung für diese zu tun haben.
->> Shraga Elam:
Ist Antizionimus mit Judeophobie gleichzusetzen? Eine Reflexion über Antizionismus und eine anti-nationalistische Vision für die PalästinenserInnen und Israelis (28. Sept. 2003)
Die Stimme der Gerechtigkeit:
Mas'ha-Petition gegen die Apartheid-Mauer
Apartheid-Mauer
Kampagne
Bilder Karten Unterstützen Sie
mit Ihrer Unterschrift!

Achim Schmitz, BSV: Aufruf zur Unterstützung eines Briefaktion: Protest an den israelischen Verteidigungsminister Mofaz (27. Sept. 2003)

Blitzaktion (29. Sept. 2003)

Unterstützt israelische Frauen im Kampf gegen die Mauer.
Mailt an Bat shalom (Gila Svirsky) Eure Unterschrift:

Nur eine Grenze auf der „grünen Linie“ zwischen Israel und Palästina 
wird Frieden und Sicherheit bringen

Während dies eine Initiative von Bürgerinnen Israels, jüdischen wie palästinensischen, ist, sind alle Bürger eingeladen, diesen Brief an den Ministerpräsidenten zu unterschreiben. Zusätzlich kann jeder Nichtbürger Israels, der unsere Bemühungen unterstützt, eine Mail schicken ....Eure Namen werden der Petition in einem Extrabrief beigefügt. Dies deutet auf die Unterstützung von Männern und Frauen mit Gewissen, palästinensischen, jüdischen und allen andern in aller Welt, die die Mauer verurteilen. Bitte, gebt diesen Brief an viele weiter!

->> An den Ministerpräsidenten Ariel Sharon ...

Israelische Regierung investiert große Summen in die Siedlungen
Florian Rötzer: Nach Recherchen israelischer Journalisten fördert die Regierung die jüdischen Siedlungen in den palästinensischen Gebieten durch mindestens 500 Millionen Euro jährlich und torpediert damit jede Friedenslösung. Im Zentrum des Konflikts zwischen den Israelis und den Palästinensern stehen die Siedlungen, die in den palästinensischen Gebieten Westjordanland und Gaza errichtet wurden. Gerade nach dem Oslo-Abkommen wurde hier die Besiedlung forciert. Mittlerweile leben über 200.000 Siedler in den besetzten Gebieten. Journalisten der Zeitung Haaertz haben jetzt bei ihren   Recherchen festgestellt, dass Israels Regierung mit versteckten Budgetposten die Siedler jährlich mit mindesten 500 Millionen Euro fördert. (25.09.2003)
->> http://www.heise.de/tp/deutsch/special/ost/15708/1.html - dort auch der Link zum Ha'aretz-Artikel (Info Thomas Immanuel Steinberg)

Knut Mellenthin: Wo soll der Zaun laufen? Ein Streit, der Scharon nicht wirklich weh tut (23. Sept. 2003)

Kein Ende in Sicht. Jon Elmer interviewt Gideon Levy (ZNet, 18. Sept. 2003

Sharon zielt nur auf einen totalen Krieg gegen die Palästinenser hin und auf ihre totale Unterwerfung. Die moderate Position der säkularen palästinensischen Kreise sind für ihn ein Problem, weil dies seine extreme Position bloß stellt. Deshalb muss er sie mit List politisch eliminieren und den Waffenstillstand ablehnen.
->> Lev Grinberg: Sharons tödlicher Tango (17. Sept. 2003)

Was ist der Unterschied zwischen Staatsterrorismus und den Terrorakten einzelner? ...  Der einzige „kleine“ Unterschied ist der, dass für die israelische Aggression Ariel Sharon, Benjamin Ben Eliezer, Shimon Peres und Shaul Mofaz direkt verantwortlich sind; während die Terrorakte von einzelnen Individuen aus Verzweiflung und gewöhnlich gegen den Willen von Arafat ausgeführt werden.
->> Lev Grinberg: Israels Staatsterrorismus (30. März 2002)

IWPS-Bericht: Palästinensische Frauen demonstrieren gegen die Mauer in Tulkarem (17. Sept. 2003)

Während in Israel die kalkulierte und kaltblütige Hinrichtung Arafats diskutiert wird, schaut die internationale Diplomatie mit leisem Räuspern dem angekündigten Mord zu. Wir erwarten uns auch von einer deutschen Bundesregierung deutlichere Worte.
->> IPPNW: Ein leises Räuspern zum angekündigten Mord. Pressemitteilung vom 15. Sept. 2003)

16. September, Essen: Konstruktive Konfliktbearbeitung in Israel-Palästina.Rabbi Jeremy Milgrom (Rabbis for Human Rights) berichtet von der Arbeit bei den Jahalin-Beduinen in der Westbank

Jeden Morgen müssen die Kinder von Jubara warten, bis Soldaten das Tor der Apartheidsmauer öffnen. Einzeln müssen sie an den Maschinengewehren der Soldaten vorbeigehen, um in die Schule zu kommen.
„Schüler aus Jubara verteidigen ihr Recht auf Bildung“ oder „Der stille Transfer“. IWPS-Bericht vom 9. Sept. 2003

Von Anfang an war klar, dass die sogenannte 'Road Map' zum Scheitern verurteilt ist, denn die Israelis verlangten von Mahmud Abbas das Unmögliche, nämlich, dass er den palästinensischen  Widerstand entwaffnen und unterdrücken müsse. 
->> Shraga Elam: Eine dramatische Eskalation im israelisch-palästinensischen Konflikt liegt in der Luft. (6. Sept. 2003)

Matthias Jochheim IPPNW): Ein Naher Osten ohne Kriege und Unterdrückung ist möglich. Bericht vom Internationalen Seminar über den palästinensischen Kampf und die Globalisierung in Bethlehem (4. Sept. 2003)

Die heutige israelische Nation stützt sich auf ein Gebilde von Korruption und auf Fundamente der Unterdrückung und Ungerechtigkeit. Als solche liegt das Ende schon an unserer Türschwelle. Es ist sehr gut möglich, dass unsere Generation die letzte zionistische sein wird. Es mag hier einen jüdischen Staat geben, aber er wird anders sein, ungewohnt und hässlich.
->> Avraham Burg: Eine gescheiterte israelische Gesellschaft stürzt zusammen, während ihre Führer schweigen (29. August 2003)

Ich appelliere an Sie mit größtmöglicher Dringlichkeit, alles zu tun, was Ihnen möglich ist, um die Ausführung des repressiven Planes in Bethlehem zu verhindern, bevor es zu spät ist.
Hilferuf aus Bethlehem (21. Aug. 2003)

Israelische Wasserräuber. Die Hälfte der palästinensischen Wasservorräte wird in die Siedlungen gepumpt (jW 2. Sept. 2003)

Auch in Deutschland war sie ein großes Hindernis, eine Kombination von Mauern und Zäunen, Wachtürmen und Schießanlagen, „Todeszonen“ und Patrouillenwegen. Sie teilte das Land, zerstörte die Landschaft und trennte Eltern von ihren Kindern. Ein Furcht erregendes Monster, das Ekel und Abscheu erregt, ein Symbol für Macht und Endgültigkeit.
Uri Avnery:
Vor allem – die Mauer muss fallen! (30. August 2003)

Stimme der Gerechtigkeit: Mas'ha-Petition gegen die Apartheid-Mauer

Es ist zu vermuten, dass Scharon sich auf den Akaba-Prozess von Anfang an überhaupt nur mit Hintergedanken eingelassen hat. Seit der Eroberung der Westbank und des Gaza-Streifens 1967 hat Israel so massive Tatsachen in den besetzten Gebieten geschaffen, dass ein Palästinenserstaat technisch heute schon unmöglich ist.
->> Knut Mellenthin: Programmiertes Scheitern. Israel setzt bewusst auf das Ende des Entspannungsprozesses mit Palästinenser (jW, 25. Aug. 2003)

Irgendwann in den nächsten Monaten, wenn die Gewalt in den besetzten Gebieten wieder zugenommen hat, werde Bush den Palästinensern vermutlich sagen: "Okay, das war's. Ihre hattet eure Chance und habt sie abgelehnt. Jetzt müsst ihr zurück nach Jordanien gehen."
->> Knut Mellenthin: Ethnische Säuberung mit Gottes Segen
(jw 31. Juli 2003)

Die Kampagne gegen die Apartheid-Mauer sucht freiwillige Übersetzer und Korrektoren (17. Aug. 2003)

Die Apartheid-Mauer. Eine Sperre zur Umzingelung des Westjordanlandes. Fotos und Kommentare übersetzt von Thomas Immanuel Steinberg (14. August 2003)

ISM-Rundbrief vom 17. August 2003: Die Häuserzerstörungen gehen weiter / zwei ISM-Aktivisten verhaftet

Die Explosion war gegen 4:30 Uhr zu hören, gleichzeitig mit dem morgendlichen Ruf zum Gebet. ... wir gingen zu dem, was vom Abu-Ayesh-Haus übrig blieb.
->> "Entschuldigung, hat jemand vom Verzicht auf Gewalt gesprochen?"  ISM-Augenzeugenbericht (15. August 2003)

Ariel Scharon versprach, dass die gerade gebaute israelische Apartheid-Mauer das alltägliche Leben der Palästinenser nicht komplizieren wird. Das hätte er Helmi sagen sollen, einem Bauern aus Jayyous, der gestern früh nach dem Aufwachen einen Bulldozer in seinem Hof erblickte. Bevor er ihn aufhalten konnte, hat der Bulldozer es geschafft, einen 15 Meter-Streifen im Obstgarten platt zu machen.
->> Was ist mit Ihren Versprechen, Herr  Scharon? (ISM, 12. August 2003)

"Wir sind Israelis und wir schreien laut gegen diese Mauer".
-
>> Erinnert es euch an etwas? (ISM, 6. August 2003)

Im Januar dieses Jahres hat die israelische Armee die Hochschule geschlossen und den Haupteingang verschweißt. In den letzten sieben Monaten blieben die Gebäude der Hochschule geschlossen.
->> Ja zur Wissenschaft, Nein zur Besatzung! (ISM, 15. August 2003)

Aktuelle Situation zur Massenverhaftung der Menschenrechtsaktivisten, IWPS-Info vom 6. August 2003

IDF nimmt 46 palästinensische, israelische und internationale Menschenrechtsaktivisten aus dem Mas'ha Camp fest, die Munira's Haus vor einer Teilzerstörung verteidigen . IWPS-Info vom 5. August 2003

Rüdiger Goebel: Rassismus per Gesetz. Israel: Diskriminierung palästinensisch-israelischer Ehen. Weiterbau von Mauer und Siedlungen (jW 2. Aug. 2003)

Dem weit bekannten Musiker Marwan Abado wurde am 20. Juli 2003 die Einreise nach Israel/Palästina verweigert und er selbst wurde am Flughafen Ben Gurion festgehalten. Er war gekommen, um anlässlich des Jerusalem Festivals der "Stimmen der Freiheit" seine Stimme und sein Oud (arabische Laute) klingen zu lassen. Auch hier: Bitte um Protestbriefe
IWPS: Einreiseverbot für Musik und Menschenrechte nach Israel (25. Juli 2003)
"Es wäre besser diese Gefangenen wenn möglich im Toten Meer zu ersäufen, wenn dies schon der tiefste Punkt der Welt ist." Avigdor Lieberman, Israels Transport-Minister
IWPS: Hungerstreik und Deportationen (20. Juli 2003)

Baruch Kimmerling
"Politizid" 
Ariel Sharons Krieg gegen das palästinensische Volk
Diederichs Verlag
München 2003

 

Die neu gegründete "Israelisch-Palästinensische Aktionsgruppe für Frieden" will einen umfassenen Friedensplan vorlegen
Stephan Lanzinger: Die israelische Friedensbewegung ist zurück (4. Juli 2003)

PalästinaHeute: 13. Juni 2006: Israel feuert erneut Raketen auf Auto in Gaza -- Hamas wirft USA Ermutigung von "Verbrecher Scharon" vor  -- Israelische Angriffe auf Hamas seit Monaten geplant -- Annan fordert Entsendung bewaffneter Friedenstruppe nach Nahost -- Berlin für neutrale Beobachter in Nahost-Krisengebiet -- Israel lehnt Annans Forderung nach Friedenstruppe ab -- "Il Messaggero": Und was macht Bush? -- "Neues Deutschland" (Berlin) zu Lage in Nahost  

Israel gelang es bis jetzt, die Gräuel seiner Besatzungsarmee, die nur von der Gier der Expansion getrieben wird, vor der Welt zu verbergen – Gräuel, die den Palästinensern täglich zugefügt werden. Die Massaker können so lange fortgesetzt werden, solange sie im Geheimen geschehen. Das ist der Grund, warum wir die Palästinenser nicht alleine lassen können.
Silvia Cattori (ISM): Gaza, das Land der traurigen Orangen (April 2003, im Besetzten Palästina)

Tanya Reinhart: Garantierter Fehlschlag. Nahost: Auch die neue »Road Map« setzt einseitig auf die Interessen Israels (jW, 19. Mai 2003)

Claudia Haydt: Fahrplan zum Frieden? (IMI-Analyse, Mai 2003)

Ihr permanentes Schweigen zu Vertreibung, Liquidierung, Häuserzerstörung, Mauerbau, Enteignung von Land, Terrorisierung ganzer Städte und Dörfer durch die israelische Armee in Palästina sind ein Skandal
Pater Rainer (18. Mai 2003)

Seit Freitag, 9. Mai, jagt die israelische Armee die Solidaritätsorganisation ISM (International Solidarity Movement). 22 Jeeps kamen nach Beit Sahour, stürmten das Hauptbüro, zerstörten die Einrichtung und technische Geräte, konfiszierten Computer und Dokumente und verhafteten alle anwesenden ISM-Mitglieder.
[iwps-berichte] Hier brennt der Hut - Nicht nur die Sonne (13. Mai 2003)

Andreas Bock: Killing me softly, Oder die Tragoedie von „Mas`has Land“ - einem Dorf in der Westbank - 14. Mai 2003

Nein! Ich will noch heute glauben, dass das internationale Gewissen aufwacht.  
Ich will glauben, dass wir aus dem Schweigen heraustreten, bevor es zu spät ist.  
Ich will noch an den Menschen glauben, wie das palästinensische Volk an uns glaubt.  
Ich will noch glauben, dass das Wort Solidarität einen Sinn hat.  
Ich will noch glauben, dass wir menschliche Wesen sind mit einem Herzen und mit einem Gewissen.
Jocelyne Blanc: Schweigen hat schwerwiegende Folgen (3. Mai 2003)

Jeff Halper, Professor fuer Anthropologie und Koordinator des Israelischen Komitees gegen Haeuserzerstoerungen: Über die "Road map" zum Frieden:  Letzte Chance für Israel­Palaestina? (jW 26. Mai 2003)

Als die Sprengmeister kamen. Israels Armee zerstoerte bisher 200 Haeuser. Augenzeugenbericht von Andreas Bock (ISM), Nablus (jW 26. Mai 2003)

 

No Comment! 
An officer on Sarrah check point draw this on the arm of our students at
An-Najah using a peace of glass. (S.)
Ein Offizier zeichnet dies mit einem Glassplitter auf die Arme der Schüler die den checkpoint passieren

Israelischer Minister tritt für einen "Plan für Jüngsten Tag des Transfers" ein
Daniel Ben Simon (Ha'aretz): Armageddon (Har Megiddo) in Kürze. Alles auf der Karte klar dargelegt (2. Mai 2003)

Ulrike Vestring: »Sagt nicht, ihr hättet nichts gewußt ...« Internationale Friedensaktivisten und israelische Journalisten konfrontieren die Gesellschaft Israels mit den täglichen Verbrechen der Besatzungsmacht (jW, 17. April 2003)

Ich verstand, was es bedeutet, 24 Stunden am Tag mit dem Tod zu leben. Ein schlechter Tod. Mit Geschützen, Panzern und Bulldozern, die auf dein Haus, dein Schlafzimmer, deine Küche, deinen Balkon, dein Wohnzimmer zielen. Keine Möglichkeit, dich zu verteidigen, nirgendwo, wohin man laufen kann. ... Schauer von Kugelregen kamen auf uns herab in dieser einzigen Nacht. Das Schießen dauerte unentwegt von 1.30 bis 4.15 Uhr, fast bis zur Morgendämmerung.
Bericht aus Rafah:
Billie Moskona-Lerman
: Ich war ein menschliches Schutzschild (8. April 2003)

Tanya Reinhart: Israel: Raffiniert verdeckter "Transfer" der Palästinenser" (Yediot Aharonot vom 10. April 2003 )

Während der Krieg im Irak immer noch seinen Zoll verlangt und der Blickpunkt der Weltaufmerksamkeit dorthin gerichtet ist, zermahlt die Okkupationsmaschine weiter unnachgiebig Palästina. Bitte schließt euch den Kräften des Appells an, der auf der Seite der Fakultät für den Frieden in Israel-Palästina veröffentlicht wurde und von 153 israelischen AkademikerInnen, einschließlich bekannten Intellektuellen aus vielen Bereichen unterzeichnet wurde.
Gush Shalom: Rettet Palästina und Israel. Dringender Appell zur internationalen Einmischung (9. April 2003)
 

Klaus von Raussendorff: Dschenin, Dschenin" Im Schatten des Irak-Krieges:  Generalprobe der israelischen Armee für Massenvertreibungen der Palaestinenser (9. April 2003)

Überall liegen hier ausgerissene Olivenbäume. Die Bauern wollten sie eigentlich mitnehmen und wieder einpflanzen. Das wurde ihnen von der Armee untersagt. In den nächsten Tagen werden wir gemeinsam mit den Bauern versuchen zu retten, was zu retten ist.
US-amerikanischer Friedensaktivist verletzt: Gezielte Schüsse auf unliebsame Beobachter? (jw, 8. April 2003)

Claudia Karas: Besuchsempfehlungen Vor seiner dreitägigen Nahost-Reise: Offener Brief an Joseph Fischer (junge welt, 7. April 2003)

Es sieht wie eine Generalprobe für den "Transfer" aus, eine Armeetrainingsübung für Massenvertreibung.
Gush Shalom:
TULKARM: GENERALPROBE (3. April 2003)

Wir, Israelis und Palästinenser, wollen in diesen kritischen Zeiten festhalten, dass wenngleich Krieg eine Tragödie an sich ist, dieser illegale and erschreckende amerikanische Krieg gegen den Irak könnte zu einem schrecklichen Rückschlag für die Hoffnungen und Erwartungen auf einen gerechten Palästinensisch-Israelischen Frieden führen. 
Ein Aufruf für Frieden - Ein gemeinsamer palästinensisch-israelischer Appell
(Gush Shalom, 31. März 2003)

Wir dokumentieren: Abgeordneter des palästinensischen Parlaments 
in einer nächtlichen Aktion von der israelischen Armee verhaftet
 
(29. März 2003)

Den Parlamentarier Hussam Khader freilassen! - Online-Petition unterschreiben

International Solidarity Movement: Eure Hilfe in Palästina wird gebraucht! 
Die Internationale Solidaritätsbewegung (ISM) ruft ZivilistInnen aus aller Welt auf, nach Palästina zu kommen (März 2003)

Völkermord ist in unserer Vorstellung mit Massengräbern oder Konvois von Vertriebenen verbunden. Der langsame Tod, dem das palästinensische Volk ausgesetzt wird, hat vielleicht noch keinen Namen.
AUFRUF ZUR BILDUNG EINES INTERNATIONALEN KOMITEES FÜR DEN SCHUTZ DES PALÄSTINENSISCHEN VOLKES  
(24. März 2003)

Heidi Niggemann, ISM, Berlin: Amerikanische Friedensaktivistin Rachel Corrie absichtlich von Bulldozer überfahren (März 2003)

Christine ist das dritte durch israelische Truppen ermordete Kind in zwei Tagen. Der 14jährige Hakim Bassam Nassas, wurde gestern in Jenin erschossen. Am 24. März wurde der 10jährige Ahmed Imad A-Bahri aus Jenin mit einem Schuss in den Kopf von einem israelischen Scharfschützen getötet.
Gush Shalom: Wie die 10jährige Chrstine Saidi in Bethlehem ermordet wurde (26. März 2003)

Völkermord ist in unserer Vorstellung mit Massengräbern oder Konvois von Vertriebenen verbunden. Der langsame Tod, dem das palästinensische Volk ausgesetzt wird, hat vielleicht noch keinen Namen.
AUFRUF ZUR BILDUNG EINES INTERNATIONALEN KOMITEES FÜR DEN SCHUTZ DES PALÄSTINENSISCHEN VOLKES (24. März 2003)

Amira Hass: Mit dem Herannahen des Krieges wachsen die Ängste der Palästinenser (20. März 2003)

Hanna Ackermann: Israelische Armee tötet US-Friedensaktivistin. Schmiedet Scharon dunkle Pläne? (17. März 2003)

Wird Europa einer solchen Konstellation, Vernichtung Palästinas im Schatten eines US-Krieges gegen den Irak, tatenlos zusehen wollen? Debakel für die USA trotz aller Täuschung, Nötigung und Erpressung (16. März 2003)

Uri Avnery: Blinder Alarm? (15. März 2003)

Susy Mordechay, Israel: Israelischer Mossad zur ethnischen Säuberung, wenn der Irak-Krieg beginnt (13. März 2003)

Shraga Elam: Entweder „Frieden“ mit Gewalt oder Zwangsumsiedlung (Januar 2001)

 

 

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