Zu Syrien und den Flüchtlingen

Wir leben in Zeiten der Barbarei. Das Völkerrecht, nach zwei Weltkriegen zu Papier gebracht, um der Menschheit in Zukunft viel Leid und Tod zu ersparen, wird an den europäischen Grenzen mit Wasserwerfern, Tränengas und Gummigeschossen zerstört. Das Mittelmeer, Meer der Begegnung schon in alter Zeit, wird zum Todesmeer.

Seit zehn Jahren dauern die Kämpfe in Syrien an. Die Türkei, Russland, die USA, Dschihadisten, Truppen des Regimes und Regierungsgegner suchen ihre Ziele durchzusetzen. Die Flüchtlingsströme wogen in den Kämpfen hin und her, ohne irgendwo Ruhe und Sicherheit zu finden. Die Zivilbevölkerung bringt die größten Opfer.

Wir fordern von der Bundesregierung

  • Ihren Einfluss geltend zu machen zur schnellsten Beendigung der Kämpfe die Einstellung aller Rüstungsexporte,
  • Konversion, d.h. Pläne und deren Umsetzung der Rüstungsproduktion in zivile Güter.
  • Entlastung Griechenlands durch Übernahme von Flüchtlingen (Viele Städte erklären sich bereit, Flüchtlinge aufzunehmen.)
  • Hilfe beim Wiederaufbau der zerstörten Gebiete (Wohnungen, Schulen, Krankenhäuser, Infrastruktur …),
  • ein Ende des Neokolonialismus.

Die auf drei Kontinenten operierenden deutschen Truppen müssen zurückgezogen werden. Hilfe zur Selbsthilfe sollte endlich an die Stelle der Kriegseinsätze treten. Das Völkerrecht und die Menschenrechte müssen bestimmend für das Handeln der Regierungen in Zukunft sein.

Erstellt von Inge Holzinger für das Friedensforum

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